Horst Wittmershaus siegt über die olympische Distanz – dann Platz drei im Sprint / Drei Streckenrekorde beim Triathlon

Der Marathon-Mann vom Silbersee

Gab zwischen seines Starts mal eben Interviews: Sieger Horst Wittmershaus. ·

Stuhr - Die Witterungsbedingungen beim Silbersee-Triathlon waren wohl noch nie so schlecht wie in diesem Jahr. Umso bemerkenswerter die Leistungen der rund 700 Teilnehmer, die Sturm und Regen trotzten und durchhielten. An der Spitze gab es mit drei neuen Streckenrekorden Topergebnisse. Der starke Auftritt der „local heroes“ wurde gekrönt durch den Sieg von Horst Wittmershaus (SC Weyhe) in der offenen Wertung auf der olympischen Distanz sowie dem erneuten Triumph von Vorjahressiegerin Maren Rösner (Tri Team Schwarme) im Sprint-Triathlon.

13 Grad, heftiger Wind und Regen, der kaum eine Pause machte. Wie unterschiedlich Triathleten mit solchen Bedingungen umgehen, konnte man beim 18. Silbersee-Triathlon miterleben. Während sich die Cracks nach dem Schwimmen im relativ warmen Silbersee ungerührt wie gewohnt im dünnen Wettkampfdress aufs Rad schwangen, nahm sich ein Großteil der Athleten in den Wechselzone deutlich mehr Zeit, um sich mit Mütze und Jacke gegen Wind und Kälte zu schützen. Kaum einer tat sich jedoch an, was Horst Wittmershaus sich zumutete: Nachdem der Syker vormittags über die olympische Distanz dank einer überragenden Leistung auf dem Rad in 1:59:41 Stunden einen souveränen Sieg vor Vorjahressieger Nicholas Wiebe (PSV Eutin) errungen und zudem mit der neuntschnellsten Zeit insgesamt den indirekten Vergleich mit den Regionalligaathleten bestanden hatte, ging er nachmittags im Sprint ein zweites Mal an den Start. Als Dritter stand Wittmershaus hier erneut auf dem Siegertreppchen. Besser kann eine Generalprobe wohl kaum aussehen, schließlich steht für Wittmershaus in zwei Wochen mit dem Start beim Ostseeman in Glücksburg der Saisonhöhepunkt bevor. Begleitet wurde Wittmershaus von einem Radio-Bremen-Kamerateam. Ausschnitte sind heute ab 19.15 Uhr im „Sportblitz“ zu sehen.

Auch bei den Frauen wurde das Rennen über die olympische Distanz auf dem Rad entschieden. Die Kielerin Lisa Müller-Ott fuhr hier einen Vorsprung von zehn Minuten heraus und stellte am Ende mit 2:14:44 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Dahinter sorgten Sandra Ehlers (Weyhe) und Gesine Rösner (Schwarme) für Spannung. Erst auf der letzten Laufrunde konnte sich Ehlers von ihrer 16 Jahre älteren Konkurrentin absetzen.

Auf der Sprintdistanz übernahm Maren Rösner auf dem Rad die Führung und baute ihren Vorsprung beim abschließenden Lauf auf zehn Minuten aus. Dabei ließ sich die 23-Jährige auch von Wind und Regen nicht bremsen: „Besser als zu heiß.“ In 1:02:48 Minuten verbesserte Rösner ihren eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr deutlich.

Auch Vorjahressieger Andreas Reinert blieb in 55:46 Minuten unter seiner Vorjahreszeit. Damit war der Weyher nicht unzufrieden („Das Wetter ist allerdings wirklich nicht meins“). Den Gesamtsieg holte sich diesmal jedoch dank einer besseren Laufzeit der Hamburger Julian Fritzenschaft in Streckenbestzeit von 54:59 Minuten.

Das größte Teilnehmerfeld hatte wieder mit rund 300 Einzel- und Staffelstartern der Volkstriathlon. Auch wenn hier für die meisten eher das Dabeisein wichtig war, gab es durch die Gesamtsieger Joachim Strohbach und Wenke Schauer ebenfalls sehr schnelle Siegerzeiten.

Für rund 30 Staffelmannschaften wurde der Silbersee-Triathlon ein echtes Teamerlebnis. Staffelschwimmerin Claudia Brandhorst vom Team Studio 40 Immobilien brachte es nach dem Rennen auf den Punkt: „Bei besserem Wetter wäre natürlich alles viel schöner gewesen.“ · el

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