Melchiorshausen morgen im Pokal-Achtelfinale krasser Außenseiter gegen Brinkum

Böttcher: „Eigentlich haben wir keine Chance...“

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Gegen seinen Ex-Verein möchte Brinkums neuer Stürmer Saimir Dikollari (re.) bestimmt nicht leer ausgehen.

Melchiorsh./Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Die Papierform ist eindeutig: Im Achtelfinale des Bremer Fußball-Landespokals ist Landesligist TSV Melchiorshausen morgen ab 18.30 Uhr trotz seines Heimrechts klarer Außenseiter gegen den Bremen-Ligisten Brinkumer SV. Der BSV will gar versuchen, in dieser Saison den Pott an den Brunnenweg zu holen, um im DFB-Pokal startberechtigt zu sein.

„Eines ist doch klar: Es ist in vermutlich keinem anderen Landesverband so einfach, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren, wie in Bremen. Der Bremer SV hat das geschafft und sich am Samstag beim 0:1 toll gegen Eintracht Braunschweig verkauft. Ein solches Spiel wollen wir auch mal mit Brinkum bestreiten. Zudem darf man die finanziell lukrative Seite einer solchen Partie natürlich nicht außer Acht lassen“, erklärt Dennis Offermann. Brinkums Coach weiß aber auch, „dass wir das in Melchiorshausen nicht mal eben so erledigen. Ohne die passende Einstellung klappt das nicht.“

Die legt Saimir Dikollari eigentlich immer an den Tag. Der 30-jährige Stürmer-Neuzugang erzielte zuletzt im Punktspiel gegen den VfL 07 Bremen sein erstes Pflichtspieltor für Brinkum und freut sich ganz besonders auf das Match. Kein Wunder, denn der gebürtige Albaner spielte dreieinhalb Jahre für die Blau-Weißen, ehe es ihn über Twistringen und Uphusen nach Brinkum zog. „Das ist schon so etwas wie eine kleine Heimkehr für mich. Ich freue mich wirklich sehr auf das Spiel, weil ich auch viele der Melchiorshauser Spieler gut kenne. Das wird bestimmt ein großes Hallo geben – gerade in Melchiorshausen. Dass ich auch in diesem Spiel gern treffen möchte, ist doch klar“, erklärte der Torjäger gestern.

Brinkum muss allerdings morgen auf Kapitän Jannik Bender (Urlaub), den gesperrten Offensivmann Ugur Saatci sowie Linksverteidiger Dimitri Khoroshun (beruflich verhindert) verzichten. Der BSV-Kader ist aber so gut bestückt, dass das locker auszugleichen ist.

Ganz andere Wünsche hegen die Gastgeber vor diesem Pokal-Derby. Spartenleiter Heiner Böttcher hisst schon mal vorsichtig die weiße Fahne: „Eigentlich haben wir keine Chance... Aber die Jungs wissen, worum es geht. Und vielleicht schaffen wir ja die Sensation. Auf alle Fälle ist es für uns ein echter Härtetest vor dem Saisonstart am Samstag in Woltmershausen. Brinkum ist auch deshalb der klare Favorit, weil sie schon mitten im Punktspielbetrieb stehen – wir aber bislang nur zwei Pokalspiele hatten.“

In denen tat sich unter Offermanns Augen aber einer besonders hervor. Romario Klausmann, Sohn des morgen im Urlaub weilenden Trainers Reiner Klausmann, zog in Runde zwei gegen Neustadt groß auf und langte beim 3:2 dreimal zu. „Gut, dass Romario nicht mit Daddy in die Türkei geflogen ist“, schmunzelt Böttcher. Bis auf den noch angeschlagenen Felix Cohrs haben die Melchiorshauser alle Mann an Bord.

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