Landesligist schlägt Weyhe völlig verdient mit 4:1 / „Nicht gedacht, dass es so klar wird“

Melchiorshausen dominiert das Derby

Brachte Melchiorshausen mit 1:0 in Führung: Kevin Nienstermann (li.), der hier von Dominik Resow beglückwünscht wird.
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Brachte Melchiorshausen mit 1:0 in Führung: Kevin Nienstermann (li.), der hier von Dominik Resow beglückwünscht wird.

Melchiorshausen – Vielleicht ist es nur ein Ritual: Vor dem Match des TSV Melchiorshausen in der Fußball-Landesliga Bremen gegen den Gemeinde-Rivalen SC Weyhe meinte Melchiorshausens Kapitän Nils Kaiser in seiner Ansprache: „Jungs, nur wir holen hier die drei Punkte, weil wir das bessere Team sind.“ So oder so ähnlich läuft das vor jedem Spiel ab. Am Samstag hatte Kaiser aber sowas von recht, denn sein Team setzte sich vor 150 Zuschauern im Derby mit 4:1 (2:1) durch. „Tja, manchmal stimmen die Ansagen eben“, schmunzelte der 27-Jährige später.

Das Match wurde über weite Strecken nur von den Gastgebern rassig geführt. „Unsere Einstellung war top. Das wollte ich aber auch sehen, nachdem wir in der vergangenen Woche beim 0:8 richtig auf die Fresse gekriegt haben“, meinte TSV-Trainer Lars Behrens. Eben jene Einstellung ließ Weyhe über weite Strecken vermissen. Da wollte auch Trainer Dennis Lingnau nichts beschönigen: „Wir waren viel zu nett und nicht giftig genug. Das war zu wenig. Wir haben verdient verloren und müssen künftig die krassen Fehler abstellen.“

Dabei hätten die Gäste in Führung gehen können, doch Dennis Rohmeyer scheiterte in der elften Minute an Blau-Weiß-Keeper Jens Ruscher. Auf der anderen Seite klingelte es dann: Nach Vorarbeit des starken Lucas Heinemann erzielte Kevin Nienstermann Team das 1:0.

Weyhe war aber noch nicht weg vom Fenster. Sechs Minuten später trat Regisseur Jesse Wieczorek an, schaute kurz hoch und setzte das Spielgerät aus 15 Metern zum 1:1 ins Netz. „Da hätten wir dran bleiben und nachlegen müssen“, meinte Lingnau. Das Gegenteil war der Fall: In der 33. Minute konnte Weyhes Torwart Finn Luca Wiechmann einen Schuss von Kevin Nienstermann nicht festhalten, Heinemann war zur Stelle und staubte zum 2:1 ab.

„Mir klar, dass in diesem Spiel Tore fallen würden. Ich hätte aber nicht gedacht, dass wir so klar gewinnen“, erklärte Behrens. Dazu trug auch Abwehrchef Marvin Nienstermann bei. In der 42. Minute flog sein Kopfball noch über den Balken, doch in der 58. Minute hatte er sein Visier genauer eingestellt. Nach Ecke von Abdessamad Sabbar schraubte sich der 25-Jährige hoch und köpfte zur 3:1-Vorentscheidung ein. Fast wäre ihm noch ein Doppelpack gelungen, doch mit einer Glanztat parierte Wiechmann einen weiteren Kopfball (74.).

Zufrieden mit dem Match war Nienstermann dennoch: „Das ist heute super gelaufen. Viele Leute da, Weyhe geschlagen und selbst noch ein Tor gemacht. Wir hatten Weyhe gerade in der zweiten Halbzeit völlig im Griff.“ Und Oldie Jan Schmötzer (40), der erst kurz vor dem Anpfiff grünes Licht gab, fügte noch hinzu: „Alles in allem ein verdienter Sieg und eine gute Reaktion nach dem 0:8-Debakel aus der Vorwoche.“

Für den Schlusspunkt sorgte dann Heinemann in der 85. Minute mit seinem gefühlvollen Linksschuss zum 4:1-Endstand. Hinterher standen Spieler beider Teams zusammen, um ihre Sicht der Dinge auszutauschen. Da mischte dann auch Weyhes verletzter Enrico Nienstermann mit, der seinen Brüdern nur zu gern im Spiel begegnet wäre.

Von Gerd Töbelmann

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