HSG Barnstorf/Diepholz fertigt TuS Rotenburg ab

32:17 - Linné: „Die Abwehr stand super“

Abgesprungen: Barnstorfs Kevin Heemann (M.) ließ in dieser Szene Rotenburgs Keeper Dennis Jäger keine Chance.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Pure Erleichterung: Gleich mit 32:17 (15:9) fertigte am Freitagabend Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz vor 300 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle den TuS Rotenburg ab und feierte den ersten Sieg im neuen Jahr. „Meine Mannschaft hat gezeigt, was sie in der Abwehr leisten kann. Wir haben überragend gedeckt“, nannte Barnstorfs Trainer Dag Rieken den Schlüssel für den Erfolg.

Auch das Duell der beiden besten Oberliga-Torschützen entschieden die Gastgeber für sich. Barnstorfs Linkshänder Jan Linné traf neunmal, dagegen erzielte Rotenburgs Linksaußen Lukas Misere nur fünf „Buden“. „Das waren zwei wichtige Punkte. Die Abwehr stand super. Wir sind gut aus der Halbzeitpause gekommen - da ging es Schlag auf Schlag“, analysierte der 24-jährige Linné. HSG-Mannschaftskapitän Cedric Quader strahlte: „Mit solch einem Ergebnis hat doch keiner gerechnet. Mitte der zweiten Hälfte hat sich Rotenburg aufgegeben. Der Sieg ist gut fürs Selbstvertrauen.“

Die Barnstorfer hatten unter der Woche gut trainiert, wollten die Partie unbedingt gewinnen. Linné sorgte mit verwandeltem Strafwurf zum 3:2 (5.) für die erste Führung. Linksaußen Lars von Kamp, der erstmals nach längerer Fußverletzung (entzündetes Gewebe und Sehne) mitwirkte, schloss einen Gegenstoß mit dem 4:2 (6.) ab. Die Rotenburger hielten zunächst weiter dagegen, Lukas Misere egalisierte mit vollstrecktem Strafwurf zum 7:7 (13.). Luka Bruns schaffte per Gegenstoß letztmalig den Ausgleich - 9:9 (22.). Anschließend steigerten sich die Hausherren mit ihrer 3:2:1-Abwehr, packten aggressiv zu und zwangen den Gegner zu Fehlern. Der eingewechselte HSG-Torwart Simon Schreiner wehrte zudem den einen oder anderen Ball ab.

Mit einem 6:0-Lauf zog der Tabellenneunte bis zur Pause auf 15:9 davon. „20 Minuten haben die Jungs sich an die Marschroute gehalten, für den Rest habe ich keine Erklärung“, erklärte Rotenburgs Coach Nils-Oliver Muche äußerlich gelassen.

Nach dem Wechsel verkürzte Lukas Misere zwar mit verwandeltem Siebenmeter auf 10:15 (32.), doch Lars von Kamp und Jan Linné mit Doppelpack bauten den Vorsprung auf 18:10 (38.) aus. Das Heimteam ließ nicht locker, vor allem Martin Golenia und Kevin Heemann machten in der Abwehr einen ausgezeichneten Job. Die Barnstorfer profitierten von technischen Fehlern, schlossen mehrere Tempogegenstöße erfolgreich ab. In einer guten Phase setzten sie sich von 21:14 (44.) auf 28:14 (56.) ab.

Rieken wechselte in der Endphase munter durch. Der aus Vechta gekommene Kreisläufer Oliver Born warf seine ersten Tore für seine neue Mannschaft. Der 17-Jährige traf zum 28:14 (56.) und setzte mit seinem zweiten Tor den Schlusspunkt zum 32:17-Endstand. Nach dem Abpfiff lagen sich Spieler und Verantwortliche der HSG jubelnd in den Armen.

Muche hatte von seiner Mannschaft genug gesehen: „Wir haben viele Bälle einfach weggeschmissen, hatten auch zu viele technische Fehler. Wir müssen eine ganz andere Präsenz zeigen.“ Stimmt. In dieser Verfassung werden die Rotenburger kaum noch Punkte holen.

Lars von Kamp war das egal, denn er freute sich zunächst einmal über sein Comeback: „Ich will endlich wieder Handball spielen.“ Zur Partie sagte der vierfache Torschütze: „Wir wollten unbedingt die Punkte haben. Jeder hat für den anderen gekämpft.“ Einen Schwachpunkt gab’s an diesem gelungenen Handballabend nicht.

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