Nach Aufstieg feiert Fischers Team mit 4:0 über St. Hülfe-Heede auch den Titel

Meisterliche Heiligenfelder

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Während der Spielerpulk um Kapitän Christian Gerlach herumtanzte, betrachtete SVH-Trainer Frank Fischer den Meisterjubel als stiller Genießer. ·

Heiligenfelde - Von Cord KrügerFrank Fischer wirkte gelöst wie selten zuvor. Der Trainer des SV Heiligenfelde stand mit seinem ausgewechselten Keeper und Kapitän Christian Gerlach sowie dem ebenfalls vorzeitig aus der Partie genommenen Torjäger Gerrit Bolte an der Seitenlinie, leierte eine La-Ola-Welle an und wartete auf den Schlusspfiff. Dann, nach dem 4:0 (1:0)-Triumph über den TuS St. Hülfe-Heede, durfte er sich endlich „Meistertrainer“ nennen. Der seit einer Woche feststehende Aufstieg hin oder her: „Mir war wichtig, dass wir jetzt auch den Titel holen“, gestand Fischer, „selbst wenn ich das der Mannschaft vorher nicht so richtig gesagt habe.“

Denn das Gefühl, Mannschaften in die Bezirksliga zu führen, kennt Fischer schon aus seinen Zeiten mit dem TSV Bassum und dem SV Bruchhausen-Vilsen. Der Gewinn der Kreismeisterschaft stand bisher noch nicht in Fischers Referenzen – doch gestern deutete früh einiges darauf hin, dass es klappt. Denn St. Hülfe hat ebenso schon bessere Zeiten gesehen wie der bescheidene Blumenstrauß, den Spielausschuss-Vorsitzender Michael Steen dem SVH nach dem Abpfiff zum Titel überreichte: Mit nur einem Ersatzspieler waren die Gäste angereist – und mal wieder ohne Stammkeeper Torben Mutke. Für ihn musste Mittelfeldmann Tobias Kolterjahn ins Tor.

Trotzdem stand's zur Pause „nur“ 1:0, weil außer Bolte – in Minute 31 – niemand traf. Nach dem Wechsel hingegen wollten die Platzherren nichts dem Zufall überlassen: Zunächst scheiterte der starke Jannick Hoffmann zweimal knapp (46./47.), dann rauschte ein Schuss von Björn Isensee haarscharf vorbei (51.). Beinahe hätte sich das gerächt, doch St. Hülfes Spielertrainer Romulus-Ovidiu Muresan-Kis hatte mit einem Lattenkracher Pech (59.).

Umso erlösender wirkte Boltes 31. Saisontreffer nach schönem Querpass von Hoffmann (64.). Nur Jörg Wierzoch auf der Terrasse vor dem Clubheim wurde unruhig, weil seine zwölf Jahre alte vereinsinterne Bestmarke wackelte. So ließ ihn Bolte noch zappeln, als er das 3:0 lediglich vorbereite – per Ecke für Florian Jamer, die der 28-Jährige mit einem wuchtigen Kopfball in die Maschen beförderte (66.). 16 Minuten vor Schluss zog der Kreisliga-Torschützenkönig allerdings mit Wierzoch gleich, als er dank Vorlage von Richard Tischer zum 4:0 traf. Dabei blieb's, obwohl St. Hülfe zu diesem Zeitpunkt faktisch nur noch zu zehnt auf dem Feld stand. Denn Verteidiger Roman Lich hielt sich mehrfach den linken Oberschenkel, biss zwar weiter, seine Zerrung dürfte am Ende jedoch in einen Muskelfaserriss ausgeartet sein. Kolterjahn parierte noch stark gegen Jannis Könenkamp (77.), Hoffmann hätte erhöhen können, schoss aber zweimal knapp daneben (83./85). „Damit hätte er seine Super-Leistung gekrönt“, trauerte Fischer mit dem Offensivmann. Und er betrachtete die starke Leistung von Innenverteidiger Nils Honscha mit gemischten Gefühlen: „Er ist der Einzige im Team, der nicht mehr wie bisher zur Verfügung steht, weil er kürzertreten will. Ich muss ihn einfach noch umstimmen.“ Vielleicht helfen da ja meisterhafte Argumente.

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