Regionalligist verpflichtet Vadims Logins

Lettischer Profi für Rehden

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Rehdens Cristian Raudales zeigte sich in Cloppenburg stark verbessert. Er käme morgen als Alternative in Betracht. 

Rehden - Von Cord Krüger · Das Transferfenster hatte sich schon fast geschlossen, doch Vadims Logins passte für Fußball-Regionalligist BSV Rehden noch durch den Rahmen: „Er ist frei, und wir haben ihn verpflichtet“, berichtete BSV-Boss Friedrich Schilling gestern Nachmittag. 

Logins spielte bisher im defensiven Mittelfeld des lettischen Erstligisten FC Daugava Daugavpils und hält sich bereits in Rehden auf. Für das Auswärtsspiel morgen ab 14 Uhr beim VfB Lübeck kommt der 30-jährige Linksfuß allerdings noch nicht in Betracht.

Stattdessen läuft er mit der Zweiten auf, die den SV „Brigitta“ Steimbke empfängt. Also vor sechs Wochen noch Europa-League-Qualifikation – und morgen Bezirksliga. Doch das soll für den lettischen Ex-Nationalspieler kein Dauerzustand sein, wie sein künftiger Coach Predrag Uzelac nach dem ersten Probetraining des 1,82-Meter-Manns sagt: „Er kann eine Verstärkung für uns werden. Ich ziehe ihn auf mittelfristige Sicht für den erweiterten Kader in Betracht.“

Ein Platz, der für Erdal Ölge und Alexander Burgardt noch nicht wieder drin ist. Stürmer Ölge laboriert weiter an muskulären Problemen, Mittelfeldmann Burgardt ist nach seiner verschleppten Grippe noch nicht auf dem Damm. Ob der seit Wochen angeschlagene Stürmer Marcus Storey aufläuft, entscheidet Uzelac erst nach dem heutigen Abschlusstraining. „Er ist noch nicht bei 100 Prozent – das hat man am Mittwochabend in Cloppenburg gesehen.“ Deshalb nahm er den US-Amerikaner nach 63 Minuten des Niedersachsenpokal-Achtelfinales vom Feld, als es bereits 3:0 stand und der BV Cloppenburg somit vorzeitig besiegt war. Alle anderen Eingesetzten überstanden die Partie unbeschadet und genossen zur Belohnung fürs Weiterkommen einen trainingsfreien Donnerstag.

Morgen müssen sie aber schon ziemlich zeitig antreten, denn um 8 Uhr rollt der Mannschaftsbus in Richtung Holstentor. „Die weite Fahrt und der frühe Anpfiff – die Voraussetzungen könnten für uns besser sein“, räumt Uzelac ein. „Trotzdem können wir da etwas holen – wie gegen alle anderen Mannschaften dieser Liga.“

Der VfB zum Beispiel scheint zurzeit verwundbar: 0:1 zum Liga-Start gegen Aufsteiger Neumünster, 0:2 in Cloppenburg und 0:3 im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig – erst in Wilhelmshaven holten die Marzipanstädter beim 1:1 den ersten Punkt. Dafür zahlten sie dort mit der Roten Karte gegen Linksverteidiger Marcus Steinwarth einen hohen Preis. Zudem fehlt Stammkeeper Marcel Engelhardt noch bis Mitte September – wegen eines im Trainingslager zugezogenen Wirbelbruchs, der erst nach dem zweiten Spieltag entdeckt worden war.

Statt Sturm herrscht bei den Nordlichtern noch Flaute – das bisher einzige Tor schoss Nedim Hasanbegovic, der mit Kevin Kluk die Doppel-Sechs vor der Abwehr bildet. Die Angreifer Oualid Mokhtari und Mamadou Diabang laufen hingegen ihrer Form hinterher. Ex-Profi „Moki“ hat bis zum Sommer zwei Jahre pausiert, und über Diabang könnte Rehdens Co-Trainer Jacek Burkhardt seinem „Chef“ Uzelac einiges erzählen – denn der Senegalese trug während der Winterpause als Gastspieler das BSV-Trikot, fiel aber bei Uzelacs Vorgänger Jürgen Stoffregen durch.

„Ich denke, dass Lübeck mit einem 4:2:3:1-System spielen wird – aber wer weiß? Das ist der bisher einzige Gegner, den ich mir vorher nicht ansehen konnte“, gesteht Uzelac. Doch wie dem auch sei: „Wir müssen auf uns sehen. Jeder bekommt vorher seine Aufgabe – und die hat er zu erfüllen.“ Wie zuletzt gegen Cloppenburg. „Dieser Sieg hat der Mannschaft gut getan, denn sie hat die ganze Zeit davor einen hohen Aufwand betrieben und hart trainiert“, sagt der Trainer über die Vorbereitung und den Saisonbeginn.

Vielleicht belohnt sich der Tabellen-15. beim 16. ja morgen zum zweiten Mal – wenn ja, dann in bekannter Besetzung. Mit Ausnahme des Fragezeichens hinter Storey sieht Uzelac jedenfalls keinen Anlass, etwas an der Anfangsformation zu verändern. Andernfalls könnten Willian Costa oder Cristian Raudales von Beginn an spielen – im Mittelfeld. Storeys Sturmposition fiele dann womöglich an Danny Arend. „Cristian ist wieder bei Kräften. Als ich ihn gegen Cloppenburg eingewechselt habe, hat er nach hinten hin für Sicherheit gesorgt“, urteilt Uzelac über den Aufwärtstrend des 22-Jährigen.

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