Nur mageres 1:1 gegen Union 60 / Bender vom Platz / „BSV lacht sich tot“

So stümpert sich Brinkum aus dem Titelrennen

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Auch Brinkums Marcel Dörgeloh (Mitte) verfing sich gestern viel zu oft im Dickicht der Bremer Deckung.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Wenn das so weiter geht, können sich die Fußballer im Juni kommenden Jahres schon was vornehmen, was nichts mit Fußball zu tun hat. In diesem Monat steigt die Relegation zur Regionalliga – aber nach momentanem Stand der Dinge wohl ohne den Brinkumer SV. Nach dem gestrigen 1:1 (0:0) gegen den FC Union 60 weist der Rückstand des Tabellenzweiten auf Spitzenreiter Bremer SV schon vier Punkte auf.

Dementsprechend geknickt und frustriert reagierte Brinkums Coach Dennis Offermann: „Wenn der BSV dieses Ergebnis liest, lacht er sich tot. So etwas würde denen nicht passieren. Die haben gerade 3:0 in Bremerhaven gewonnen, dabei auch lange Zeit nicht brilliert, das Ding in der letzten Viertelstunde aber eben gewonnen. Wir jedoch bringen uns momentan um die Chance, ein echter Titelkandidat zu sein.“

Und Offermann wusste auch, warum sein Team aus den vergangenen drei Partien nur vier von neun möglichen Punkten geholte hatte: „Wir müssen in diesen Spielen viel mehr Aufwand als der Gegner betreiben, schaffen das aber nicht – und das verstehe ich nicht. Schließlich weiß doch jeder Spieler, dass unsere Gegner tief stehen und daher viel Aufwand gefragt ist.“

Den ließen die Gastgeber vor trister Kulisse von nur 30 Zuschauern vermissen. Brinkum hatte gar Glück, dass Union in der 20. Minute nicht zur Führung kam, denn dreimal kurz hintereinander brannte es im Strafraum, doch der Ball wurde immer wieder geklärt. „Glück gehabt“, meinte denn auch der verletzte Abwehrspieler Jürgen Heijenga. Gute Brinkumer Offensivaktionen waren an einer Hand abzuzählen. Die beste davon vergab Dennis Dörgeloh, der mit einem Schlenzer an Unions Keeper Tim Schleusener scheiterte (38.).

„Insgesamt haben wir das in der Abwehr richtig gut gemacht. Brinkum ist nicht viel eingefallen. Sie hatten heute wohl einen schlechten Tag“, erklärte 60-Abwehrchef und Kapitän Oliver Gerth, der vor Jahren selbst schon einmal kurz in Brinkum war, allerdings für die Erste nicht zum Einsatz gekommen war.

Im zweiten Abschnitt begann es äußerst dumm für den Favoriten, denn in der 51. Minute kam Kapitän Jannik Bender gegen Manriquez einen Schritt zu spät – Ampelkarte. Nur vier Minuten später schien das Match komplett den Bach herunter zu gehen, denn Samer Aio fasste sich aus 23 Metern ein Herz und knallte das Spielgerät zum Bremer 1:0 in die Maschen.

Erst jetzt, in Unterzahl und mit einem Rückstand angestachelt, entwickelte sich so etwas wie ein Powerplay. Hoffnung auf die Wende machte das zügige 1:1. Nach einem Steilpass war Torjäger Saimir Dikollari nicht zu halten und besorgte den Ausgleich (65.). Kurz zuvor verstanden Offermann & Co. die Welt nicht mehr, als ein Foul an Kai Tönsmeyer im Strafraum nicht geahndet wurde. In den restlichen Minuten rannte Brinkum zwar an, aber der letzte Pass oder ein konsequenter Abschluss waren nicht zu notieren. Auch der eingewechselte Dennis Krefta konnte daran nichts ändern.

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