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„Mädels nennen mich Schreihals“: Kim Klostermann coacht bei Löwinnen-Heimerfolg von der Bank aus mit

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Von: Fabian Terwey

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Sichere Schützin: Kim Klostermann von den Hunte-Aue Löwen verwandelt im Heimspiel der Handball-Oberliga gegen Findorff zwei von zwei Siebenmetern.
Sichere Schützin: Kim Klostermann von den Hunte-Aue Löwen verwandelt im Heimspiel der Handball-Oberliga gegen Findorff zwei von zwei Siebenmetern. © terwey

„Jetzt, jetzt“, schrie Kim Klostermann aufs Feld. Als die Spielerin der HSG Hunte-Aue Löwen beim umjubelten 41:29 (20:17)-Heimsieg gegen die SG Findorff gerade mal eine Verschnaufpause auf der Ersatzbank bekommen hatte, unterstützte sie kurzerhand beim Coaching, forderte ihre Teamkolleginnen zum entschlossenen Zupacken in der Verteidigung auf. Was im ersten Durchgang noch nicht nach Vorstellung der Oberliga-Handballerinnen funktioniert hatte, lief in Halbzeit zwei umso besser.

Diepholz – Und dazu trug auch die 24-Jährige vor den rund 100 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamhalle bei – nicht nur verbal, sondern auch durch ihre kompromisslose Abwehrarbeit. „Die Mädels nennen mich auch Schreihals“, lachte Klostermann, angesprochen auf ihre unüberhörbaren Anweisungen trotz Trommelklängen auf der Tribüne, und analysierte: „In der zweiten Halbzeit waren wir kompakter, im Verbund stärker – so wie wir es trainiert haben.“ Anerkennende Worte für das Interimstrainerduo aus Medea Mosel und Klaus Klostermann, nicht verwandt und verschwägert mit der lautstarken Löwin. „Die beiden machen es richtig gut“, hob die Nummer 33 hervor: „Das Athletiktraining mit Medea ist mega. Man sieht bei uns jetzt eine ganz andere Körperspannung auf der Platte. Klaus stellt uns handballtaktisch gut ein. So geht man gerne zum Training.“

„Startprobleme“ und anfängliche Nervosität

Mosel meinte: „Die Mädels haben die Inhalte in Halbzeit zwei gut umgesetzt. Einige müssen sich aber noch an die Oberliga gewöhnen.“ Auch Klaus Klostermann, der in der Vorsaison als Co mit dem zum Saisonauftakt zurückgetretetenen Chefcoach Mario Mohrland das Aufstiegstrainergespann gebildet hatte, sah „Startprobleme“. Findorff glich Ein-bis-zwei-Tore-Führungen der HSG stets aus – beginnend mit dem 7:7 (13.). Nach dem 17:17 (28.) zog Hunte-Aue dann davon. „Unser Angriffsspiel war in Ordnung. Einige haben aber gebraucht, die Nervosität abzulegen“, befand Klaus Klostermann. Ein großer Unterschied zwischen Landes- und Oberliga sei insbesondere in Sachen Härte und Tempo zu finden. Bei einer schnelleren Gewöhnung an das Niveau helfe auch die Erfahrung von Kristina Logvin. „Sie kann jeden in Szene setzen“, lobte der Interimschef.

Neuzugang Sabrina Kölling trifft gleich

Zuletzt für den TuS Lemförde aktiv, traf so auch Rechtsaußen Sabrina Kölling gleich vierfach beim Debüt. „Sie hat im Training reingeschnuppert und überzeugt“, sagte Klaus Klostermann über den Zugang, der rasant reinfand.

„Wir haben einfach einen sehr geilen Zusammenhalt“, erklärte Kim Klostermann: „Ich würde mir wünschen, dass die Trainer weitermachen, weiß aber, dass sie es in dieser Rolle nicht dauerhaft wollen. Vielleicht finden wir ja jemanden, der es genauso kann.“ So oder so, Kim Klostermann wird sicher auch zukünftig laut mitcoachen.

Oberliga Frauen: HSG Hunte-Aue Löwen - SG Findorff 41:29 (20:17)

HSG Hunte-Aue Löwen: Michel, Winkler - Solomachin (6), Oehlmann, Gläser (5), Dehlfing (4), Matos Ferreira, L. Witte (1), Logvin (4), K. Witte (9/3), Hillmer (2), Meyer (3/1), Klostermann (3/2), Kölling (4).

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