Weyhe geht gegen Lehe-Spaden mit 1:6 unter und sucht die Schuld beim Schiri

„Man muss auch mal auf die Zunge beißen“

Weyhes Neuzugang Dennis Klätke (Mitte) bewies nicht nur in dieser Szene seine Kopfballstärke, sah allerdings nach einer Stunde die Ampelkarte. ·

Weyhe - Von Gerd TöbelmannDiesen Sonntagnachmittag sollten sie beim Fußball-Landesligisten SC Weyhe so schnell wie möglich vergessen. Der Bremen-Liga-Absteiger hatte sich im Heimspiel gegen den SC Lehe-Spaden viel vorgenommen, schlich allerdings 90 Minuten später mit einer 1:6 (0:2)-Klatsche zerknirscht vom Platz.

Schlimmer noch: Neben zwei Ampelkarten gegen Eike Dziuba (56.) und Dennis Klätke (60.) sah zu allem Überfluss Keeper Daniel Denter in der 81. Minute nach Beleidigung des Schiri-Assistenten die Rote Karte und wird dem Pistol-Team in den kommenden Wochen fehlen.

Dirk Pistol jedoch wollte den Stab nicht über seiner Mannschaft brechen: „Wir haben quasi gegen 14 Mann gespielt. Was der Schiri und seine Assistenten entschieden haben, war einfach nur schlecht. Da kann man doch auch irgendwann als Spieler nicht mehr ruhig bleiben.“

Schiedsrichter Frank Hüller (TuS Schwachhausen) pfiff tatsächlich extrem kleinlich und zog sich ab und an verständlicherweise den Weyher Zorn zu. Aber die Weyher Kicker übertrieben es manchmal auch. So Sascha Habighorst, der Ende der ersten Halbzeit einmal „wie von Sinnen“ durchgezogen hatte und damit die Gesundheit seines Gegenspielers aufs Spiel setzte.

Eine moderatere Analyse des Schiris lieferte Tom Wieting ab: „Man muss manchmal eben auch mal auf die Zunge beißen. Aber ich gebe zu, dass das heute bei diesem Schiedsrichter schwer war.“

Fußball wurde natürlich auch gespielt. Dabei sah Weyhes Viererkette anfangs gar nicht gut aus, ließ sich mit langen Bällen immer wieder aushebeln. So auch in der 13. Minute, als Spadens Kapitän Thomas Krupp nach einem Steilpass schneller war als Christoph True und aus 15 Metern zum 1:0 verwandelte. Zehn Minuten später besorgte Christian Apholz mit seinem Traumschuss zum 2:0 in den Winkel schon die Vorentscheidung. Die beste Weyher Chance vergab Habighorst, der in der 37. Minute zu schlampig abgeschlossen hatte.

Die Weyher Appelle, wie gegen Melchiorshausen (4:3 nach 0:3) die große Aufholjagd zu starten, verpufften allerdings. Nach den Platzverweisen gegen Dziuba und Klätke war klar, dass da nichts mehr zu holen sein würde. Aber es sollte noch schlimmer kommen, denn Krupp per Hattrick (63./75./81.) und Kevin Wiegratz sorgten für das 6:0, ehe Wieting per Foulelfmeter wenigstens noch das Ehrentor zum 1:6 (87.) gelang. Aber das tröstete in Weyhe nun wirklich gar keinen mehr.

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