Meyer sorgt für Happy End

TuS Sulingen dreht innerhalb von zehn Minuten Spiel - 3:2

+
Sulingens Flügelangreifer Sebastian Elvers (r.) schüttelte in diesem Laufduell den Bückeburger Luis Othmer ab. Der 27-Jährige leitete mit dem Tor zum 1:2 die Wende ein.

Sulingen - Von Matthias Borchardt. Eine tolle Moral bewies gestern der TuS Sulingen: Die Landesliga-Fußballer lagen gegen den VfL Bückeburg zur Pause mit 0:2 zurück, steigerten sich nach dem Seitenwechsel, drehten innerhalb von zehn Minuten das Spiel und behielten am Ende noch mit 3:2 die Oberhand.

„Meine Mannschaft hat einen absoluten Willen gezeigt“, lobte Sulingens Trainer Maarten Schops seine Spieler. Mit den ersten 45 Minuten war der Belgier allerdings nicht einverstanden: „Es hat in mehreren Aktionen die letzte Konsequenz gefehlt.“

Die Gastgeber, die ohne Torhüter Tim Becker (am rechten Sprunggelenk verletzt), Dennis Neumann (Muskelfaserriss in der Wade), Salam Garaf (Knieverletzung) und Marvin Zawodny (Kniebeschwerden) antraten, hatten die erste Chance: Nach einem weiten Einwurf von Richard Sikut gewann Atsushi Waki ein Kopfball-Duell, der Ball kam zu Mehmet Koc, der mit verdecktem Flachschuss nur den Pfosten traf (6.). 

Das war´s zunächst mit den Offensivaktionen der Sulestädter, die Probleme im Spielaufbau hatten. Es gab zu viele Stockfehler. Die Bückeburger machten mit Benjamin Hartmann auf der linken Seite Druck. TuS-Keeper David Schröder wehrte einen von Cedric Schröder geschossenen Ball auf Kosten einer Ecke ab (12.). Mitte der ersten Hälfte erhöhten die zweikampfstarken Bückeburger den Druck. 

Nach einer Vorlage von Bastian Könemann erzielte Goalgetter Alexander Bremer mit seinem zehnten Saisontreffer das 1:0 (29.). Der Tabellenneunte setzte sofort nach. Schröder parierte einen Schuss von Tobias Versick (31.) und drehte eine weite Freistoßflanke von Pascal Könemann um den Pfosten (32.). Der folgende Eckball führte zum 2:0: Nach einer Versick-Ecke jagte der aufgerückte Innenverteidiger Jakob Kühn die Kugel aus 15 Metern per Direktabnahme ins Tor (33.).

Nach dem Wechsel zeigten die Sulinger eine andere Körpersprache, griffen vermehrt über die Flügel an. Nach einer Kombination leitete Kevin Reinking den Ball zu Sebastian Elvers weiter, der auf 1:2 (62.) verkürzte. Schops brachte danach mit Christian Hegerfeld und Maximilian Meyer zwei frische Kräfte, die Alarm machten. 

Hegerfeld flankte den Ball von der linken Seite in den Strafraum hinein, Elvers legte die Kugel zurück auf Taiki Hirooka, der mit einem verdeckten Schuss das 2:2 (66.) markierte. Der Tabellenfünfte wollte danach mehr, griff weiter an. Der Lohn: Nach einem Pass von Sechser Pierre-Maurice Neuse stand Offensivmann Meyer frei und schoss die „Pille“ zum umjubelten 3:2 (72.) ins Tor. 

Den Bückeburgern fiel in der Endphase nichts mehr ein. Sulingens Innenverteidiger Waki strahlte Sicherheit aus und gewann das Gros der Kopfballduelle. Die Hausherren kamen noch zu zwei weiteren Möglichkeiten: Meyer zielte nach Elvers-Vorlage neben den Pfosten (81.), und der eingewechselte Pascal Löhmann scheiterte mit einem Schuss an VfL-Keeper Pascal Pöhler (88.).

„Wir hatten beim 0:2 nichts mehr zu verlieren. Wir haben in der zweiten Halbzeit Gas gegeben, die Zweikämpfe gewonnen. Ich denke, dass der Sieg verdient ist“, sagte Sulingens Sören Sandmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Mittlerweile 77 Tote bei Brandkatastrophe in Kalifornien

Mittlerweile 77 Tote bei Brandkatastrophe in Kalifornien

Mexikaner protestieren in Tijuana gegen Migranten

Mexikaner protestieren in Tijuana gegen Migranten

Wie werde ich Ofen- und Luftheizungsbauer/in?

Wie werde ich Ofen- und Luftheizungsbauer/in?

Jugend-Challenge in Verden

Jugend-Challenge in Verden

Meistgelesene Artikel

Barnstorfs Luka Hildebrand fährt nach Barcelona

Barnstorfs Luka Hildebrand fährt nach Barcelona

Torschütze Niemeier narrt die Nordsulinger

Torschütze Niemeier narrt die Nordsulinger

Wagenfeld statt Ventspils: Tormaschine Roman Esanu ist jetzt topfit

Wagenfeld statt Ventspils: Tormaschine Roman Esanu ist jetzt topfit

Zehntes Helmerking-Tor fällt zu spät – 33:34

Zehntes Helmerking-Tor fällt zu spät – 33:34

Kommentare