Oberliga-Chancen für Barrier TC nach 3:6 gegen Bad Essen stark gesunken

„Abstiegsregelung ist ein Witz“

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Wehrte sich gegen Bad Essens Spitzenmann Michael Pille tapfer, doch am Ende stand für Barriens Lennart Lonnemann (Bild) eine Zweisatz-Niederlage.

Barrien - Der vorletzte Spieltag in der Oberliga war ein Alptraum für die Tennisherren des Barrier TC: Zwar verloren sie nicht unerwartet gegen den Tabellenzweiten TC Bad Essen mit 3:6, doch die Mitabstiegskonkurrenten TC GW Rotenburg (5:4 in Oldenburg) und TV Jahn Wolfsburg (5:4 gegen Spitzenreiter TC Alfeld) siegten völlig überraschend. „Jetzt sieht es für uns im Kampf um den Klassenerhalt richtig düster aus“, weiß Barriens Mannschaftsführer Florian Hartje.

Ein Schlag ins Gesicht war kurz vor dem Spiel gegen Bad Essen eine Mitteilung, die die Barrier nur per Zufall auf der Homepage des Niedersächsischen Tennisverbandes gefunden hatten. Da aus der Nordliga der TC Lilienthal und die TV Ost in die Oberliga Niedersachsen/Bremen absteigen, müssen aus der Oberliga statt drei sogar vier Mannschaften runter. Das gilt für alle Achtergruppen bis hin zur Verbandsliga. „Die Hälfte der Oberligateams muss absteigen. Das ist doch ein Witz. Diese Regelung erst kurz vor dem Saisonende zu veröffentlichen, ist unverschämt. Außerdem hätte man bestimmt auch eine andere Regelung finden können, als so viele Vereine kurz vor dem Saisonende so vor den Kopf zu stoßen“, ärgerte sich Hartje.

Er könne mit dieser neuen Regelung besser leben, wenn sein Team nicht als Vierletzter, sondern auf einem der drei zuvor regulären Abstiegsplätze die Saison beende. Aktuell sieht es tatsächlich danach aus: Die Barrier sind Drittletzter, vor ihnen stehen die punktgleichen Oldenburger TeV II und TC GW Rotenburg. Am letzten Spieltag müssen die Barrier zum designierten Meister TC Alfeld fahren, während die Mitabstiegskonkurrenten vor leichteren Aufgaben stehen.

Gegen Bad Essen konnten die Gastgeber nur im mittleren Paarkreuz punkten. Till Heilshorn war schnell auf den Beinen und gewann souverän in zwei Sätzen. Tobias Kuhlmann fand nach einem 0:2-Rückstand seinen Rhythmus, schickte seinen Gegner von einer Ecke in die andere und siegte ebenfalls in zwei Durchgängen. Hoffnungen auf einen weiteren Punktgewinn machten sich die Barrier in den Einzeln an den hinteren Positionen. Philipp Meyer führte in seinem Match gegen den früher höherklassig spielenden Oliver Eggers zwar mit 5:4, doch zum Sieg rechte es nicht. Florian Dill fand erst im zweiten Satz zu seinem Spiel, schaffte die Wende aber nicht mehr. Ähnlich erging es Florian Hartje: Auch er drehte im zweiten Abschnitt auf. Trotz einer dort sehr guten Leistung unterlag er mit 1:6 und 4:6. Lennart Lonnemann konnte gegen den mehrfachen Barnstorfer „Barku-Cup“-Gewinner Michael Pille, der angeschlagen in die Partie ging, im ersten Satz super mithalten. Doch nach dem verlorenen Tiebreak setzte sich Pille ab.

Das 2:4 war dann eine zu hohe Hypothek für die Barrier. Ihnen kann am letzten Spieltag nur noch ein Wunder helfen, um dem Abstieg von der Schippe zu springen.

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