Melchiorshausen 3:1 gegen Lemwerder / Zwei Mal Behrens / Elfmetergeschenk

Freund: „Wir sind voll im Soll“

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Melchiorshausens Goalgetter Lars Behrens (li.) wurde oft hart bedrängt, langte beim 3:1 gegen Lemwerder aber dennoch doppelt zu.

Melchiorsh. - Von Gerd Töbelmann. Mit den zweiten 45 Minuten war Wilco Freund zwar ob der schwindenden Souveränität nicht zufrieden, zog nach dem verdienten 3:1 (2:1) des Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen im Heimspiel gegen den SV Lemwerder aber dennoch ein positives Fazit nach dem letzten Spiel des Jahres. „Wir haben fast zwei Punkte pro Partie geholt und sind voll im Soll. An erster Stelle steht momentan noch die Entwicklung dieses jungen Teams“, meinte der TSV-Trainer.

Dass sich die Blau-Weißen mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden konnten, war zunächst nicht zu erkennen. Schon in der dritten Minute wischte Michael Wronski das Leder mit dem Kopf nach einem Freistoß zum 1:0 der Gäste ins Netz. Melchiorshausen war aber nicht geschockt, hätte durch Lars Behrens (7.), Lucas Görgens (19.) und erneut Behrens (20.) ausgleichen können – doch da fehlte noch das Glück.

Dieses Glück hatten die Gastgeber in der 23. Minute. Nach Mini-Kontakt mit Sven Kuhlmann ging Tim Cohrs zu Boden – und plötzlich nahm Schiri Daniel Grube (TS Woltmershausen) die Pfeife in den Mund und gab tatsächlich Elfmeter. Auf der Lemwerder-Bank waren sie komplett fassungslos. Und wohl auch Cohrs hätte den Strafstoß nicht unbedingt gegeben und erklärte mit einem Schmunzeln im Gesicht: „Das muss eben der Schiedsrichter beurteilen...“ Kapitän Matthias Kastens blieb anschließend ganz cool und verwandelte vom Punkt zum 1:1.

An der Führung gab es dann nichts zu deuteln. Nach feinem Pass von Cohrs nahm Behrens den Ball an, umkurvte Keeper Andrzej Miliszewski und schob locker zum 2:1 (36.) ein, was längst verdient war, weil Melchiorshausen ganz klar den feineren Ball (gerade von hinten heraus) spielte.

Ruschers Ahnung

bestätigt sich nicht

Nach der Pause jedoch ging dieser Fluss zu großen Teilen verloren, was Freund, wie bereits erwähnt, bemängelte. In der 56. Minute gab es die ausgleichende Gerechtigkeit (oder Ungerechtigkeit) in Sachen Elfer. Dennis Dörgeloh wurde von Miliszewski im Strafraum klar von den Beinen geholt, doch diesmal reagierte Schiedsrichter Grube nicht.

Die Gäste indes wurden nun mutiger, während sich das Freund-Team viel zu weit in die eigene Hälfte drängen ließ. „Ein trügerischer Vorsprung. Ein krummes Ding, und wir sind den Sieg los“, meinte Melchiorshausens Keeper Jens Ruscher, der diesmal Sascha Kleemann den Vortritt lassen musste.

Aber die Blau-Weißen haben ja einen Lars Behrens. Nach tollem Pass von Dörgeloh bewies „Latte“ auch mit seinen 37 Lenzen echte Sprinterqualitäten, schüttelte seinen Gegenspieler ab und hatte in der 84. Minute noch Luft und Konzentration, um mit seinem 16. Saisontor die 3:1-Entscheidung zu markieren.

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