Startnummer 23

Manja Pleuß: Rad-Crosserin mit zweiten WM-Titel wieder top

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Startnummer 23: Manja Pleuß

Bruchhausen-Vilsen - Sie war außer Sichtweite ihrer Konkurrentinnen, als sie Anfang des Jahres im schweizerischen Gossau ihren im Vorjahr erreichten Titel als Weltmeisterin im Cyclocross der Altersklasse 40 bis 49 Jahre verteidigen konnte: Manja Pleuß vom RSV Bruchhausen-Vilsen, heute 42 Jahre alt.

Damit war sie weltweit im Zenit ihrer Radsport-Disziplin Cyclocross angekommen. „Ich habe sicher etwas nicht Alltägliches geschafft“, so die Weltmeisterin. Und es sah in den Vorbereitungen dazu gar nicht gut aus. Pleuß hatte sich über die Weihnachtstage 2014 eine starke Erkältung eingefangen, die ihr Ziel, den Titel einer Weltmeisterin im Cyclocross verteidigen zu können, minimierte. Das unumstrittene Radsport-As ihres Vereins aber trotzte den gesundheitlichen Widrigkeiten, stemmte sich gegen die Erkältungsviren und kurierte den Anflug konsequent aus, sodass sie einigermaßen fit an den Start gehen konnte.

Die Wettkampfstrecke in Gossau, die nach Einschätzungen der Weltmeisterin eigentlich recht unspektakulär ist, stellte die Crosser jedoch vor eine schwierige Aufgabe: Sie war ein paar Tage vor den Titelkämpfen eingeschneit, wurde zwar von den Schneemassen befreit, war aber aufgrund von einsetzendem Tauwetter und aufkommendem Regen hoffnungslos tief geworden.

Unabhängig von den schwierigen Verhältnissen nahm Manja Pleuß die Herausforderung an, ohne an eine mögliche Titelverteidigung zu denken. „Mal schauen, was geht“, so die Kämpferin vor dem Start zu vier Runden zu je 2,5 Kilometern.

Und es lief gut. Zunächst konnte sie sich zusammen mit einer Kanadierin vom Feld absetzen, die sie im Verlaufe des Rennens jedoch erfolgreich distanzieren konnte. So stand ihrem erneuten Sieg nichts mehr entgegen. Sie war zum zweiten Male Cyclocross-Weltmeisterin und konnte das begehrte Regenbogentrikot erneut überziehen.

Manja Pleuß hat sich im Jahre 2000 dem Radcross verschrieben. Ihren sportlichen Werdegang hat sie schon als kleines Mädchen im Judo begonnen. Das in diesem Sport notwendige Durchsetzungsvermögen, die Kraft, sich zu überwinden, dürfte ihr bei dem zeitlich aufwendigen Training zum Radcross sehr geholfen haben. Die Büroangestellte trainiert sechs Mal die Woche und verbringt dabei jedes Jahr durchschnittlich 12000 bis 15000 Kilometer im Sattel ihrer Carbon-Rennmaschine. Diese Beharrlichkeit ihres konsequenten Trainings bescherte ihr schließlich die zwei Weltmeistertitel.

„Die Titelkämpfe im kommenden Jahr finden leider in Kanada statt“, informiert Manja Pleuß. „Der Aufwand, daran teilzunehmen, ist mir allerdings zu groß. Eine erneute Titelverteidigung, die durchaus drin wäre, ist also nicht angesagt“, sagt Pleuß.

bbk

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