1:0 reicht FC Sulingen im „Generationenduell“ bei engagierten Diepholzern

Mesloh bucht Meisterrunden-Ticket

Und wieder geklärt: Der aufmerksame Diepholzer Rechtsverteidiger Daniel Oduweku (Mitte) bereinigte hier eine Situation, ehe der unermüdlich ackernde Lars Mesloh (rechts) an den Ball kam. Später traf der Sulinger aber zum Tor des Tages für den FC.
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Und wieder geklärt: Der aufmerksame Diepholzer Rechtsverteidiger Daniel Oduweku (Mitte) bereinigte hier eine Situation, ehe der unermüdlich ackernde Lars Mesloh (rechts) an den Ball kam. Später traf der Sulinger aber zum Tor des Tages für den FC.

Diepholz – Am Ende der fünfminütigen Nachspielzeit brüllte Sascha Jäger seine Freude heraus. Verständlich, denn als der 1:0 (0:0)-Arbeitssieg seines FC Sulingen bei der engagiert und konzentriert aufgetretenen SG Diepholz besiegelt war, stand für die Nordsulinger Platz zwei in der Fußball-Bezirksliga 2 und damit das Ticket zur Meisterrunde fest. „Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs“, unterstrich der FC-Trainer: „Wir sind sehr dominant aufgetreten und haben richtig gut gekämpft – und das trotz all dieser Tiefschläge“, erinnerte er an das große Verletzungspech in seinem Team.

Sein Diepholzer Kollege Patrick Brüggemann mochte seiner Mannschaft ebenfalls keinen Vorwurf machen: „Vom Kampf und der Einstellung her hat alles gepasst. Wir sind aber teilweise noch zu hektisch. Die letzten Bälle kommen nicht an. Wir hatten zwar eine oder zwei gute Chancen, davon hätte eine rein gehen müssen – gerade in Sulingens Drangphase.“ Doch der 32-Jährige wusste ebenso: „In dem Alter kann noch nicht alles klappen.“

Routinier Rosenthal staunt über junge Diepholzer

Denn die knapp 100 Zuschauer sahen ein „Treffen der Generationen“ im Diepholzer Mühlenkamp: Brüggemann hatte vier seiner letztjährigen A-Jugend-Spieler in die Startelf beordert – und im erst 18-jährigen Til Jarne Lohaus sogar einen aktuellen A-Junioren. Noch vor der Pause kam zudem Luca Storck als weiterer U 19-Akteur rein. Sulingens Coach Jäger hingegen musste sich angesichts der Personalmisere mit seinen 37 Lenzen sogar selbst auf die Ersatzbank setzen. In der Anfangsformation stand mal wieder die scheinbar nie altern wollende FCS-Allzweckwaffe Stefan Rosenthal. Seine 42 Jahre sah ihm bei seinem laufstarken Auftritt im defensiven Mittelfeld niemand an, nach seiner Auswechslung kam „Taler“ jedoch ins Grübeln: „Beim Blick auf den Spielbericht habe ich bei Diepholz einen aus dem Jahrgang 2003 gesehen – und mein ältester Sohn ist 2004 geboren.  Verrückt! Aber wie das in unseren Trainingsspielchen ,Alt gegen Jung‘ ist: Oft gewinnt ,Alt.‘“

Spieler des Spiels: Daniel Oduweku

Diepholz’ Rechtsverteidiger gewann viele Duelle und lief einige Bälle ab. Später im defensiven Mittelfeld ebenfalls ballsicher und laufstark.

Tatsächlich hatte die Abteilung Routine von Beginn an Feldvorteile. Doch keine der am Ende fast 15 Ecken brachte angesichts der Diepholzer Kopfball-Hoheit etwas ein. In Minute 18 hätte es trotzdem 1:0 für den Zweiten stehen müssen – doch Niklas Hoffmann ballerte an den Pfosten. Die beste Chance der Kreisstädter hatte bis dahin Sulingens Keeper Tobias Plümer gegen Daniel Oduweku vereitelt (14.).

Nach einer halben Stunde forderten die Gäste bei einer Aktion von Steffen Brünjes gegen Bjarne Meyer vergeblich Elfmeter. Tatsächlich wäre der Schubser des Diepholzer Innenverteidigers zu wenig für einen Strafstoß gewesen, Meyer prallte dadurch allerdings an Lohaus ab – eine knifflige Entscheidung.

Stenogramm

SG Diepholz - FC Sulingen 0:1 (0:0) - Diepholz: Schröder - Oduweku (90.+2 Fiedler), Brünjes, Wünning, Lembcke (41. Storck), Lohaus, Eirich, Kruse (81. Milios), T. Alscher, Saadan, Kassling. Sulingen: Plümer - Hartkamp, Rosenthal (71. Biler), B. Meyer (71. Gense), K. Meyer, Yildirim, Rascheja, Mesloh, Hoffmann (88. Ehlers) Barth, Zawodny. Tor: 0:1 (72.) Mesloh. Schiedsrichter: Mirko Kornau (SV Liliental-Falkenberg).

Auf der anderen Seite hatte Tamme Alscher Pech, als seine Linkshereingabe keinen Abnehmer in der Mitte vor dem leeren Tor fand (36.). In der Schlussphase des ersten Durchgangs rettete SG-Schlussmann Bennet Schröder gegen Hoffmann (45.) und Bjarne Meyer (45.+2), sodass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging – auch dank des für seine 19 Jahre erstaunlich abgeklärten Rechtsverteidigers Oduweku, der fast alle Duelle gewann und nach vorn für Entlastung sorgte. Als Daniel Lembcke angeschlagen vom Platz musste (41.), rückte Oduweku ins defensive Mittelfeld vor und überzeugte auch dort.

Dennoch diktierte Sulingen nach der Pause weiter das Geschehen. Eine scharf hereingebrachte Ecke von Marvin Zawodny klatschte auf den Querbalken (49.), Schröder musste bei einem Schuss von Rosenthal die Fäuste ausfahren (53.). Fortan neutralisierten sich beide Seiten gegenseitig. Doch einmal passte die SG-Abwehr nicht auf: Der erst eine Minute zuvor eingewechselte Viktor Gense spielte nach vorn, Lars Mesloh zog nach links und schob vorbei am heraus geeilten Schröder ins lange Eck zur hochverdienten Führung ein (72.).

So sehr sich die Platzherren anschließend auch mühten: Bis zum Strafraum kamen sie nicht mehr. Schröder hielt noch zwei Zawodny-Freistöße (82./85.), dann war Schluss.

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