Primus Sulingen morgen bei Rehden II / Brinkmann ahnt: „Jetzt sind wir fällig“

„Memo“ und „Manu“: Zurück für einen Freitagabend

Manuel Meyer kehrt wie Mehmet Koc an seine alte Wirkungsstätte Rehden zurück. ·
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Manuel Meyer kehrt wie Mehmet Koc an seine alte Wirkungsstätte Rehden zurück. ·

Kreis-Diepholz - REHDEN · Wenn Mehmet Koc an den BSV Rehden denkt, bekommt der Stürmer von Fußball-Bezirksligist TuS Sulingen noch immer leuchtende Augen. „Zu Rehden habe ich eine enge Beziehung. Schließlich habe ich dort drei Jahre gespielt. Und im Großen und Ganzen hat alles gestimmt.“ Im Sommer war Koc mit Abwehrspieler Manuel Meyer vom Regionalliga-Aufsteiger zum TuS Sulingen gewechselt – morgen Abend (Anstoß 19.30 Uhr) kehren beide an ihre alte Wirkungsstätte zurück, wenn der BSV Rehden II zum Spitzenspiel den bislang ungeschlagenen Tabellenführer aus Sulingen empfängt.

Eine Partie, die für „Memo“ und „Manu“ eine ganz besondere ist, auch wenn ihr Trainer Walter Brinkmann sagt: „Beide sind im leistungsorientierten Fußball groß geworden. Sie nehmen sich immer viel vor und gehen ebenso professionell an dieses Spiel.“

Doch alte Liebe rostet nicht, wie Koc durchblicken lässt: „Ich verfolge weiter das Geschehen in Rehden. Und es freut mich, dass sich die Mannschaft in der Regionalliga etabliert hat. Respekt vor dem, was da aufgebaut worden ist.“ Auch die zweite Mannschaft hat er häufiger beobachtet, „und ich muss sagen: Hut ab vor Trainer Björn Wnuck, was er da in seinem ersten Jahr geleistet hat.“

Ähnlich beeindruckt ist Brinkmann – sogar so sehr, dass er morgen mit dem Ende der Super-Siegesserie von 13 TuS-Triumphen in 13 Saisonspielen rechnet: „Ich glaube, diesmal sind wir fällig. Das ist eine „Zweite“, wie man sie selten sieht: hoch motiviert mit einem engagierten Trainer, vielen starken Spielern – etwa die Innenverteidiger David Pundt und Tomasz Tomasik, die mir zuletzt sehr gut gefallen haben.“

Derart „geadelt“, wird Spielertrainer Wnuck fast rot: „Es macht uns stolz, wenn ein so erfahrener Trainer das sagt. Aber auch wir wissen um die enorme Qualität der Sulinger Mannschaft, die nicht nur aus ,Manu‘ und ,Memo‘ besteht, sondern noch viele weitere Klasse-Spieler zu bieten hat.“ Doch bei allem „hohen Respekt“ verspricht er: „Wir haben keine Angst, sondern freuen uns auf diese Herausforderung und werden Sulingen alles abverlangen.“ Dafür steht ihm fast der komplette Kader des jüngsten 5:0-Siegs über Diepholz zur Verfügung. Nur hinter Tomasik steht noch ein Fragezeichen. „Er hatte am Tag vor dem Diepholz-Spiel seine Antibiotika abgesetzt, aber jetzt liegt er wieder mit Grippe flach. Mal sehen, ob es reicht.“ Zudem muss Wnuck künftig ohne seinen Top-Torschützen Osei Yaw Kwarteng auskommen (siehe Bericht auf dieser Seite).

Brinkmann hingegen kann aus dem Vollen schöpfen. „Manu“ Meyer, der in der Schlussphase des 6:0-Derby-Siegs gegen den FC Sulingen am Samstag einen Tritt auf den Knöchel bekam, läuft ebenfalls wieder rund. Einen Abwehrturm wie Meyer kann er auch bestens brauchen – und er hat die Mannschaft sogar schon vom Grätsch-verbot befreit. Bisher legte Brinkmann Wert darauf, dass seine „Jungs“ die Siege spielerisch einfahren, aber nun verspricht er: „Wir werden weder den schönen Rehdener Platz noch die eventuell auflaufenden Regionalliga-Spieler schonen. In beiden Fällen wollen wir Spuren hinterlassen!“

Und so reist auch Koc morgen nicht zu einem Verbrüderungstreffen. „Ich erwarte, dass es für uns das bisher schwerste Spiel der ganzen Saison wird“, sagt er in Erwartung eines Spitzenfights gegen den starken Vierten. „Doch wir wollen unsere Serie ausbauen und das Spiel gewinnen. Von daher muss alles andere erstmal für 90 Minuten ruhen.“

Rehdens Betreuer Horst Vogler hatte Koc zuletzt scherzhaft aufgefordert, am Tag des Spiels doch seine Grippe zu nehmen. „Nee, nee“, schmunzelt der 15-fache Torschütze: „Ich werde fit sein. In Rehden habe ich meine besten Spiele gemacht. Und ich hoffe, dass es wieder so ist.“ · ck/flü

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