SPIELER DES WOCHENENDES

Marvin Zwiebler – Okels Bodybuilder

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„The Machine“ in Aktion: Wenn Marvin Zwiebler erst einmal ins Laufen kommt, ist er von seinen Gegenspielern nur sehr schwer aufzuhalten.

Okel - Von seinen Mitspielern wird er liebevoll als „wandelnder Kleiderschrank“ bezeichnet. Was wenig verwundert. „Viermal in der Woche gehe ich zum Kraftsport“, erzählt Marvin Zwiebler, der am Sonntag zum Matchwinner des Fußball-Bezirksligisten TSV Okel avancierte. Dank seines ersten Dreierpacks in der neuen Spielklasse gewann der Aufsteiger ein völlig verrücktes Spiel beim Ligakonkurrenten SV Inter Komata Nienburg am Ende noch mit 6:5! Für Zwiebler war es bereits der zehnte Treffer im 14. Spiel. Wenn der bullige 1,86 Meter große Stoßstürmer einmal seinen 96 Kilogramm schweren Körper in Bewegung setzt, ist er von seinen Gegenspielern nur schwer zu stoppen.

Wie auch vor wenigen Jahren bei den Deutschen Meisterschaften der Bodybilder. Richtig gelesen – Bodybuilding war einst Zwieblers großes Hobby. „Ich habe damals knapp die Top Fünf der 15- bis 17-Jährigen verpasst“, erinnert sich der 21-Jährige noch gut zurück: „Mittlerweile habe ich es aber aufgegeben. Ein gutes Abitur stand für mich dann doch im Vordergrund. Es war zeitlich einfach nicht mehr vereinbar.“ Doch ganz darauf verzichten will Zwiebler nicht. „Kraftsport steht für mich weiterhin ganz klar vor Fußball“, betont der Auszubildende zum Industriekaufmann bei Mercedes-Benz in Bremen.

Eine Aussage, die sein Trainer Lutz Schröder wohl nur ungern hört: „Es ist eben sein Schwerpunkt. Darauf legt er großen Wert. Fußball ist leider nur ein Nebenhobby für ihn.“ Die regelmäßigen Besuche ins Fitnessstudio wirken sich allerdings auf seine Tätigkeit im Verein aus. „Dadurch, dass ich viermal in der Woche zum Krafttraining gehe, verpasse ich regelmäßig eine von insgesamt zwei Trainingseinheiten“, gesteht der ehemalige Jugendspieler des SC Weyhe, mit dem er in der Regionalliga der B-Junioren aufgelaufen war.

Dass die Sportarten miteinander kollidieren, glaubt der Fan des Bundesligisten SV Werder Bremen indes nicht. Er bekomme beides gut unter einen Hut. „Und sollte ich mal die Möglichkeit bekommen, höher zu spielen, dann würde ich meine Prioritäten natürlich auch anders setzen. Fußball wäre dann die Nummer eins. Aber momentan passt es so ganz gut“, ist sich der Angreifer sicher.

Ganz gut ist auch aktuell seine Form beim TSV Okel. Die bisher zehn erzielten Treffer sprechen eindeutig für Zwiebler. Und wenn es nach dem Linksfuß geht, sollen in dieser Serie noch einige dazukommen: „Mein Ziel ist es, am Ende der Spielzeit unter die Top Ten der Torschützenliste zu kommen. Dafür habe ich mir eine Marke von 20 Treffern vorgenommen. Mal schauen, ob es am Ende vielleicht sogar mehr werden.“

Das Können dazu hat er allemal, wie auch sein Trainer bestätigt. „Marvin ist vorne eine Bank. Er ist immer zur rechten Zeit am richtigen Ort. Ich würde mir nur wünschen, dass er sein Riesenpotenzial in Zukunft mehr zeigt“, übt Schröder leise Kritik: „Gerade das Spiel ohne Ball kann er noch verbessern. Auch beim Spielverständnis ist noch Entwicklungspotenzial zu erkennen. Aber sobald er den Ball am Fuß hat, ist er eine echte Waffe.“

Und die „Waffe“ fühlt sich in Okel pudelwohl. „Der TSV ist wie eine große Familie. Jeder unterstützt jeden. Egal ob es jetzt um Fußball geht oder im privaten Rahmen ist. Das habe ich bisher so noch in keinem anderen Verein erlebt“, lobt der Stürmer, der regelmäßig vor Saisonstart eine Low-Carb-Diät (Kohlenhydratminimierung) durchzieht. Auch an Spieltagen achtet der „Koloss von Okel“ auf seine Ernährung: „Meistens esse ich Haferflocken mit Milch. Und ganz wichtig: Vor dem Spiel gibt es immer Koffein. Das hält mich mental fit und steigert meine Leistungsfähigkeit.“

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