32-Jähriger fühlt sich rundum wohl – vor allem nach seinem Hattrick für Sulingen

Miteinander – das ist Mehmet Koc am wichtigsten

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Mehmet Koc (rechts) sieht sich ungern im Mittelpunkt – selbst nicht als Dreifach-Torschütze.

Sulingen - Von Cord Krüger. Fast so wie früher, zu gemeinsamen Oberliga-Zeiten beim BSV Rehden. Erdal Ölge bedient Mehmet Koc mustergültig – und der trifft zu seinem ersten von insgesamt drei Toren. So geschehen am Freitagabend während des 3:2 (3:1)-Siegs vom TuS Sulingen beim Landesliga-Konkurrenten SV Ramlingen-Ehlershausen.

„Seitdem Erdal bei uns ist, haben wir natürlich mehr an Qualität in der Offensive dazugewonnen“, sagt Koc über den Last-Minute-Neuzugang, der Ende August vom BV Cloppenburg in den Sportpark gekommen war. Es scheint, als wolle „Memo“ von der eigenen Leistung samt Sahne-Hattrick binnen 14 Minuten ablenken. Der Schein trügt nicht.

„Ihr solltet echt mal einen anderen hervorheben“, findet der Angreifer in Erinnerung an „unser bisher bestes Saisonspiel“. Als Beispiel nennt er Rajann Leymann, der als Sechser den gesperrten Maarten Schops „super ersetzt hat – obwohl man den gar nicht ersetzen kann.“ Oder Dennis Neumann (übrigens Vorbereiter von Koc‘ 3:1), Leymanns Partner im defensiven Mittelfeld. „Oder die ganze Viererkette. Die waren alle überragend.“ Weil aber eben Koc drei Tore markiert hat, fiel die Wahl zum Spieler des Wochenendes auf ihn. Selbst, wenn „es nicht mein erster Hattrick für Sulingen war“, gibt der 32-Jährige zu bedenken. „Aber“, so räumt er ein, „der hat am meisten Spaß gemacht. Denn im Moment läuft es für uns.“

Das war zu Saisonbeginn nicht so. „Wir sind schlecht gestartet – und ich hatte mich vorn nicht so durchsetzen können. Aber nicht nur, dass ich nicht getroffen habe – ich habe auch nicht so gespielt, wie ich es von mir als erfahrenem Spieler verlange.“ Seine Teamkollegen sahen ihn zwar nicht derart kritisch, „aber es hat mich immer die ganze Woche runtergezogen“, berichtet der Offensivmann.

Aufbauhilfe leisteten Trainer Walter Brinkmann, die TuS-Fans („hier gibt es niemanden, der einen schlechtmacht oder anmotzt“) und sein Chef Thorsten Neumann, Teammanager und gleichzeitig Arbeitgeber des Torjägers. „Der hat mir und meiner Familie schon oft geholfen. Er ist für mich eher Freund als Boss.“

Durch dieses Zureden fand er besser aus dem Tal. Als unbestrittenen Wendepunkt nennt der bisher neunfache Torschütze aber den 12. Oktober, das 1:0 über Spitzenreiter Heeßeler SV: „Das war der Befreiungsschlag. Wir haben gesehen, was drin ist, wenn wir hinten besser verteidigen und vorn durchschlagskräftiger sind. Das hat unsere Motivation und die Intensität im Training noch gesteigert. Jetzt tun wir noch mehr fürs Team, jeder hängt sich voll für den anderen rein.“

Die Folge: drei weitere Siege, aktuell Tabellenplatz sieben, und das „das Selbstvertrauen ist zurück – und das brauche ich.“ Mit diesem Gefühl will der Mitarbeiter in Neumanns Firma für Export- und Industrieverpackungen nun auf dem Platz noch weitere Doppel- oder Dreierpacks schnüren: „Ich würde in dieser Saison schon ganz gern wieder um die 20 Tore schießen – vielleicht sogar mehr“, verrät der 32-Jährige. „Schließlich muss man sich ja immer neue Ziele setzen.“ Nur zur Erinnerung: Die vergangene Serie schloss er als Landesliga-Torschützenkönig mit 29 Treffern ab…

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