Marathonläufer vom LC Hansa Stuhr belegt in Lyon den fünften Platz

Sebrantke mit Nationalmannschaft Vize-Weltmeister hinter Spanien

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Freuten sich und holten mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Lyon Silber (v. l.): Marco Schwab, Oliver Sebrantke und Jens Wittig.

Stuhr - Das Kribbeln im Bauch kannte Oliver Sebrantke bereits von seinem WM-Start vor zwei Jahren in Brasilien. Denn auch für einen so rennerfahrenen Läufer wie ihn „ist eine WM eben immer etwas ganz Besonders.“

Doch der Anspannung vor seinem Marathon ließ der Ausnahmeläufer vom LC Hansa Stuhr auch bei den diesjährigen Senioren-Weltmeisterschaften der Leichtathleten im französischen Lyon ein Klasseergebnis folgen: In 2:35:17 Stunden sicherte sich Sebrantke in seiner Altersklasse M 35 den fünften Platz. In der Mannschaftswertung gelang ihm mit dem deutschen Team der Vizetitel.

Nach dem Studieren der Starterliste hatte sich Oliver Sebrantke eine Top Ten-Platzierung zum Ziel gesetzt. So gesehen lag er mit dem erreichten fünften Rang im Soll. Dennoch musste sich der Stuhrer damit erst anfreunden: „Wie er zustande gekommen ist, ist für mich im Nachhinein sehr ärgerlich, weil es so knapp war.“

Bereits der Start verlief für Sebrantke alles andere als optimal. Als schneller Läufer ging er wie gewohnt spät zum Start, um sich von vorne einzureihen. Wegen fehlender Startblöcke musste er sich diesmal jedoch im Feld aller Marathon- und Halbmarathonläufer weit hinten anstellen.

Der Vier-Runden-Kurs mit Steigungen und Wendepunkten erwies sich für Sebrantke als kräftezehrend: „Auf den letzten beiden Runden musste ich mich schon sehr zusammenreißen, um nicht einfach mal eine Steigung zu gehen.“

Nach Kilometer zehn lag Sebrantke auf dem Bronzerang, doch nach km 37 zogen zwei Spanier an ihm vorbei. Zu Bronze fehlte dem Stuhrer am Ende rund eine Minute. Den Titel in der M 35 sicherte sich der Ungar Szabolcs Beda in 2:31:17 Stunden.

In der Mannschaftswertung setzte sich souverän das spanische Team durch. Dem deutschen Team mit Marco Schwab, Oliver Sebrantke und Jens Wittig gelang es jedoch, die hoch eingeschätzten Franzosen hinter sich zu lassen.

Nach dem Mannschafts-Gold vor zwei Jahren stand Top-Läufer Sebrantke mit dem Nationalteam wie erhofft erneut auf dem Treppchen: „Die Vize-Weltmeisterschaft stimmt natürlich versöhnlich.“

In Lyon absolvierte Oliver Sebrantke seinen 49. Marathon. Sein 50. Rennen wird er am Sonntag, 4. Oktober, in Bremen laufen, mit einer klaren Ansage: „Natürlich ist es mein Ziel, dort den fünften Sieg einzufahren.“ Und auch das könnte ihm, auch wenn es quasi ein Heimrennen sein wird, erneut ein Kribbeln im Bauch bescheren.

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