Maarten Schops sieht vor Garbsen-Partie an vielen Punkten „Luft nach oben“

Ruhekissen sind vergriffen

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Salam Garaf traf zuletzt doppelt, sein Coach Maarten Schops glaubt, dass noch mehr geht: „Er muss sich noch häufiger in Situationen bringen, in denen er zum Abschluss kommt.“

Sulingen - Salam Garaf ließ sich von Physiotherapeut Horst Vielhauer das Tape geben, wickelte es sich um das lädierte Sprunggelenk, bevor Trainer Maarten Schops seinem Dribblerkünstler noch letzte Instruktionen ins Ohr flüsterte. Diese Szene spielte sich in der Pause des Landesligaspiels beim TSV Wetschen auf der Bank des TuS Sulingen ab. Garaf kam rein – und verlieh seinem Team sofort Kreativität. „Er hat direkt Dampf gemacht, die Bälle gut in die Schnittstellen gespielt“, lobte Schops. Ein Tor oder eine Vorlage sprang jedoch nicht heraus. Anders drei Tage später: Mit zwei Toren war Garaf maßgeblich am 5:2-Erfolg im Bezirkspokal gegen Wetschen beteiligt. Doch Schops hat noch lange nicht genug.

Auch wenn der Trainer weiß, „dass Salam von Natur aus eher ein Vorbereiter“ ist, hofft er auf eine Entwicklung: „Beim Torabschluss hat er natürlich noch Luft nach oben. Da muss er sich einfach noch häufiger in Situationen bringen, in denen er selbst zum Abschluss kommt.“

Am besten gleich heute. Die Sulinger empfangen zu ihrem ersten Landesliga-Heimspiel in der neuen Saison um 16 Uhr den TuS Garbsen, der zum Auftakt 1:0 gegen Eilvese gewann. „Ein Team, das recht unangenehm zu spielen ist“, sagt Schops über die Mannschaft von Trainer Martin Kummer: „Sie standen schon in der vergangenen Rückrunde sehr stabil, haben dann gute Konter gespielt.“

Diese Erfahrung mussten auch die Sulinger machen. Beim 1:3 im März ließen sie sich zwei Mal klassisch auskontern, beide Male traf Garbsens Max Hepner. Doch nicht nur die Sulestädter hatten zuletzt Probleme mit Garbsen. Nach lediglich elf Punkten in der Hinrunde 2014/15 sammelte das Kummer-Team in der Rückrunde satte 28 Zähler.

Und auch bisher läuft es für die Mannschaft aus der Region Hannover: zwei Siege im Bezirkspokal und der erwähnte Erfolg zum Liga-Auftakt. Und das, obwohl die heutigen Gäste personell am Stock gehen. Trainer Kummer muss heute wohl Anleihen bei der Zweiten oder den A-Junioren machen, um überhaupt elf Mann im Sulinger Sportpark zusammenzukriegen. Vor allem in der Defensive gehen Kummer die Spieler aus – weshalb sich Räume für Garaf, Mehmet Koc und Co. ergeben sollten. Für den Pass in sich bietende Räume ist auch Pierre Neuse zuständig. Der 21-Jährige spielt seit dieser Saison zentraler hinter den Spitzen. „Für den Moment sind wir zufrieden mit ihm“, sagt Schops: „Er macht einen guten Eindruck, aber auch er hat noch Luft nach oben.“

Vom 39-jährigen Coach bekommt niemand ein Ruhekissen. Auch nicht die Keeper: Zum Liga-Auftakt spielte Tim Becker, zuletzt durfte David Schröder im Pokal ran. Und heute? „Wir werden das noch im Trainerteam besprechen“, hält sich Schops bedeckt.

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