Melchiorshausen „vergeigt“ Heimspiel gegen SFL Bremerhaven mit 1:2

Auch Blasmusik hilft nicht

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Yannick Chwolka (rechts) zeigte beim Melchiorshauser 1:2 einmal mehr viel Einsatzwillen.

Melchiorsh. - Von Gerd Töbelmann. Das Ambiente war nicht schlecht. In der Halbzeitpause spielte die Blaskapelle des TSV Melchiorshausen gekonnt auf und sorgte für Kurzweil. Später kam noch der Bürgermeister, um den renovierten Kabinentrakt zu übergeben. Und das zu Saisonbeginn traditionelle Spanferkelessen gab es auch noch. Doch auf dem Platz war nicht so viel geboten, unterlagen die Blau-Weißen am Sonnabend in der Fußball-Landesliga SFL Bremerhaven mit 1:2 (1:1).

„Das ist bitter. Ich denke, wir hätten zumindest ein Unentschieden verdient gehabt“, meinte Melchiorshausens Trainer Wilco Freund nach der Partie. Durch die dritte Niederlage im vierten Spiel müssen die Blau-Weißen in den kommenden Wochen einige Klimmzüge machen, um in der Tabelle zu klettern.

Gegen die Bremerhavener sah es nach einer Viertelstunde recht vielversprechend aus. Schiri Tijan Njie (Union 60) wollte bei Toni Hennen ein Handspiel im Strafraum erkannt haben und zeigte auf den Punkt. Dort fühlt sich Lars Behrens bekanntermaßen ziemlich wohl und ließ seinem Dreierpack aus der Vorwoche in Sebaldsbrück nun einen weiteren Treffer zur 1:0-Führung (15.) folgen.

Sicherheit gab dieser Vorsprung jedoch nicht. Es entwickelte sich ein ziemliches „Gewürge“ auf dem Platz, was nach Foulspielen immer wieder unterbrochen wurde. „Das war heute ein ganz schlechtes Fußballspiel – aber von beiden Seiten“, erklärte Freund später. Die Gastgeber hätten es aber nach 45 Minuten vorentscheiden können. Felix Cohrs scheiterte am Keeper (20.), Lucas Chwolkas Kopfball war zu schwach und zu zentral (35.), und auch Behrens zielte in der 37. Minute knapp vorbei. SFL hingegen hob sich das Beste des ersten Abschnitts für die 45. Minute auf, denn da gelang Mario Gagelmann per Kopfball der zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Ausgleich zum 1:1.

Nach der Pause wurde es nicht viel besser. SFL-Coach Marcus Klame schrie zwar aufs Feld, dass sich seine Leute nicht von dem „Gehacke“ anstecken lassen sollen, aber so richtig Gehör fand er damit nicht.

Dennoch reichte es in der 65. Minute zur 2:1-Führung der Seestädter. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite machte sich Melchiorshausens Innenverteidiger Lucas Görgens in der Mitte zu breit, so dass ihm die Kugel an den Arm sprang – Elfmeter. Routinier Gagelmann (31) ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher.

Ein Rückstand 25 Minuten vor dem Ende muss ja nicht unbedingt in einer Niederlage münden. Bei Melchiorshausen jedoch war das letzte gezielte Aufbäumen nicht zu sehen. Immer wieder brüllte Freund aufs Feld und forderte unter anderem den nach dem Wechsel gekommenen Julio Martin-Hinze auf, sich doch endlich auf den Weg in die Spitze zu machen. „Hallo, Julio. Wir liegen zurück...“, lautete Freunds Ansage. Die jedoch auf ziemlich taube Ohren fiel, denn unter anderem sah sich der Stürmer genötigt, einen Freistoß aus der eigenen Hälfte in den SFL-Strafraum zu treten. Dabei hätte das nun wirklich ein anderer machen müssen. Aber auch die anderen Offensivspieler der Gastgeber brannten nicht unbedingt ein Offensiv-Feuerwerk ab. Ob da das Spanferkel noch geschmeckt hat, ist nicht überliefert.

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