Melchiorshausen schrammt beim 1:2 gegen Bremer SV knapp am Coup vorbei

Voller Einsatz, leere Hände

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Auch Tim Cohrs (re.) bot dem Bremer SV gestern Abend einen packenden Pokalfight.

Melchiorshausen - Von Arne Flügge. Pure Leidenschaft, Einsatz, Spannung und Dramatik – aber am Ende kein Happy End für den TSV Melchiorshausen: Nach einem packenden Fight unterlag der Bremer Fußball-Landesligist gestern Abend in der zweiten Landespokalrunde gegen den haushohen Favoriten und Titelverteidiger Bremer SV aus der Bremen-Liga denkbar knapp mit 1:2 (0:0).

„Natürlich sind wir auch ein bisschen enttäuscht, dass es schlussendlich nicht gereicht hat, doch am Ende überwiegt doch der Stolz, gegen so eine starke Mannschaft diese Leistung abgerufen zu haben“, sagte TSV-Kapitän Matthias Kastens. Auch Melchiorshausen Trainer Wilco Freund war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Wir haben uns teuer verkauft, waren sehr diszipliniert und haben gut gegen den Ball gearbeitet.“

Der Bremer SV war von Beginn an die tonangebende Mannschaft. „Natürlich können wir gegen die nicht mitspielen, aber wir haben kämpferisch alles dagegengehalten“, sagte Freund. Chancen des Gegners ließen sich allerdings nicht vermeiden. So parierte TSV-Keeper Jens Ruscher einen Schuss von Christian Schwarz (17.), erneut Schwarz zielte knapp am Tor vorbei (20.), Ruscher wehrte einen Freistoß von Simon Cakir ab (24.), ehe der TSV-Torhüter gemeinsam mit Dennis Dörgeloh eine scharfe Hereingabe von Cakir klärte. Melchiorshausen hatte dagegen keine nennenswerte Möglichkeit, doch das 0:0 zur Pause war aller Ehren wert.

Gleich nach dem Wechsel dann der Schock für die Gastgeber: Bremens Sebastian Kurkiewicz überlief Verteidiger Lucas Görgens, zog von halblinks nach innen und markierte mit einem Rechtsschuss flach unten ins linke Eck die Führung der Gäste (49.). „Das frühe Tor nach der Pause war natürlich bitter, aber wir haben uns nicht aufgegeben“, freute sich Freund.

So hielt der Gastgeber weiter dagegen, die Bemühungen des Titelverteidigers, ein schnelles 2:0 nachzulegen, waren vergebens. „Die Mannschaft hat das richtig gut gemacht. Wir haben in der zweiten Halbzeit auch kaum noch hinten etwas zugelassen“, sagte Freund.

Melchiorshausen war auf der anderen Seite fast nur über Standards gefährlich. Und einer davon führte in der 69. Minute zu einem Strafstoß: Nach einem langen Freistoß auf Dennis Dörgeloh holte Bremens Keeper Christian Ceglarek den Melchiorshauser von den Beinen. Kapitän Kastens übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1.

Jetzt wurde es vor rund 200 Zuschauern richtig hektisch und dramatisch. Melchiorshausen witterte seine Chance, der Bremer SV wurde schon ein wenig nervös. Schiedsrichter Michael Djoric trug überdies mit einigen fragwürdigen Entscheidung zur Hektik bei. „Mit dem, was er da gepfiffen hat, kann ich einfach nicht einverstanden sein“, knurrte Bremens Trainer Klaus Gelsdorf.

In der 77. Minute leistete sich die TSV-Defensive dann einen Aussetzer, den der Bremer SV durch Cakir mit dem Tor zum 2:1 bestrafte. „Das ärgert mich, ein blödes Ding. Da waren wir schon beim Abspiel auf der linken Seite nicht aufmerksam genug“, meinte Freund.

Dennoch steckte sein Team auch diesen Rückschlag weg, holte in den Schlussminuten noch mal alles aus sich raus. Die Hektik nahm zu, BSV-Akteur Michael Haskamp sah noch wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte. Doch alle Bemühungen des TSV Melchiorshausen, vielleicht doch noch das Elfmeterschießen zu erzwingen, waren vergebens.

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