Litauer erzielt neun Tore beim 30:26 über Duderstadt / HSG Barnstorf/Diepholz untermauert Heimstärke

Liutikas packt Chance beim Schopf

Begann vielversprechend und erzielte das 1:1, schied aber frühzeitig mit gezerrter Rückenmuskulatur verletzt aus: Barnstorfs Rückraumakteur Malte Helmerking (r.), der sich hier gegen Duderstadts Dennis Knudsen behauptete.

Diepholz - Von Matthias Borchardt· Handball-Regionalligist HSG Barnstorf/Diep holz zeigte nach den schwachen Vorstellungen in Beckdorf (25:30) und Münden (27:35) am Sonnabend in eigener Halle eine Reaktion, schlug den Tabellenzweiten TV Jahn Duderstadt dank einer kämpferisch starken Leistung mit 30:26 (18:14).

Barnstorfs Trainer Heiner Thiemann wirkte nach dem Sieg erleichtert, denn mit 31 Punkten dürfte sich seine Mannschaft so gut wie für die dritte Liga qualifiziert haben: „Heute haben wir ein gutes Spiel abgeliefert und es in der Deckung gewonnen.“ So sah es auch Mannschaftskapitän Nils Mosel: „Die Abwehr stand sehr gut.“ Der achtfache Torschütze nannte noch einen Grund für den Erfolg: „Wir sind diese Saison eine Heimmannschaft.“ Das stimmt: Die HSG Barnstorf/Diepholz ist in der Diep holzer Mühlenkamp-Halle eine Macht, holte hier 22:4 Punkte. Diese Bilanz ist die beste von den 16 Teams in der Regionalliga Nord.

Heiner Thiemann musste vor der Partie noch umdisponieren, denn Spielmacher Marek Saloka lag mit einem fiebrigen Infekt im Bett. Er brachte im mittleren Rückraum über die volle Spielzeit den flinken und zweikampfstarken Saulius Liutikas. Der Litauer nutzte seine Chance, trug mit neun „Buden“ maßgeblich zum Erfolg bei. Von sechs Siebenmetern verwandelte der 23-Jährige fünf. „Ich will meine Leistung nicht überbewerten. Der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben, und es lief dann bei mir ganz gut“, sagte ein bescheidener Saulius Liutikas. An der Seite von Landsmann Sigitas Stropus fühlte er sich sichtlich wohl. Der 32-Jährige selbst bot in der Defensive mit Abwehrchef Tomas Lenkevicius eine starke Leistung, erkämpfte sich einige Bälle.

Lediglich zu Beginn des Spiels lagen die Gastgeber vor 300 Zuschauern zurück, doch in einer guten Phase schafften Nils Mosel (2) und Finn Richter mit Gegenstoß-Toren aus einem 2:3 (3.) eine 5:3-Führung (8.). Diese gab der Tabellensechste im weiteren Spielverlauf nicht mehr her. Zwar blieben die Duderstädter mit den Haupttorschützen Marco Krist (7/5) und Lukasz Kobusinski (5) bis zum 13:16 (24.) dran, doch dann erhöhte Saulius Liutikas per Doppelschlag auf 18:13 (26.). „Wir sind in der ersten Halbzeit schlecht zurückgelaufen und haben in der Abwehr nicht richtig zugepackt“, monierte Duderstadts Spielertrainer Nerijus Keselis, der dreimal traf.

Nach dem Wechsel ließen sich die Barnstorfer nicht mehr vom Kurs abbringen. Der nach 16 Minuten eingewechselte Torhüter Manuel Pauli erwies sich als Rückhalt, wehrte einige Bälle ab. Und im Angriff übernahm Denis Maksimovich Verantwortung, warf vier seiner insgesamt fünf Tore in der zweiten Hälfte. Der Linkshänder sorgte mit der „Bude“ zum 27:21 (49.) für die Vorentscheidung. Die Gäste deckten in der Endphase offensiver, nahmen Liutikas in Manndeckung. Der Heimmannschaft unterliefen nun im Angriff Fehler, so dass der Gegner noch einmal durch einen Treffer von Matthias Heim (3) auf 25:29 (57.) herankam. Nils Mosel machte schließlich mit dem 30:25 (59.) alles klar.

Mosel rechnet in dieser unberechenbaren Klasse zwar fest mit dem Sprung in die neue dritte Liga, sagt aber auch: „Um ganz sicher zu sein, brauchen wir noch zwei Punkte.“ Doch das sollte in vier Begegnungen machbar sein, zumal es noch zwei Heimspiele gegen die Handballfreunde Springe und Absteiger TSV Bremervörde gibt.

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