Aufsteiger TuS Sudweyhe will sich in der Bezirksliga etablieren / „Alle an einem Strang ziehen“

Maltzahns „Herkulesaufgabe“

Wollen ihren Anteil zum anvisierten Klassenerhalt beitragen (v.l.): Co-Trainer Markus Pieprzyk mit den Neuzugängen Hanjo Harjes und Malte Pirngruber. Es fehlt Arne Scharnhorst.

Kreis-Diepholz - Von Carsten DrösemeyerSUDWEYHE · Endlich das Image einer Fahrstuhltruppe ablegen – das ist das erklärte Ziel des Fußball-Bezirksliga-Aufsteigers TuS Sudweyhe. Zwar glückte dem TuS in der jüngsten Vergangenheit des Öfteren der Sprung in die Bezirksliga, wirklich etablieren konnten sie sich dort bisher allerdings nicht. Stets folgte innerhalb kürzester Zeit wieder der Sturz in die ungeliebte Kreisliga.

Doch damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Zumindest wenn es nach TuS-Coach Jürgen Maltzahn geht. Zwar bezeichnet der 51-Jährige das Unternehmen Klassenerhalt als „Herkulesaufgabe“, doch chancenlos sieht er sein Team nicht: „Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir es packen. Aber dafür muss die Trainingsbeteiligung einfach besser werden. Es kann nicht sein, dass manche Spieler zum dritten Mal den 80. Geburtstag ihrer Großmutter feiern, anstatt zu trainieren. Mit so einer Einstellung erleiden wir garantiert Schiffbruch.“

▪ „Zusammenhalt

▪ ist einmalig“

Wohl wahr. Da in der Bezirksliga ein wesentlich rauerer Wind weht, dürfte viel vom Engagement der Sudweyher Kicker abhängen. Genügend Potenzial für den Klassenerhalt ist im Kader durchaus vorhanden. Besonders die Achse um Keeper Mirko Meyer, Abwehrrecke Marco Haut, Spielgestalter Matthias Kastens sowie dem Sturmtrio Nico Riekers, Stephen Bohl und Bastian Erlebach bürgt für Qualität. Auch Thorsten Weger dürfte aufgrund seiner Routine den „Elchtest“ als neuer Libero bestehen und „Frischling“ Jan Ove Bäker wies ebenfalls bereits nach, dass er zu einem erstklassigen Manndecker heranreifen kann.

So weit, so gut. Der erste Anzug scheint zu sitzen. Der zweite hingegen knittert allerdings gewaltig. „Das stimmt schon. Großartige Auswahlmöglichkeiten habe ich nicht. Leistungsträger dürfen sich nicht langfristig verletzen“, weiß auch Maltzahn um die Schwächen seines Kaders. Zumal in Malte Ulrich einer der stärksten Akteure des Aufstiegsjahres den TuS verließ, um künftig in der Alten Herren beim FC Gessel-Leerßen zu kicken. „Das ist ein herber Verlust für uns. Malte hat auf der linken Seite enorm viel Dampf gemacht und klasse Flanken geschlagen. Ihn können wir kaum ersetzen“, trauert Maltzahn dem „Flankengott“ nach.

Bange machen gilt für den Sudweyher Coach trotzdem nicht. Stattdessen verweist er auf die Stärken seines Teams: „Der Zusammenhalt in der Truppe ist schon einmalig. Schließlich handelt es sich fast nur um Sudweyher Jungs. Söldner können wir hier auch nicht gebrauchen.“ Deshalb verzichtete der Aufsteiger darauf, „satte Altstars“ zu verpflichten und vertraut nahezu ausschließlich der Aufstiegsmannschaft. Lediglich Arne Scharnhorst kam vom SV Gronau und Malte Pirngruber sowie Hanjo Harjes stießen aus dem Reserveteam zur Ersten hinzu.

Immerhin brauchte der TuS außer Ulrich keine nennenswerten Abgänge zu beklagen. Doch reicht die Qualität insgesamt für den Klassenerhalt aus? Einen ersten Aufschluss wird wohl bereits der Start geben. Sudweyhe beginnt beim Titelfavoriten STK Eilvese, ehe es gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und Mitaufsteiger SG Hoya bereits um die Wurst geht. „Wenn wir aus den Partien vier bis sechs Punkte holen, dann sorgt das gleich für Selbstvertrauen“, hofft Maltzahn auf einen Auftakt nach Maß. Sollte dieser tatsächlich gelingen, dann könnte auch das „verflixte siebte Jahr“ von Maltzahn als TuS-Trainer von Erfolg gekrönt sein.

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