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Ann-Christine Lübker

Ann-Christine Lübker ist ein wahrer Tausendsassa in der Tennissparte des TSV Brockum. Foto: Borchardt

Brockum - Von Petra Philippsen. Ann-Christine Lübker hat momentan wieder alle Hände voll zu tun. Denn mit Beginn der Hallensaison müssen sich die Tennisaktiven des TSV Brockum von 1921 umstellen, da Brockum über keine eigene Halle verfügt. Trainiert wird dann in der sieben Kilometer entfernten Halle in Dielingen, das bereits zu Nordrhein-Westfalen gehört. Punktspiele wiederum absolvieren die Brockumer im Winter beim TC Dinklage, mit dem sie eine Spielgemeinschaft unterhalten.

Für Ann-Christine Lübker heißt das nun Woche für Woche, mit einer Fülle von Terminen und Mitgliedern zu jonglieren. Die 22-Jährige ist nicht nur Spielführerin bei den ersten Damen, sie ist zudem auch noch Jugendwartin, die damit alle Mannschaftsspiele beim TSV Brockum koordiniert und Veranstaltungen organisiert, gibt Training für Kinder ab sechs Jahren, ist stellvertretende Schriftführerin im Vereinsvorstand, und sie kümmert sich sogar noch um die Tennissektion der Vereinswebseite.

Unterbeschäftigt ist die Studentin also nicht. „Ich bin hier im Verein aufgewachsen“, erzählt Lübker, „mein Vater ist seit 20 Jahren im Verein Spartenleiter. Und da wächst man in die Aufgaben mit hinein.“ So bekam sie Lust, mit sieben Jahren mit dem Tennisspielen anzufangen und sich später auch im Club zu engagieren, den Trainerschein zu machen.

Fast schon ein Familienbetrieb ist der TSV Brockum, auch ihre Schwester Pauline war lange im Verein aktiv, zog aber inzwischen für ihre Ausbildung nach Hamburg. „So ist es bei vielen in diesem Alter“, sagt Ann-Christine Lübker, „zum Studieren oder für den Beruf gehen sie in die größeren Städte, und da klafft dann im Verein eine Lücke, bis sie mit Mitte 30 wieder anfangen zu spielen.“

Meist dann, wenn die eigenen Kinder aus dem Gröbsten raus sind und wieder etwas mehr Zeit für Freizeit bleibt. Umso wertvoller ist für den Club jemand wie Ann-Christine Lübker. Sie studiert zwar Grundschullehramt, pendelt aber nach Osnabrück und ist daher weiter engagiert beim Tennis in Brockum.

Obwohl auch die 22-Jährige noch nicht weiß, wie es in anderthalb Jahren weitergehen soll, wenn sie ihr Referendariat beginnt. Da kann es sie auch weiter weg verschlagen, und „da geht der Beruf dann natürlich vor“. Schon jetzt zieht sie sich bei den Jugendlichen Nachfolger heran, die das Training für sie später übernehmen könnten. Doch so weit möchte sie noch gar nicht denken. „Mir macht es alles sehr viel Spaß“, sagt sie.

Auch mit der Saison ihres Teams mit Platz drei in der Verbandsliga ist sie zufrieden, obwohl im Doppelbereich Luft nach oben ist. „Das liegt daran, dass sich das Team immer wieder ändert, manche zum Studieren weggehen, Neue dazukommen. Und wir uns nicht so schnell aufeinander einstellen können.“ Den Winter und den nächsten Sommer hat Lübker aber Zeit, um die leichten Schwächen im Doppel auszumerzen. Danach entscheidet die Schulbehörde darüber, wie es mit ihrer Tennisaktivität künftig weitergeht.

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