Der 112-Tore-Mann wird im Sommer Spielertrainer beim Bezirksligisten SW Osterfeine

Koc macht Schluss in Sulingen

Das Trikot des TuS Sulingen wird Torjäger Mehmet Koc (am Ball) nur noch ein paar Monate tragen. Foto: borchardt

Sulingen - Von Malte Rehnert. Fast sieben Jahre, viele Erfolge – und noch mehr Tore: Mehmet Koc ist für den Fußball-Landesligisten TuS Sulingen zweifellos ein sehr wichtiger Mann. Allerdings nicht mehr lange. Im Sommer hört der 36-jährige Stürmer beim aktuellen Tabellen-Sechsten auf und wird Spielertrainer beim Weser-Ems-Bezirksligisten SW Osterfeine.

„Ich freue mich mega darauf. Das ist eine schöne Gelegenheit für mich, ins Trainergeschäft einzusteigen – das habe ich ohnehin schon länger vor“, sagte Koc gestern und fügte an: „Ich habe in meiner Karriere so gute Trainer gehabt. Jürgen Stoffregen in Rehden, Walter Brinkmann hier beim TuS – vor allem aber auch Joe Zinnbauer damals in Oldenburg und momentan hier Maarten Schops. Da nehme ich unheimlich viel mit.“ Er habe auch mit Schops (verlässt den TuS ebenfalls am Saisonende) über sein Vorhaben gesprochen, berichtete Koc: „Und Maarten hat gesagt, dass er mir das zutraut.“

Beim Angreifer, der seit seinem Wechsel 2012 insgesamt 112 Punktspieltore für die Sulinger schoss und in jeder Saison zweistellig traf (in der aktuellen jedoch erst viermal), verändert sich allgemein gerade viel. Im April beginnt Koc, der mit seiner Frau („Sie steht immer voll hinter mir, dafür bin ich sehr dankbar“) und seinen beiden Kindern in Neuenkirchen lebt, einen neuen Job in Rehden – in der Logistikfirma, in der er früher schon mal tätig war. Von dort aus fährt er dann bald zum Training nach Osterfeine. Dort löst er im Sommer Christian Schiffbänker ab. Sein ehemaliger Mitspieler beim BSV Rehden habe ihm den Verein empfohlen, sagte Koc.

Die Entscheidung sei ihm dennoch „sehr schwer gefallen“, betonte der 36-Jährige – wegen Sulingen: „Ich bin dem TuS echt dankbar für die schönen Jahre und gehe im Guten.“ Die Sulinger sind zwar ein wenig frustriert, tragen es ihrem Noch-Torjäger aber nicht allzu sehr nach, dass er bereits für die kommende Saison zugesagt hatte. „Wir sind enttäuscht, dass Mehmet geht. Sportlich und menschlich ist er ein Verlust“, meinte Co-Trainer Manuel Meyer. „Wir würden ,Memo‘ unheimlich gerne behalten, er ist eine tragende Säule und hat unseren Verein mit nach oben gebracht“, unterstreicht Teammanager Thorsten Neumann: „Er bekommt nun aber eine Chance, bei der er schwer Nein sagen kann. Man muss da auch die menschliche Seite sehen.“

Koc will jetzt „alles tun, damit wir eine gute Rückrunde spielen und möglichst unter die besten Drei kommen. Das wäre ein guter Abschied für Maarten und mich.“ So ganz weg ist er dann allerdings nicht. „Ich werde in Sulingen weiterhin die U10 trainieren, in der auch mein Sohn mitspielt. Das ist mir wichtig“, meinte Koc.

Der Torjäger ist nicht der einzige Spieler, der den Landesligisten nach der Saison verlassen wird (wir berichteten). Neumann macht sich allerdings „keine Sorgen“, dass es dadurch einen zu großen Qualitätsverlust geben könnte. Der künftige Trainer Walter Brinkmann sowie seine Assistenten Manuel und Thorolf Meyer „sind da sehr agil. Wir haben auch schon ein paar Kandidaten an der Angel“, sagt Neumann: „Außerdem haben wir eine starke U 23. Dass irgendwann ein gewisser Umbruch kommen muss, ist doch klar.“

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