Handball-Oberligist gibt 27:23-Führung noch aus der Hand – 29:30

Löwen schenken den Schwänen die Punkte

Deckte auf der Halbposition und spielte im Angriff am rechten Flügel: Yury Pishchukhin (r.) von der HSG Hunte-Aue Löwen traf gestern in Schwanewede beim 29:30 viermal.
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Deckte auf der Halbposition und spielte im Angriff am rechten Flügel: Yury Pishchukhin (r.) von der HSG Hunte-Aue Löwen traf gestern in Schwanewede beim 29:30 viermal.

Schwanewede – Da führte die HSG Hunte-Aue Löwen gestern in der 51. Minute zum Auftakt der Handball-Oberliga bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 27:23, gab einen möglichen Sieg noch aus der Hand und verlor am Ende mit 29:30 (12:10). Besonders ärgerlich: Mannschaftskapitän Cedric Quader sah zwei Sekunden vor dem Abpfiff angeblich wegen Beleidigung der Schiedsrichter Mark Moch/Pascal Schaldach (HSC Hannover) die Blaue Karte, die eine Sperre nach sich zieht.

Das bestreitet der 29-Jährige: „Ich habe definitiv keinen Schiri beleidigt. Nach dem Spiel wusste er nicht, was ich gesagt habe.“ Es bleibt abzuwarten, was die Unparteiischen in ihren Bericht schreiben.

„Wir haben eigentlich gut gespielt, doch eine doppelte Manndeckung gegen Marco Pernar und Kevin Heemann hat uns aus dem Konzept gebracht. Letztendlich haben wir uns selbst die Möglichkeit eines Sieges genommen“, sagte Löwen-Trainer Heiner Thiemann, der allerdings auch nicht mit der einen oder anderen Entscheidung der Referees einverstanden war. Die Blaue Karte gegen den achtfachen Torschützen Cedric Quader ärgerte den 69-Jährigen: „Das darf nicht passieren.“

Die Gäste, die im vergangenen Jahr bei den „Schwänen“ im ersten Meisterschaftsspiel noch mit 28:40 untergegangen waren, erwischten einen Start nach Maß, führten nach einem von Marko Pernar verwandelten Strafwurf mit 3:1 (8.). „In der 6:0-Deckung hat´s gepasst, und vorn haben wir unsere Angriffe diszipliniert vorgetragen“, analysierte Thiemann. Heemann hatte Schwanewedes starken Linksaußen Karlo Oroz (3) im Griff. Beim 8:8 (23.) durch Niklas Mechau glichen die Gastgeber zum vierten Mal aus. Rechtsaußen Yury Pishchukhin, Heemann und Quader legten zum 11:8 (25.) vor.

Pernar wirft Siebenmeter an den Pfosten

Nach dem Wechsel scheiterte Pernar beim Stand von 13:12 (32.) mit einem Siebenmeter an Torwart Jan Claas Tholen. Die HSG Hunte-Aue Löwen baute ihren Vorsprung über 18:15 (38.) auf 25:20 (47.) aus. Sekunden danach handelte sich Routinier Saulius Liutikas, der aufgrund des personellen Engpasses noch einmal aushalf, die Rote Karte (dritte Zeitstrafe) ein. „Wir müssen das Spiel natürlich gewinnen. Wir haben über 50 Minuten alles unter Kontrolle. Dann nimmt Schwanewede Pernar und Heemann in Manndeckung. Das hat uns den Zahn gezogen“, unterstrich Quader. Die „Schwäne“ holten Tor um Tor auf, und Rückraumakteur Marc Blum (6) egalisierte zum 27:27 (54.). Beim Stand von 28:28 (57.) warf Pernar (8/3) seinen fünften Siebenmeter an den Pfosten. Er glich nach dem Führungstor von Niklas Bachmann noch einmal zum 29:29 (58.) aus, aber John-Luc Westermeier machte den Sack zu – 30:29.  

Stenogramm

HSG Schwanewede/Neuenkirchen - HSG Hunte-Aue Löwen 30:29 (10:12) - Hunte-Aue Löwen: Biras, Garrels - Beljic (4), Pishchukhin (4), Lengauer, Linné, Pernar (8/3), Born (1), Quader (8), Wulf (1), Heemann (3), Liutikas. Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Liutikas nach der dritten Zeitstrafe (48.), Blaue Karte (zieht Sperre nach sich) für Quader wegen Schiedsrichter-Beleidigung (60.).

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