ZOLLSTOCK-GESPRÄCH Berthold Buchwald über Kochkünste, fehlende Wettkämpfe – und Teneriffa

„ Meiner Frau schmeckt es sogar . . .“

Teilweise auf Sand gebaut: Berthold Buchwald (re.) verriet Sportredakteur Gerd Töbelmann im Zollstock-Interview, dass viele Wettkämpfe nicht stattfinden können. 
Foto: lc hansa stuhr
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Teilweise auf Sand gebaut: Berthold Buchwald (re.) verriet Sportredakteur Gerd Töbelmann im Zollstock-Interview, dass viele Wettkämpfe nicht stattfinden können. Foto: lc hansa stuhr

Stuhr – Beim Blick auf den Sportplatz des LC Hansa Stuhr an einem Montagnachmittag scheint alles wie immer: 25 bis 30 Kids tummeln sich da, machen Aufwärmübungen. Aber es ist eben doch nicht alles so, wie es die Leichtathleten gern hätten. Mai und Juni – das sind eigentlich die Monate, wo es im Freien wettkampfmäßig so richtig zur Sache geht. Sportfeste und Meisterschaften waren eigentlich reichlich im Kalender. Corona hat den Athleten aber einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Das spürt natürlich auch Berthold Buchwald, der zuletzt einen Trainings-Wettkampf organisierte, um seinen Athleten mal wieder etwas Feeling für den Wettkampf zu vermitteln. Der 77-Jährige ist als Spartenleiter und Trainer des LC Hansa ein Urgestein in der Leichtathletik des Kreises Diepholz. Wir trafen uns mit ihm auf der Sportanlage an der Pillauer Straße in Moordeich zum Zollstock-Interview.

Dabei verriet uns Buchwald, dass ihm und seinen Athleten Wettkämpfe sehr fehlen, und er sich schon sehr darüber freut, endlich wieder mal nach Teneriffa reisen zu dürfen.

Was nervt am meisten an diesen Tagen?

Privat, dass wir nicht so reisen dürfen, wie wir es wollen. Und sportlich natürlich, dass wir nicht die Wettkämpfe haben, die jetzt eigentlich stattfinden sollten.

Gibt es auch etwas, dass Sie derzeit auch angenehm finden?

Man entdeckt gerade im privaten Bereich viele Möglichkeiten der Betätigung, für die früher keine Zeit war. Ich bin mit meiner Frau noch nie so viel spazieren gegangen wie in den vergangenen Wochen und Monaten.

Welche versteckten Talente haben Sie an sich entdeckt?

Versteckt vielleicht nicht, aber ich lese momentan sehr viel mehr als nur die Tageszeitung oder den Spiegel. Zudem koche ich auch mehr – und meiner Frau schmeckt es sogar. Und auch im Garten habe ich viel mehr gemacht als zuvor.

Was ist momentan sportlich die größte Herausforderung? Und was sind Ihre Tipps, um fit zu bleiben?

Wir müssen natürlich dafür sorgen, dass unsere Athleten irgendwie fit bleiben. Da sind wir vom LC Hansa in der glücklichen Position, dass wir für alle Sportler genügend Geräte zur Verfügung haben.

Welche Absage schmerzte in den vergangen Wochen am meisten?

Wir haben und werden uns intensiv auf die Deutschen Jugend-Meisterschaften in Ulm vorbereiten. Ob sie allerdings im August noch stattfinden, steht in den Sternen. Schade ist natürlich auch, dass die Norddeutschen und wohl auch die Landesmeisterschaften nicht stattfinden werden.

Buch, Serie oder Film – was bevorzugen Sie? Und was haben Sie zuletzt gelesen oder geschaut?

Das Buch „Die Sterne schauen herab“ von A.J. Cronin. Dabei geht es um Ungerechtigkeiten in einer englischen Kohlenbergbau-Gemeinde von 1935. Zudem bin ich ein Buch über Ostpreußen und Schlesien angefangen.

Was für eine Maske tragen Sie, und wer hat sie genäht?

Bei uns im Flur hängen eine grün-gestreifte und eine ganz bunte Maske. Die hat beide meine Frau genäht. Ich ziehe sie zwar nicht gerne an, füge mich aber den momentanen Vorschriften.

Mit wem würden Sie aktuell am wenigsten tauschen wollen?

Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die zuletzt regelmäßig von ihren Landesfürsten unter Beschuss geraten ist. Und mit den Bewohnern von Altenheimen, wo die Ansteckungsgefahr ja immer noch recht hoch ist.

Müritz oder Mallorca? Balkonien oder Balearen? Wie sehen Ihre Urlaubspläne für dieses Jahr aus?

Sobald es möglich ist, werden wir wieder nach Teneriffa fliegen. Dort haben wir unseren Zweitwohnsitz und verbringen pro Jahr immer mehrere Monate auf den Kanaren.

Wenn morgen alles wie vorher wäre: Was würden Sie als Erstes machen?

Ab in den Urlaub. Und Freunde einladen, die wir in der vergangenen Zeit aufgrund der Kontakverbote vernachlässigen mussten.

Von Gerd Töbelmann

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