Sykes Trainer geht eher als geplant / Flügel und Hanke machen’s bis Saisonende

Marcineck weg – und die Nachfolger schon da

Henry Marcineck ist mit sofortiger Wirkung als Trainer vom TuS Syke zurückgetreten

Syke - Von Malte Rehnert· Er sollte eigentlich erst zum Saisonende gehen, doch er ging früher. Genauer gesagt: am Mittwochabend. Henry Marcineck ist von seinem Amt als Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Syke zurückgetreten – mit sofortiger Wirkung.

Zuvor hatte er erfahren, dass der Verein ab der kommenden Spielzeit nicht mehr mit ihm plant. „Ich dachte, ich höre nicht richtig. Das hat mir die Sprache verschlagen“, zeigte sich der 41-Jährige überrascht von der Entscheidung des Clubs.

Markus Flügel

Seit gestern Abend ist bereits amtlich, dass der bisherige Co-Trainer Markus Flügel und der frühere Coach André Hanke die Mannschaft übergangsweise betreuen. Und der Nachfolger, der ab Sommer übernehmen soll, steht auch schon so gut wie fest. „Zu 99,9 Prozent. Wir möchten aber erst ein abschließendes Gespräch abwarten“, wollte Detlef Wenzel, Vorsitzender des Syker „Freundeskreises“, den Namen des Fast-Sicher-Nachfolgers noch nicht preisgeben.

Der „Freundeskreis“ kümmert sich um die „Erste Herren“ und somit auch alle Personalangelegenheiten.

Wenzel hatte Marcineck am Mittwoch zu einem Gespräch gebeten. „Dort haben wir ihm mitgeteilt, dass wir die Zusammenarbeit am Saisonende beenden wollen.“ Sportliche Gründe seien dafür nicht ausschlaggebend, meinte Wenzel: „Da ist ihm nichts vorzuwerfen.“ Vielmehr gehe es um Marcinecks „Verhalten dem Verein gegenüber. Da gibt es ein paar Faktoren, die uns nicht gefallen haben.“ Details nannte Wenzel nicht, betonte aber noch: „Ich denke, wir waren fair, dass wir ihm jetzt Bescheid gesagt haben.“ Marcinecks Reaktion kann er nicht gutheißen: „Ich hätte mir gewünscht, dass er sagt: Wir ziehen das bis zum Saisonende durch. Aber er war wohl schlichtweg beleidigt.“

André Hanke

Marcineck sieht’s total anders und erklärte seinen spontanen Rückzug mit zerstörtem Vertrauen zum „Freundeskreis“. „Der Schritt ist mir sehr schwer gefallen, weil ich sehr an der Mannschaft hänge – und sie an mir. Mit diesen Leuten vom ,Freundeskreis‘ kann ich aber nicht weiterarbeiten, das Tischtuch ist durch.“ Die Gründe für die Entscheidung des Vereins empfindet der ehemalige TuS-Coach als „lächerlich“ und „albern“. Er selbst könne „weiter in den Spiegel gucken“, sagte Marcineck und warf den Sykern vor, nicht gemeinschaftlich entschieden zu haben: „Das war doch keine saubere Sache. Zwei von vier Mitgliedern des ,Freundeskreises‘ wussten gar nichts davon.“ Der energische Konter von Wenzel, der das Gremium mit Dieter Lampe, Manfred Brackmann und Peter Kuhlmann bildet, kam prompt: „Das stimmt nicht.“

Wie dem auch sei: Nach anderthalb Jahren ist Marcineck, der sich gestern Abend noch „würdig von der Mannschaft verabschieden“ wollte, weg vom TuS Syke. Wie’s mit ihm weitergeht, weiß er noch nicht: „Wenn mich etwas reizt, würde ich es machen.“

Wenzel zurrte – ebenfalls gestern Abend – die Interimslösung fest. Flügel fungiert bereits zum zweiten Mal als Übergangscoach, im Frühjahr 2008 war er nach Uwe Küpkers Rücktritt eingesprungen. Und Hanke kennt den TuS nach seiner jahrelangen Trainer-Tätigkeit ebenfalls bestens. „Das war unsere Wunschvorstellung, die beste denkbare Kombination“, freute sich Wenzel: „Beide haben nicht unbegrenzt Zeit, können sich die Aufgaben wunderbar teilen.“

Zum Einstieg geht’s für das neue Trainer-Tandem und den TuS am Sonntag (15.00 Uhr) nach Marklohe.

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