Aschoff-Patzer beim entscheidenden 1:2 gegen Neustadt / Barten: „Nicht alles schlechtreden“

Melchiorshausens teures „Murmeltor“

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Mit Licht und Schatten: Melchiorshausens Kapitän Sascha Otten (links) erzielte das 1:0, leitete durch einen Ballverlust dann aber unfreiwillig das 1:1 ein. ·

Melchiorshausen - Von Malte RehnertDer Weg vom Himmel in die Hölle ist für einen Fußballer manchmal ziemlich kurz. Nach dem Auftaktsieg in Geestemünde (1:0) wurde Florian Aschoff noch als Held gefeiert, am Samstag musste der Keeper des Brener Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen deutliche Kritik einstecken.

In der Partie gegen die BTS Neustadt hatte Aschoff beim Tor zum 1:2-Endstand (85.) ganz schlecht ausgesehen. Er ließ den eigentlich nicht so gefährlichen und fast von der Torauslinie abgefeuerten Ball von Timur Yurtgüven über seine Handschuhe ins Netz schlüpfen – und Trainer Mike Barten gab sich hinterher erst gar keine Mühe, die Situation zu beschönigen: „Den darf er nie und nimmer in die kurze Ecke reinlassen. Letzte Woche hat er uns noch gerettet, jetzt kassiert er so ein Murmeltor.“

Die Melchiorshauser verloren dadurch ein Spiel, das sie eindeutig nicht hätten verlieren müssen. Denn in der ersten Halbzeit waren die Gastgeber das bessere, wenn auch nicht überzeugende Team gewesen. Weil der neu verlegte Rollrasen auf dem Hauptplatz noch nicht vollständig angewachsen ist, fand die Partie auf dem Trainingsfeld nebenan statt. Und dort war der TSV zunächst spielbestimmend, stand hinten sattelfest und hatte vorne durch Jan De Boer (7.) und Felix Cohrs (21.) zwei ordentliche Chancen. Die Führung resultierte allerdings aus einem Geschenk der Gäste. Kapitän Marco Rehling fabrizierte im eigenen Sechzehner einen Hacken-Rückpass zu Keeper Sebastian Tönjes, der den Ball mit der Hand aufnahm. Freistoß für Melchiorshausen, fünf Meter vor dem Tor, halblinke Position. Oliver Riekers tippte kurz an, Sascha Otten knallte die Kugel sehenswert in den Winkel (39.). Auf der anderen Seite verhinderte Aschoff mit starker Fußabwehr gegen Yurtgüven den Ausgleich (43.). Mehr Chancen hatte Neustadt nicht – und Barten urteilte: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt.“

Nach dem Seitenwechsel jedoch ging plötzlich fast gar nichts mehr. Otten verstolperte übel, aber Nico Strauss schlug kein Kapital daraus (46.). Ein Warnschuss, der offenbar zu leise war. „Wir kamen nicht mehr rein, waren nicht mehr griffig genug“, monierte Barten. Trotzdem hätte De Boer fast das 2:0 gemacht, scheiterte jedoch per Außenrist an Tönjes (67.). Ein weiterer Ballverlust von Otten leitete dann den Ausgleich ein. Yurtgüven traf mit einem Flachschuss (78.). „Das 1:1 hat uns einen Knick gegeben, wir haben uns versteckt und waren nicht mehr mutig“, monierte Barten. Erneut Yurtgüven belohnte Neustadts finale Drangphase mit dem verdienten 2:1.

Barten wollte hinterher aber „am zweiten Spieltag nicht alles schlechtreden“ und gab sich kämpferisch: „Wir müssen jetzt wieder aufstehen.“

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