Vilsens Coach Jörn Meyer verfolgt heutiges Kreispokalfinale gegen Syke aus der Ferne / Rose bastelt an der Abwehr

Live-Ticker in Türkei für den verreisten Trainer

Kreiszeitung Syke
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Kreis-Diepholz - SYKE/BR.-VILSEN · Dieser Frühbucher-Rabatt könnte Jörn Meyer teuer zu stehen kommen. Im Dezember hatte der Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen für sich und seine Familie den Türkei-Urlaub organisiert.

Heute Vormittag hebt der Flieger ab in Richtung Bosporus. „Ich konnte ja nicht ahnen, dass wir es bis ins Kreispokalfinale schaffen“, erklärte Meyer vor dem Endspiel gegen den TuS Syke, das heute um 18 Uhr im Sportpark Sulingen steigt – ohne den Coach. Also kann am ersten Reisetag von Entspannung keine Rede sein, „denn ich will über alles unterrichtet bleiben“. Deshalb hat er angeordnet, dass ihn jemand von der Bank aus per SMS auf dem Laufenden hält. „Das wird eine teure Telefonrechnung für mich – aber egal“, sagt der Coach. Frühbucher-Rabatt: dahin.

Beruhigend dürfte sich die personelle Situation auf Meyers Gefühlslage auswirken – denn außer ihm und dem ebenfalls verreisten Betreuer Norbert Schmusch stehen Interims-Coach Andreas Mann alle Akteure zur Verfügung. „Ein solches Spiel hat heilende Wirkung“, sagt Meyer über den Zauber eines Endspiels. „Da können alle Blinden plötzlich wieder sehen und die Lahmen wieder laufen.“

Sein Kollege Matthias Rose kann das bedingt bestätigen. Der Spielertrainer des TuS Syke hat sich zwar im letzten Kreisliga-Spiel gegen eben jene Vilser eine Wadenzerrung zugezogen. „Ich weiß noch nicht, ob es bei mir klappt, aber ich gehe erstmal davon aus“, schätzt Rose.

Definitiv fehlt ihm neben dem beruflich verhinderten Julio Martin-Hinze der verreiste Außenverteidiger Kassim Evers. Wer dessen rechte Seite in der in der Viererkette übernimmt, weiß Rose noch nicht. „Dafür kommen mehrere Kandidaten in Frage, mit denen ich aber noch nicht gesprochen habe. Vielleicht stelle ich aber auch auf Dreierkette um.“

Neue Erkenntnisse über den jeweiligen Gegner hat das Vilser 4:2 gegen Syke aus der Vorwoche keinem der beiden Trainer gebracht. Erstens „kennt man sich sowieso schon zur Genüge“, sagt Meyer. Zweitens „gibt es in dieser Liga von Woche zu Woche so viele Schwankungen bei den einzelnen Spielern – da wird die Tagesform entscheiden“, denkt Rose. Er sieht es vielleicht als kleinen Vorteil an, dass seine im Schnitt ältere Mannschaft „mit dem Druck besser umgehen kann als Vilsen“. Das denkt auch Meyer: „Ich habe ja eine verdammt junge Truppe. Für die meisten von ihnen ist es das erste Spiel ihres Lebens mit so vielen Zuschauern.“ Doch Rose relativiert: „In einem Finale standen von uns vorher auch noch nicht so viele.“ Das ändert sich heute. · ck

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