Melchiorshausens Coach gesteht Fehler ein und will jetzt mit Punkten für Ruhe sorgen

Knall mit reinigender Wirkung?

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Jens Ruscher

Melchiorshausen - Nach dem großen Knall folgt für Melchiorshausen wieder der Bremer Landesliga-Alltag. Auch wenn es TSV-Trainer Reiner Klausmann nicht verhehlen kann, dass die Unruhe der letzten Tage, Kapitän Sascha Otten hatte den Coach verbal angegriffen und war daraufhin aus dem Verein geschmissen worden, Spuren hinterlassen hat.

Matthias Kastens 

„Ich bin immer noch schwer enttäuscht davon, was Sascha Otten abgezogen hat“, sagt der 44-Jährige, will nun aber nach vorne schauen: „Es ist selbstverständlich, dass wir jetzt auch positive Ergebnisse brauchen, um etwas Ruhe zu bekommen.“ Die erste Chance bietet sich bereits morgen (15 Uhr) bei der DJK Germania Blumenthal. „Sich jetzt hinzustellen und zu sagen, ab Samstag wird alles besser, wäre doch nichts anderes als eine Parole“, meint Klausmann zwar, betont aber auch, dass er an den Turnaround nach zuletzt vier Niederlagen in Serie glaubt: „Wenn jeder das abruft, was er imstande ist zu leisten, können wir in Blumenthal punkten.“

Vielleicht hat der interne Zwist sogar etwas Gutes: „Alle haben betont, dass sie hinter mir stehen, und ich stehe hinter ihnen“, sagt der TSV-Coach, der auch seine eigenen Lehren gezogen hat. „Ich bin ja nicht vollkommen, jeder hat seine Schwächen. Vielleicht muss ich mich in der Art der Kritik etwas zurücknehmen – mich nicht ganz so drastisch am Platz äußern.“ Denn eins habe sich in den vergangenen Wochen gezeigt: „Manche können mit Kritik umgehen. Aber bei anderen verspringen die Bälle danach sogar häufiger.“ Auch deshalb dürfte künftig ein anderer Ton in Melchiorshausen herrschen.

Ob der Knatsch wirklich eine reinigende Wirkung hat, wird sich vielleicht schon gegen Blumenthal zeigen. „Es ist eine ziemlich junge Truppe, die besonders kämpferisch und läuferisch überzeugt“, sagt Klausmann über den Tabellenneunten, doch der 44-Jährige glaubt an den Aufschwung. „Ich habe schon das Ziel, bis zur Winterpause noch den einen oder anderen Platz nach oben zu klettern. Denn das Spielermaterial dazu haben wir auf jeden Fall.“ Wer die Kapitänsbinde nach Ottens Demission bekommt, hat Klausmann noch nicht vollends entschieden: „Entweder Matthias Kastens oder Jens Ruscher – einer der beiden wird die Verantwortung übernehmen müssen.“

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