Rehden nach zwei Rückständen 2:2 in Jeddeloh

Menga lobt die „Moral der Truppe“

Seine dritte Riesen-Chance saß: Michael Seaton, der hier Jeddelohs Michel Hahn abhängt, traf zum 2:2. Auch sonst war Rehdens Stürmer mehrfach gefährlich.
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Seine dritte Riesen-Chance saß: Michael Seaton, der hier Jeddelohs Michel Hahn abhängt, traf zum 2:2. Auch sonst war Rehdens Stürmer mehrfach gefährlich.

Jeddeloh – Aller gute Dinge sind drei! Mit zwei Riesen-Kopfballchancen hatte Michael Seaton am Samstag in der zweiten Halbzeit des Regionalliga-Spiels beim SSV Jeddeloh Pech, die dritte „schädelte“ der Stürmer des BSV Rehden zum 2:2 (0:1)-Endstand in die Maschen (82.). Bedient hatte ihn der eingewechselte Addy-Waku Menga mit seiner x-ten Hereingabe – diese allerdings senkte sich butterweich in den Strafraum. „Addy ist wieder da“, lobte sein Trainer Andreas Golombek den lange verletzten Routinier vor allem für dessen „Top-Flanken“.

Djumo und Seaton treffen

Auch der 37-Jährige staunte über sich selbst: „Ich wusste gar nicht, dass ich so viel flanken kann! Aber ich versuche, immer das Beste zu geben, wenn ich reinkomme. Dass mir dann so etwas gelungen ist, freut mich natürlich umso mehr.“ Und noch etwas gefiel ihm: „Wir sind nach zwei Rückständen immer zurückgekommen, das zeugt von der Moral der Truppe.“ Dem stimmte Golombek zu: „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen: Sie hört nicht auf – auch wenn der Gegner den Ball immer nur so wegpöhlt.“

Falldorfs frühes Tor als Schock

Weniger erfreut zeigte er sich über den misslungenen Start. Drei Tage nach ihrer Pokal-Niederlage in Rehden legten die Jeddeloher los wie die Feuerwehr – und jubelten schon nach 110 Sekunden: Daniel Haritonov fälschte eine Rechtsflanke von Shaun Minns noch leicht ab, die Kugel flatterte in den Strafraum am einschussbereiten Julian Bennert vorbei – und am langen Eck traf Max Falldorf von links flach unten rechts zum 1:0. „Am Anfang waren wir noch nicht wach, da fällt so ein Ball durch“, monierte Golombek.

Seine Mannschaft schaffte es erst nach sechs Minuten erstmals in des Gegners Hälfte. Der erste Schuss aufs SSV-Tor datierte aus Minute zwölf, als Josip Tomic per Freistoß Maß nahm – aber den Kopf des Ex-Rehdeners Kiala Kifuta traf, der daraufhin benommen liegen blieb. Kurz darauf zielte Bocar Djumo freistehend drüber (13.). Danach strahlten die Gäste vorn zunächst keine Gefahr aus – mangels der nötigen Ruhe gegen die hoch pressenden Platzherren und wegen fehlender Präzision beim letzten Pass. Das trieb Golombek an der Seitenlinie ziemlich auf die Zinne: „Spielt vernünftig Fußball!“, stauchte er sein Personal zusammen.

Trainer Golombek moniert Chancenwucher

Die Worte des 53-Jährigen kamen an, von nun an zeigte Rehden mehr. Jeddelohs Keeper Marcel Bergmann musste sich bei einer Ecke von Alexander Nandzik ganz lang machen (28.) und gegen den plötzlich frei durchgelaufenen Kamer Krasniqi per Fußabwehr klären (36.). „An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten“, urteilte Golombek hinterher, „aber ich bin froh, dass wir uns überhaupt Torchancen herausarbeiten. Wenn wir keine hätten, wäre es noch schlimmer.“

Spieler des Spiels: Kamer Krasniqi

Viel lief über Rehdens Mittelfeld-Antreiber – vor allem im zweiten Durchgang: Der 25-Jährige holte viele Bälle, startete einige Soli und spielte kluge Pässe. Mit einem davon bereitete er das 1:1 vor.

Zum zweiten Durchgang stellte er um, wechselte Julian Popovic für Tomic ein und beorderte ihn auf die rechte Abwehrseite. Von dort rückte Nandzik nach vorn und übernahm Tomics Achter-Position. Und schon kurz nach Wiederanpfiff jubelten die Schwarz-Weißen: Krasniqi steckte in der Mitte durch auf Djumo, der frei vor Bergmann eiskalt zum 1:1 einschob (52.). Die Freude beim mitgereisten Anhang unter den 324 Zuschauern währte jedoch nicht lange – denn als Jan Roschlaub Kifuta im Strafraum von den Beinen holte, zeigte Schiedsrichter Florian Böhm auf den Punkt, Almir Ziga verwandelte den Elfmeter sicher (57.). „Irgendwie kassieren wir immer so dumme Tore“, ärgerte sich Menga, der kurz nach diesem Rückstand für den ausgepumpten Kevin Coleman in die Partie kam. Von dort hätte er fast das 1:3 mit ansehen müssen – doch Mario Fredehorst köpfte an den Querbalken (76.). Und dann passte doch noch ein Seaton-Kopfball zum Rehdener Remis.

Dennoch sprach Vorbereiter Menga hinterher von „zwei verlorenen Punkten. Wir investieren viel, tun und machen. Aber wir sind auf einem Super-Weg.“ Golombek fand: „So einen Punkt muss man einfach auch mal mitnehmen – trotz unserer vergebenen Chancen. Es gibt eben immer einen Gegner, der einen Sieg verhindern will – und dieser Gegner hier kämpft verbissen ums Überleben.“

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