HSG Barnstorf/Diepholz verliert

Martin Golenia gibt gutes Comeback

Barnstorfs Linksaußen Lars von Kamp (l.) setzte sich in dieser Szene gegen Yakup Köksal durch, scheiterte aber an Fredenbecks Torhüter Jan Peveling. Der 24-Jährige erzielte beim 24:26 zwei Treffer.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Fünf unkonzentrierte Minuten in der Endphase brachten die HSG Barnstorf/Diepholz um den Lohn: Der Handball-Oberligist verlor am Samstagabend vor 250 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle in einer niveauvollen Partie gegen den Drittliga-Absteiger VfL Fredenbeck mit 24:26 (15:13).

Erfreulich: Nach mehrmonatiger Verletzungspause (Kreuzbandriss) feierte Martin Golenia ein gelungenes Comeback. Der 28-Jährige ärgerte sich über die unnötige Niederlage: „Wir mussten Punkte mitnehmen. Bis zur 50. Minute haben wir eine gute Deckungsleistung gezeigt. Die Kontertore tun dann weh.“ Ähnlich sah’s Linkshänder Jan Linné, der siebenmal traf: „Schade, wir bringen uns selbst um die Möglichkeit, Fredenbeck zu schlagen. Da war mehr drin.“ Barnstorfs Linksaußen Lars von Kamp, der nach wie vor Probleme mit dem Sprunggelenk hat, nannte einen weiteren Aspekt: „Fredenbeck war am Ende cleverer.“

Maßgeblichen Anteil am Sieg der Gäste hatte Torhüter Jan Peveling, der freie Bälle von Tobias Mundhenke, Stefan Beljic, Lars von Kamp, Piet Gerke und Saulius Liutikas parierte. „Wir hätten mindestens drei Tore mehr werfen müssen“, monierte Golenia. Fredenbecks Coach Florian Marotzke lobte seinen 30-jährigen Schlussmann: „Jan hat super Paraden gezeigt und großen Anteil am Erfolg.“ Der 37-Jährige wirkte nach dem dritten Sieg in der dritten Meisterschaftsbegegnung erleichtert: „Das waren in einem schweren Spiel zwei wichtige Punkte.“

HSG-Kapitän Cedric Quader brachte die Gastgeber beim 4:3 (9.) zum vierten Mal in Front. Anschließend unterliefen ihnen in einem schnellen Spiel technische Fehler. Die favorisierten Fredenbecker bestraften diese, setzten sich nach einem Treffer von Linksaußen Jürgen Steinscherer (5/4) auf 8:4 (15.) ab.

Die Barnstorfer steigerten sich, kämpften in der Deckung um jeden Ball. Als Rückhalt erwies sich HSG-Torwart Donatas Biras, der sich mehrfach auszeichnete. Der in der 21. Minute eingewechselte Golenia gab der Abwehr noch mehr Halt. In einer guten Phase schafften die Hausherren nach Toren von Marko Pernar (verwandelte zwei Siebenmeter), Linné (2) und Beljic aus einem 8:12 (20.) eine 13:12-Führung (26.). Kreisläufer Paul Mbanefo egalisierte zum 13:13 (27.). Beljic und Bastian Carsten-Frerichs, der frühzeitig für den verletzten Kevin Heemann (lädiertes Sprunggelenk) am rechten Flügel kam, sorgten mit ihren „Buden“ für den 15:13-Pausenstand.

Der Tabellenneunte setzte nach dem Wechsel nach: Golenia und Beljic erhöhten auf 18:15 (39.). „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein gutes Gefühl“, räumte Barnstorfs Trainer Dag Rieken ein. Es sollte allerdings anders kommen, denn die Hausherren gingen zu großzügig mit ihren Chancen um. So vergab beispielsweise Lars von Kamp beim Stand von 18:17 (42.) einen Tempogegenstoß. Besser machten es die Fredenbecker: Der körperlich starke Kreisläufer Arne Eschweiler (4) glich zum 20:20 (49.) aus.

In der Endphase brachte Lars von Kamp die Heimmannschaft letztmalig mit 21:20 (50.) in Front. Es folgte der starke Auftritt von Fredenbecks Rückraumakteur Ole Richter (5), der mit drei platzierten Schlagwürfen traf. Maximilian Lens sorgte mit seinem Tor zum 25:21 (55.) für die Vorentscheidung. Die Barnstorfer versuchten danach alles, deckten total offensiv. Linné (2) und Quader verkürzten zwar noch einmal auf 24:25 (59.), doch Lens machte den Sack zu.

„Die Zuschauer haben ein gutes Spiel gesehen. Meine Mannschaft hat alles gegeben, aber am Ende hat uns das Glück gefehlt“, sagte Rieken abschließend.

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