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Maielis Doppel-Pech: Elfer an die Latte, dann verletzt

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Von: Cord Krüger

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Den hat er noch: Lemfördes Linksverteidiger Dominic Becker (rechts) hängt hier Engelbostels Eric Groß ab.
Den hat er noch: Lemfördes Linksverteidiger Dominic Becker (rechts) hängt hier Engelbostels Eric Groß ab. © Krüger

Lemförde – Darius Uibariu: nach einer knappen halben Stunde mit einer Zerrung runter. Halil Akbas: zur Pause mit Verdacht auf Muskelfaserriss raus. Dino Maieli: in der Schlussviertelstunde unter Schmerzen hinterm Tor liegen geblieben. Es war ein teuer bezahlter Punkt des Bezirksligisten TuS Lemförde am Sonntag im Heimspiel gegen den Abstiegsrunden-Vierten MTV Engelbostel-Schulenburg. Und TuS-Coach David Schiavone ließ dieses 0:0 ein wenig rätselnd zurück: „Unterm Strich geht dieses Unentschieden in Ordnung. Engelbostel hatte vielleicht spielerisch mehr Qualität, aber ich glaube, dass wir die besseren Möglichkeiten hatten.“

Stimmt – allen voran der Elfmeter, den Maieli nach einem Foul von Finn Mügge an Lennart Ebert an den Querbalken schoss (75.). Das Tor des Tages wäre das i-Tüpfelchen auf der starken Leistung des Lemförder Innenverteidigers gewesen, der zusammen mit Bogdan Golgot das Zentrum dicht hielt und mit gefährlichen Diagonalbällen samt harten Standards vorn Gefahr erzeugte. „Ganz stark – es ist unheimlich wichtig, so einen erfahrenen Mann da hinten drin zu haben“, urteilte Linksverteidiger Dominic Becker, in der Defensive aufmerksam und Kilometerfresser bis zur gegnerischen Grundlinie. Becker hofft, dass sich das Lazarett bis zur nächsten Aufgabe am Sonntag beim TuS Schwarz-Weiß Enzen schnell gelichtet hat. Der neue Achte der Staffel B 5 rückte dem TuS durch seinen Sieg in Okel zwar um einen Zähler auf die Pelle, „aber es ist noch nichts passiert“, beschwichtigte Becker: „Durch diesen Punkt haben wir einige Konkurrenten vorerst hinter uns gelassen und den Abstand zu Engelbostel gehalten.“ Seiner Meinung nach der Lohn für ein „intensives Spiel“.

Torwart Zaharia reagiert mehrmals stark

Bereits nach zwei Minuten musste TuS-Schlussmann Dan Zaharia einen Schuss von Luca Naue zur Ecke klären. Auch bei einem Versuch von Ibrahim Kalyon war der 39-Jährige auf dem Posten (11.). Lemfördes ersten Torschuss gab Lennart Ebert nach einer Viertelstunde ab – nach weitem Einwurf von Becker. Keine 60 Sekunden später zielte der durchgesprintete Ebert erneut knapp drüber, ehe seine Rechtshereingabe haarscharf am linken Giebel vorbei rauschte (20.). Kurz darauf war die Partie für Uibariu vorbei – für ihn kam Francesco Schiavone rein. Und der Trainersohn zwang Keeper Sascha Kinne schon wenig später frei vor dem Kasten zur Fußabwehr (31.).

Die erste Chance des zweiten Durchgangs hatte Dino Maieli. Den satten 17-Meter-Freistoß des Lemförder Kapitäns konnte Kinne nur klatschen lassen, den Abpraller verpasste Simon Middel um eine Fußspitze (53.).

Nach einer Stunde kam der MTV stärker auf, fand aber selbst mit der Brechstange keinen Weg durch die kompakte Abwehr der Platzherren. „Ich glaube, da hatte Dino dreimal hintereinander seinen Körper dazwischen“, staunte Becker. Auf der anderen Seite nötigte Simon Middel Kinne eine Glanzparade ab (67.), ein Schuss des starken Zweikämpfers Ferhat Gören nach einer Ecke von Bogdan Golgot ging knapp vorbei (72.). Es folgte Maielis Elfer-Pech – und Teil zwei des Dramas Sekunden später: Im Getümmel des Nachsetzens zog er sich eine Muskelverletzung zu. „Jetzt kann sich Dino selbst behandeln“, scherzte Schiavone über den Physiotherapeuten.

Von Cord Krüger

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