Manuel Meyer freut sich über Platz zwei / Neues Hobby Tennis / Wunsch: Mal wieder Torwart

Offen für vieles – auch für die neue Liga

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Starkes Innenverteidiger-Duo: Mit Dennis Neumann (r.) überragte Manuel Meyer im Abwehrzentrum des TuS Sulingen.

Kreis-Diepholz - Von Cord Krüger. SulingenKreis-Diepholz - Von Cord Krüger. Manchmal versteht Manuel Meyer in der Kabine des TuS Sulingen nur Bahnhof. Nicht etwa, weil mit seinen 33 Jahren das Hörvermögen des Abwehrchefs nachlässt, sondern „weil ich bei einigen Themen unserer Jüngsten nicht mehr mitreden kann – wenn es also um die Abendplanung geht.“ Bei Fußballfragen hingegen bleibt „Manu“ ein gefragter Ansprechpartner für die Nachwuchsleute. „Ich freue mich, wenn ich Ratschläge zum Stellungsspiel oder der Zweikampfführung geben kann.“ Am Sonntag erteilte er mal wieder Praxis-Unterricht im Grünen: Meyer legte beim 1:0-Sieg über den SV Ramlingen-Ehlershausen eine tadellose Leistung für den Landesligisten hin.

Der Innenverteidiger gewann fast jeden Zweikampf, besaß die Luft-Hoheit, schoss gefährliche Standards und präzise Pässe. Dementsprechend warnte Ramlingens Trainer Kurt Becker von draußen: „Passt auf die Diagonal-Bälle auf!“ Meyer grinste: „Stimmt, ein paar davon kamen an.“ Insgesamt findet er die momentane Situation „nicht schlecht“ – meint damit allerdings vor allem die Leistung der Mannschaft: „Neun Siege in Folge, nur zehn Gegentore in 17 Spielen, so kann's weitergehen.“

Hört, hört! Dabei will doch noch niemand im TuS über einen möglichen Oberliga-Aufstieg reden. „Aber auch wir können die Tabelle lesen“, sagt der 1,88-Meter-Mann mit Blick auf den zweiten Platz, auf dem Sulingen seit dem Sieg über den nun Dritten aus Ramlingen steht. Und er habe auch „Bock auf die Oberliga. Sollten wir aufsteigen, würde ich diese Suppe mit auslöffeln“, gesteht der Mann, der 2012 mit dem BSV Rehden in die Regionalliga aufgestiegen war – und sich gen Sulingen verabschiedete. Zwei Jahre später folgte ihm sein heutiger Schwager Maarten Schops aus Rehden nach – zunächst als Mitspieler, seit dieser Saison ist er sein Coach, Piotr Skitek Co-Trainer – und „Manu“ spielender Co-Trainer. „Das passt. Maarten überlässt mir viele interessante Aufgaben, gibt mir alle Infos über die Gegner – und im Spiel gebe ich das an die Jungs weiter, was er anordnet.“ Wer Schops noch aus dessen aktiven Zeiten kennt, könnte meinen, dass der Belgier wahrlich kein Sprachrohr braucht. „Aber der Spieler und der Trainer Maarten sind komplett verschieden“, verdeutlicht der Routinier.

An der Fußball-Besessenheit hat sich jedoch nichts geändert – weder bei Schops noch bei Meyer. Klar, dass sich auf Familienfeiern vieles um dieses Thema dreht. „Unsere Frauen sind manchmal genervt“, räumt der „Co“ ein. Und sie müssen sich wohl darauf einstellen, dass sich daran so schnell nichts ändert. „Ich kann in meinem Alter zwar nur von Jahr zu Jahr planen, aber noch will ich nicht aufhören. Die Knochen machen noch mit.“

Zusatzschichten muss der 33-Jährige zur Erhaltung seiner Form noch nicht schieben. „Dafür bleibt bei drei Mal Training in der Woche auch keine Zeit.“ Allerdings hat er seit gut einem Jahr Tennis für sich entdeckt. Teamkollege Niklas Klare hatte ihn mal mit zum TC Samtgemeinde Siedenburg genommen, „und nächstes Jahr mache ich auch bei den Punktspielen mit“. In der ersten Herrenmannschaft, „ich weiß aber nicht, in welcher Liga…“

Der TuS Sulingen hat ohnehin Priorität. Und wenn es irgendwann nicht mehr fürs Abwehrzentrum reicht, könnte sich Manuel Meyer auch einen Rücktritt vorstellen – hinter die Abwehr ins Tor: „Ein Punktspiel und ein paar Einsätze in Tests im Tor hatte ich ja schon. Das macht echt Spaß.“ Ein stark mitspielender Keeper sei er, hatte ihn sein Ex-Trainer Walter Brinkmann gelobt. „Nur bei hohen Bällen verschätze ich mich. Und bei flachen Schüssen in meine rechte Ecke falle ich wie 'ne Bahnschranke.“ Egal. In der Abwehr ist „Manu“ ohnehin wertvoller.

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