Startnummer 28

Luftpistolen-Team des SV Bassum von 1848 schießt starke Bundesliga-Saison

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Startnummer 28: Der SV Bassum von 1848 in der Luftpistolen-Bundesliga. Darüber freuen sich (v.l): Sportleiter Jens Voß, Albert Grieskamp, Stefan Pabstmann, Martin Mohnke, Peter Benne, Denis Rother und Sascha Sandmann. Auf dem Bild fehlen Sebastian Wollenhaupt und Stephan Kukla.

Bassum - „Einige waren tatsächlich skeptisch, ob wir das machen sollen. Aber die Mehrheit war dann doch dafür, dass wir den Aufstieg auch wahrnehmen“, erinnert sich Jens Voß (51), Sportleiter des Luftpistolen-Bundesligisten SV Bassum von 1848. Die Entscheidung war aber sowas von richtig, denn in der aktuellen Saison belegen die Bassumer kurz vor dem Saisonende den sechsten Platz und haben den Klassenerhalt schon in der Tasche.

Vor knapp einem Jahr dachte noch keiner ernsthaft an die Eliteliga. Die Bassumer freuten sich vielmehr darüber, gerade Vizemeister der 2. Bundesliga geworden zu sein. Mit den Schützen Denis Rother, Peter Benne, Martin Mohnke, Sebastian Wollenhaupt, Stephan Kukla, Emanuel Müller und Stefan Pabstmann sprang hinter Meister und Direktaufsteiger Hegelsberg Rang zwei heraus.

Aber das hieß auch, dass Bassum im Januar in Hannover die Bundesliga-Relegation bestreiten durfte. An die erinnert sich Voß nicht so gern: „Bei 400 Schuss haben uns am Ende nur vier Ringe zum Aufstieg gefehlt. Das war echt bitter.“

„Die Freude war da, aber auch die Bedenken“

Doch das Happy End kam genau am 25. März. Die Gerüchte, dass der Stadtrivale Sportgilde Bassum keine Lizenz bekommen würde, bestätigten sich. Bassum von 1848 wurde gefragt, überlegte kurz (wie am Anfang beschrieben) und nahm das Nachrücker-Recht dann wahr. „Die Freude war da, aber auch die Bedenken, dass Bundesliga vielleicht doch eine Nummer zu groß sein könnte“, meinte Voß.

Bis zum 30. Juni war dann Zeit, um eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Dass ausgerechnet der Erzrivale aus der Lindenstadt nicht mehr dabei war, spielte den 1848igern in die Karten, denn in Sascha Sandmann und Albert Grieskamp schlossen sich altgediente Bundesliga-Schützen des Nachbarn dem Aufsteiger an. „Als klar war, dass die beiden kommen, war mir sehr viel wohler, dass die Bundesliga kein Himmelfahrtskommando werden würde“, sagt Denis Rother (35), der seit 2007 für 1848 schießt.

Auch Gilde-Urgestein Artur Gevorgjan meldete sich an, wird in dieser Saison aber beim Konkurrenten in Sülfeld geführt. „Artur allein hätten wir genommen, aber er wollte noch einen weiteren Schützen bei uns unterbringen – und da haben wir Nein gesagt. Vielleicht wird es ja in der kommenden Saison etwas“, schlägt Voß die Tür nicht zu.

Mittlerweile haben sich die Bassumer in der Bundesliga eingelebt und holten aus neun Partien (es stehen noch zwei Wettkämpfe in Broistedt aus) immerhin zehn Punkte. „Dass wir die Klasse schon frühzeitig gehalten haben, ist schon toll. Wenn es in Broistedt noch optimal läuft, können wir uns als Vierter sogar noch für das DM-Viertelfinale qualifizieren“, blickt Rother schon etwas voraus.

Und Voß fügt hinzu: „Schön zu sehen war, dass einige Schützen mit der neuen Klasse und den stärkeren Gegnern gewachsen sind.“ Unter anderem trifft das auf Martin Mohnke zu, der an Position drei momentan konstant über 370 Ringe bei 40 Schuss erzielt und damit nach verhaltenem Start zum Bassumer Punktegaranten avancierte.

töb

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