Bremen-Ligist schlägt Schwachhausen mit 2:1

Melchiorshausen verhindert Fehlstart

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Yannick Chwolka (Mitte) erzielte bereits in der zehnten Minute den Melchiorshauser Siegtreffer. 

Melchiorshausen- Von Gerd Töbelmann. „Lauft doch jetzt endlich mit dem Ball zuur Eckfahne und nehmt Zeit von der Uhr“, brüllte Wilco Freund ins Spielfeld. Die letzten Minuten samt achtminütiger Nachspielt kamen dem Coach des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen wie eine Ewigkeit vor. Dann war es aber geschafft: Der Aufsteiger setzte sich auf eigenem Platz mit 2:1 (2:1) gegen den TuS Scvhwachhausen durch und vermied damit nach den beiden Auftaktniederlagen den kompletten Fehlstart.

„Aufgrund unserer Leistung in der ersten Halbzeit und auch wegen der größeren Anzahl von Torchancen haben wir uns den Sieg verdient“, pustete Freund nach dem Abpfiff erst einmal durch.

Im Gegensatz zu den vergangenen Partien setzte der Blau-Weiß-Coach in der Innenverteidigung auf Erfahrung und stellte Matthias Kastens und Dennis Dörgeloh ins Zentrum. Youngster Lucas Görgens verteidigte dafür auf der rechten Seite der Viererkette. „Das hat er früher auch schon gemacht“, erklärte Freund.

In den ersten Minuten war der Begriff „Abtasten“ ein Fremdwort. Beide Teams spielten mit offenem Visier nach vorn. Und die Gastgeber wurden als erstes Team belohnt. In der vierten Minute tankte sich Lucas Chwolka über links bis zur Grundlinie durch, flankte in die Mitte auf den mitgelaufenen Torjäger Lars Behrens, der dann aus fünf Metern per Kopfball das 1:0 erzielte.

Aber Schwachhausen schüttelte das zunächst sehr schnell ab. Nur drei Minuten später fiel der Ausgleich. Affamefuna Ifeadigo durfte von rechts ungehindert in die Mitte ziehen, zog aus 17 Metern ab und überwand TSV-Keeper Jens Ruscher per Flachschuss ins linke Eck zum 1:1. Freund raufte sich die Haare: „Keine Ahnung, warum der Torschütze nicht schon vorher gestellt wurde.“

Wie zuvor Schwachhausen erholte sich aber auch Melchiorshausen zügig von diesem Gegentreffer. In der zehnten Minute zeigte Behrens vollen Einsatz, brachte die Kugel mit seinem schwächeren rechten Fuß in die Mitte, wo Yannick Chwolka das Spielgerät per Vollspann aus acht Metern zum 2:1 ins Netz hämmerte. Ein Torfestival schien sich anzubahnen. Aber der Schein trog. Die Gastgeber hätten durch Behrens (21.) und Dörgeloh (39.) nachlegen können, doch beide zielten zu hoch. Auf der anderen Seite klärte Kastens in höchster Not (40.).

Behrens lässt beste Chancen ungenutzt

Nach dem Wechsel hätte Behrens eigentlich für klare Verhältnisse sorgen müssen, doch in der 49., 67. und auch 81. Minute blieb der Goalgetter an Schwachhausens Keeper Benjamin Schimmel hängen. Ruscher indes musste nur einmal bei einer Eins-zu-Eins-Situation gegen Marco Brockmann klären (47.).

Nach und nach wurde das Spiel unter der schlechten Leitung von Schiri Karsten Meyer (Sebaldsbrück) immer zerfahrener. Die Bremer Gäste, eigentlich ein Kandidat für die Top Five in der Liga, ließen sich davon anstecken, bekamen keine Linie in ihr Offensivspiel und rannten immer wieder ins Abseits.

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