Viel Einsatz für Heiligenfelde – als Sechser, am Schreibtisch und bei Rasenpflege

Marvin Godesberg – der kickende Club-Boss

Marvin Godesberg – ein „hungriger“ Präsident? Scheint so, wenn man Trainer Torben Budelmann so zuhört. Der Sechser „verbeißt sich in seine Gegenspieler“, sagt der Heiligenfelder Coach über den Mittelfeldmann.
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Marvin Godesberg – ein „hungriger“ Präsident? Scheint so, wenn man Trainer Torben Budelmann so zuhört. Der Sechser „verbeißt sich in seine Gegenspieler“, sagt der Heiligenfelder Coach über den Mittelfeldmann.

Heiligenfelde – Viel mehr Vereinsverbundenheit geht kaum: Marvin Godesberg räumt beim Fußball-Bezirksligisten SV Heiligenfelde als Sechser nicht nur konsequent im Mittelfeld auf – nebenbei ist der 27-Jährige seit Juli 2020 auch als Präsident des Gesamtvereins in Amt und Würden und tritt damit in die (großen) Fußstapfen seines Vorgängers Christian Gerlach. Selbiger hütete über Jahre hinweg erstklassig das SVH-Gehäuse und setzte zudem als „Präsi“ ebenfalls wichtige Akzente.

„Speedy“ gefällt die Vorstandsarbeit

„Natürlich war es anfangs nicht leicht, aus dem Schatten einer Legende wie Christian zu treten“, betont „Speedy“, wie Godesberg überall gerufen wird: „Schließlich mochte und mag wirklich jeder ,Fuxx’. Aber ich denke, der neue Vorstand konnte auch schon einiges bewegen.“

Stimmt. Unter der Regie des Verwaltungsfachwirts wurden fünf neue Flutlichtmasten installiert, ein Rasensprenger für den Hauptplatz angeschafft und zwei Mähroboter mithilfe des Stadtsportrings an Land gezogen. Alles wichtige Projekte, wie Godesberg findet: „Für die Fußballsparte war das absolut nötig. Gerade den Rasensprenger brauchten wir unbedingt. Vorher bin ich bei Hitze teilweise noch um 23 Uhr von Syke zum Heiligenfelder Platz gefahren, um den Rasen zu wässern.“

Vom TuS Syke zum SVH „konvertiert“

Klingt nach ziemlich viel Arbeit als Präsident, doch für den vom TuS Syke zum SVH „konvertierten“ 27-Jährigen ist es „eine Herzensangelegenheit. Ich bin nun schon 17 Jahre im Verein und fühle mich als echter Heiligenfelder. Deshalb habe ich total gerne die Nachfolge von Christian angetreten. Eine Stunde Arbeit geht dafür am Tag zwar mindestens drauf, aber meistens lege ich mir die Termine so, dass sie nicht mit dem Training kollidieren.“

Ein Leben ganz für den SV Heiligenfelde, möchte man meinen – und Godesberg widerspricht auch nur zaghaft: „Also, an erster Stelle kommt immer noch meine Freundin. Aber der SVH ist mir natürlich ebenfalls enorm wichtig. An manchen Tagen verbringe ich ja fast mehr Zeit auf dem Gelände des Dorrfgemeinschaftshauses als in meiner Syker Wohnung.“

Budelmann lobt „absoluten Führungsspieler“

Doch „Speedy“ überzeugt keineswegs nur am Schreibtisch. Auch auf dem Feld ist er beim Bezirksliga-Spitzenreiter nicht wegzudenken. Trainer Torben Budelmann adelt ihn sogar als „echtes Vorbild. Marvin verbeißt sich regelrecht in seine Gegenspieler und frisst sie praktisch auf. Mittlerweile ist er ein absoluter Führungsspieler.“

Und wenn Heiligenfeldes Präsident mal auf der Bank Platz nehmen muss? Bekommt Budelmann dann etwa Ärger mit seinem „Chef“? „Bisher hat mich ,Speedy’ danach noch nicht entlassen“, lacht „Budel“: „Er stellt sich halt immer in den Dienst der Mannschaft. Für mich hat seine Doppelfunktion übrigens nur Vorteile. Wenn es etwas zu besprechen gibt, sind die Wege so ja extrem kurz.“

Erfolg des Teams hat Priorität

Godesberg, dessen Bruder Tristan seit 2019 ebenfalls für den Bezirksligisten aufläuft, sieht es ähnlich: „Für die Fußballer ist es bestimmt kein Nachteil, dass ich Präsident bin. Und ,Budel’ muss sich auch keine Sorgen machen, dass ich ihn rauswerfe, wenn ich nicht in der Startelf stehe. Schließlich wollen wir ja als Team Erfolg haben.“

„Finanziell könnten wir Aufstieg wuppen“

Den hat Heiligenfelde momentan zweifelsohne. Drei Spiele vor Schluss steuert der SVH bei fünf Punkten Vorsprung zum Tabellendritten klar der Meisterrunde entgegen. Winkt die Landesliga etwa schon? Godesberg ist bei diesem Thema zwiegespalten: „Natürlich würde die Landesliga Bock machen. Immerhin hat Heiligenfelde mit der 1. Herren noch nie so hoch gekickt. Aber eigentlich wollen wir in erster Linie in die Meisterrunde, um den Klassenerhalt safe zu haben. Ein Aufstieg war im Team bislang echt noch kein Thema.“

Okay, so weit seine Ansicht als Spieler – und was würde der Präsident vom Sprung in die Landesliga halten? Da gibt es für den 27-Jährigen keine zwei Meinungen: „Machbar wäre das auf alle Fälle. Unsere erste Damenmannschaft hat dort schon gespielt, und es hat gut funktioniert. Finanziell könnten wir einen Aufstieg gut wuppen.“

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