Litauer weilt bei der Nationalmannschaft / Mohrland peilt die dritte Runde an

HSG Barnstorf/Diepholz im Pokal ohne Kreisläufer Gervé

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Martin Golenia (am Ball), Mannschaftskapitän bei der HSG Barnstorf/Diepholz, ist in der Abwehr eine feste Größe. Der 24-Jährige will mit seiner Mannschaft am Sonntag im HVN-Pokal die dritte Runde erreichen.

Diepholz - Nach zwei erfolgreichen Heimauftritten präsentieren sich die Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz am Sonntag wieder vor heimischer Kulisse in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle – diesmal allerdings im Pokalwettbewerb in einer Vierergruppe. „Wir wollen zu ungewohnter Stunde Werbung für den Handball machen, das Endspiel erreichen und eine Runde weiterkommen“, sagt Mario Mohrland, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz.

In Turnierform ermitteln vier Mannschaften, wer die dritte Runde im HVN-Pokal erreicht. Um 13 Uhr empfangen die Gastgeber den nach fünf Begegnungen noch punktlosen Oberligisten SG Neuenhaus/Uelsen. Der Neuling ist eigentlich stärker einzuordnen, verfügt in dem ehemaligen Zweitliga-Akteur Jörn Wolterink (früher VfL Edewecht) über einen herausragenden Shooter. Der ZweiMeter-Hüne fällt allerdings momentan mit Knieproblemen aus. Der 30-Jährige ist eigentlich „die Lebensversicherung des Aufsteigers“. „Ohne Jörn Wolterink ist die Mannschaft berechenbar“, unterstreicht Mario Mohrland. Allerdings weiß er auch, dass das Team von Coach Mike von Rooden in Mittelmann Dennis Leissink und Rückraumspieler Christian Smemann über zwei weitere überdurchschnittliche Akteure verfügt.

Der letztjährige Vizemeister muss am Sonntag ohne Kreisläufer Andrius Gervé auskommen. Der 28-Jährige weilt bei der litauischen Nationalmannschaft, die sich auf die zweite Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft 2016 vorbereitet. Litauen spielt am Donnerstag, 30. Oktober, um 20.15 Uhr in Dänemark.

Somit ist Ulf Grädtke gegen den Tabellenvorletzten SG Neuenhaus/Uelsen am Kreis gesetzt. Allerdings könnten hier auch Cedric Quader und Martin Golenia zum Einsatz kommen. Die Barnstorfer sollten sich die Kräfte einteilen, denn um 17 Uhr steigt das Endspiel gegen den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen der HSG Barnstorf/Diepholz II und dem Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug. Und da geht es wieder über die volle Spielzeit. Der 37-jährige Diplom-Handelslehrer steht dem Modus skeptisch gegenüber: „Das ist eine hohe Belastung für die Spieler und geht nicht aus der hohlen Hand.“

Mohrland sieht den Tabellensechsten nach drei Siegen in Folge auf einem „guten Weg“, weiß allerdings auch, wo der Schuh noch drückt: „In der Abwehr müssen wir die Schützen zum einen noch mehr beackern, zum anderen mit noch mehr Struktur in das Tempospiel kommen. Außerdem gilt es, die ersten zehn Minuten besser zu spielen.“ Steigerungen erhofft er sich vom Litauer Arunas Srederis und von Linksaußen Finn Richter. Beide müssen torgefährlicher sein.

Die Barnstorfer verfolgen am Sonntag zwei Ziele: Zum einen wollen sie sich weiter einspielen, zum anderen in die dritte HVN-Pokalrunde einziehen.

mbo

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