Startnummer 17

Melanie Gremberg (Reiten)

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Zwei, die sich verstehen: Melanie Grimberg und ihre Stute Reana haben viele Prüfungen bis zur Klasse S gemeinsam bestritten und auch gewonnen.

Ströhen - Mit einem Hattrick brillierte in dieser Saison Melanie Grimberg. Die Pferdesportlerin vom RFV Ströhen gewann zum dritten Mal in Folge Gold bei den Kreismeisterschaften in der Kategorie „Springen Reiter.“ Allerdings hatte sie vor der Titelverteidigung einen Moment zittern müssen.

Im finalen M*-Springen war schon im Normalparcours eine Stange gefallen. Damit verpasste sie auf ihrer Stute Carla den Einzug ins Stechen. Der Konkurrenz ging es jedoch nicht besser. Genau das macht für die 30-Jährige aber den Reiz an ihrem Sport aus. „Ich liebe Action auf dem Springplatz“, sagt die Ströherin und freut sich, mit den Stuten Carla und Reana zwei verlässliche Vierbeiner an ihrer Seite zu haben. 

2017 war für die regional und überregional bis zur schweren Klasse erfolgreiche Amazone eine besondere Saison. „Es war ein sehr emotionales Jahr“, erklärt Melanie Grimberg: „Erst das Triple bei der Kreismeisterschaft. Dann bin ich mit Reana zum dritten Mal in Folge bei der Landesmeisterschaft ins Finale gekommen. Und beim Sommerturnier in Maasen wurde Reana offiziell aus dem Sport verabschiedet.“ Viele Prüfungen bis zur Klasse S haben die beiden gemeinsam bestritten und gewonnen. 

Pferdesport zum Hauptberuf gemacht

Als Sechsjährige hat Grimberg die Stute gekauft. Über Springpferdeprüfungen haben sie sich hochgearbeitet. „Dort werden die Frauen schon weniger“, beobachtet die Reiterin. Nach der Sportstatistik der Deutschen Reiterlichen Vereinigung sind in der Einstiegsleistungsklasse (LK) 6 im Springen 95 Prozent der Jahresturnierlizenzinhaber weiblich. In der LK 3 ist die Zahl der Frauen und Männer fast ausgeglichen. 

Noch höher kehrt sich das Verhältnis um. „Die Frauen, die in den hohen Springprüfungen starten, haben Biss. Sie haben viel gekämpft für das, was sie erreicht haben.“ Ihre Stute Reana möchte die gelernte Arzthelferin, die inzwischen den Pferdesport zum Hauptberuf gemacht hat, nun in der Zucht einsetzen. Sie hofft, dass das Pferd seine guten Eigenschaften an die Nachkommen weitergibt. „Reana hat einen unglaublichen Kampfgeist, sie ist immer auf meiner Seite und will immer alles richtig machen.“ Ähnlich im Charakter ist auch ihr zweites Pferd. „Carla habe ich im vergangenen Jahr bekommen, mit ihr bin ich auch schon in der Klasse S platziert.“ 

Im Vollblutarabergestüt aufgewachsen

Dass Grimberg auf dem Pferderücken sitzt, war eigentlich vorgezeichnet. „Ich hatte als Kind tagtäglich 350 Pferde um mich herum.“ Aufgewachsen ist sie bedingt durch den Arbeitsplatz ihrer Eltern im Tierpark und Vollblutarabergestüt Ismer in Ströhen. „Ohne es jemand zu sagen, habe ich das Vereinspony aus dem Stall geholt und bin damit losgezottelt.“ Mit Zustimmung des Besitzers durfte sie das Pony weiterreiten. 

Von Seniorchef Holger Ismer hat sie danach einen dreijährigen Vollblutaraber bekommen. „Ich habe ihn selbst ausgebildet und auf Turnieren geritten“, sagt Grimberg. Junge Pferde bildet sie auch in ihrem Berufsalltag aus. Aktuell hat aber gerade anderes Priorität. Im Januar kommt ihr Kind zur Welt. „Ich möchte aber relativ schnell wieder in den Sattel“, erklärt Grimberg. „2018 bin ich wieder da“, verspricht die Ströherin. 

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