Der Hunte-Aue Löwe ist noch geschwächt

Corona! Auch Handballer Jan Linné hat‘s erwischt

Jan Linné, torgefährlicher Linkshänder beim Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen, liest im Diepholzer Kreisblatt.
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Sport gibt’s für ihn zurzeit nur als Soloprogramm – oder in der Tageszeitung: Jan Linné, torgefährlicher Linkshänder beim Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen. Der 26-Jährige ist nach einer Corona-Infektion noch geschwächt.

Im Dezember hat sich Handballer Jan Linné von Oberligist HSG Hunte-Aue Löwen mit Corona infiziert. Der 26-Jährige aus Diepholz verrät, wie sich das Virus anfühlt - und was er vom Impfen hält.

  • Kopfschmerzen und kein Geschmack waren die Corona-Symptome bei Jan Linné.
  • Seine Mutter und seine Schwester sind auch positiv getestet worden.
  • Impfen? „Da bin ich eher skeptisch.“

Diepholz – Richtig auf dem Damm ist Jan Linné, Leistungsträger beim Handball-Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen, noch nicht. Kein Wunder – schließlich hatte er sich im Dezember mit dem Coronavirus infiziert. Als Ursache nennt er den Kontakt zu einer später positiv getesteten Person. Als er davon erfuhr, begab er sich vorsichtshalber in Quarantäne. Zum Glück für sein Umfeld, denn Linné hatte sich bereits angesteckt.

Am 12. Dezember traten bei ihm erste Symptome auf. „Ich hatte Kopfschmerzen und keinen Geschmack, fühlte mich schlapp“, sagt der 26-Jährige rückblickend und ergänzt: „Ich wollte Gewissheit haben, also ließ ich mich zwei Tage später beim Hausarzt testen.“

Vom Gesundheitsamt in Diepholz erhielt er am 17. Dezember die Nachricht, dass er positiv sei. Linné verlängerte seine Quarantäne und blieb bis zum 31. Dezember zu Hause. Richtig erwischt hatte es seine Mutter Ellen, die mehrere Tage krank im Bett lag. Auch Linnés Schwester Inga hatte Corona. „Ich hatte zum Glück alles in geschwächter Form“, unterstreicht der in der Produktionsplanung für Bioprodukte tätige Diepholzer. Medikamente nahm er keine – bis auf eine Aspirin gegen Kopfschmerzen. Ob er sich impfen lässt, wenn es soweit ist, weiß der Handballer noch nicht: „Das muss ich mir durch den Kopf gehen lassen, momentan bin ich eher skeptisch.“

Linkshänder der „Löwen“ rechnet mit Saison-Abbruch im Handball

Gut dreieinhalb Wochen hat der Linkshänder mit dem Training ausgesetzt, seit dem 4. Januar betätigt er sich sportlich wieder. „Ich habe langsam angefangen, bin bei 40 bis 50 Prozent. Nach der einen oder anderen Einheit bin ich kaputt“, verrät der Akteur mit der Nummer 20.

Die Oberliga-Handballer der HSG Hunte-Aue Löwen haben einen Trainingsplan bekommen und arbeiten diesen eigenständig ab. Außerdem treffen sie sich im virtuellen Bereich, sind mit einer Kamera verbunden. Zusätzlich absolviert der Führungsspieler zweimal in der Woche Laufeinheiten à 45 Minuten.

Die Präsidiums-Mitglieder des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) hoffen, am 6./7. März den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Danach sieht es aktuell aber nicht aus, denn der zweite Lockdown ist von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder bis zum 14. Februar verlängert worden. Vorher darf weder auf den Sportplätzen noch in den Hallen trainiert werden. Fußballer und Handballer brauchen allerdings mindestens eine dreiwöchige Vorbereitungsphase, denn sonst ist die Verletzungsgefahr zu hoch.

Linné hat arge Zweifel wegen eines vom HVN angestrebten Re-Starts: „Es lässt sich doch alles schlecht planen. Ich glaube nicht, dass die Saison noch weiter gespielt wird.“ Er kann sich eher einen Neustart zum Herbst hin vorstellen.

Die Corona-Pandemie nervt den gebürtigen Diepholzer schon: „Die Situation ist doof. Freunde treffen, die Gemeinschaft mit der Mannschaft – das alles fehlt mir sehr. Wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen.“ Eines freut ihn aber: „Ich bin froh, dass ich arbeiten kann und keine Kurzarbeit habe. Eine Maske müssen wir bei der Arbeit und auf dem Gelände tragen.“ Linné sehnt bessere Zeiten herbei – das Wichtigste sei für ihn aber die Gesundheit.

Steckbrief

Name: Jan Linné
Alter: 26 Jahre
Wohnort: Diepholz
Beruf: Produktionsplanung für Bioprodukte
Größte sportliche Erfolge: Zwei Jahre lang mit dem TV Bissendorf-Holte in der Handball-A-Jugend-Bundesliga gespielt; 169/45 Tore für die HSG Barnstorf/Diepholz in der Oberliga-Saison 2018/2019 erzielt; Platz drei bei der Sportlerwahl des Jahres 2019 im Landkreis Diepholz belegt
Verein: HSG Hunte-Aue Löwen
Privates: ledig

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