SPIELER DES WOCHENENDES Vierfach-Knipser Bors

„Lennart ist unser Lewandowski“

Da läuft er wieder! Sein erstes Saisonspiel von Beginn reichte Twistringens Lennart Bors am Samstag, um sich mit vier Treffern an die Spitze der Torjägerliste zu ballern – sowohl teamintern als auch in der Bezirksliga 1.
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Da läuft er wieder! Sein erstes Saisonspiel von Beginn reichte Twistringens Lennart Bors am Samstag, um sich mit vier Treffern an die Spitze der Torjägerliste zu ballern – sowohl teamintern als auch in der Bezirksliga 1.

Twistringen – Uwe Küpker ist ja immer für ein offenes Wort zu haben. Deswegen sagt der Trainer des SC Twistringen klipp und klar: „Wer Lennart Bors nicht aufstellt, hat keine Ahnung vom Fußball.“ Der Coach des Bezirksligisten bezeichnet den 21-Jährigen als „unseren Lewandowski: Der spielt immer.“

Das Problem ist nur: Bors kann nicht immer spielen – jedenfalls nicht so oft wie Robert Lewandowski. Denn im Gegensatz zu Bayerns scheinbar unverwundbarem Torjäger bekommt der SCT-Stürmer von seinem Körper immer mal wieder Zwangspausen verordnet. In dieser Saison zwangen ihn erst Adduktorenbeschwerden und dann eine Grippe zum Aussetzen. Doch das Eigengewächs der „Blaumeisen“ fand fix zurück: „Das geht bei mir immer recht schnell. Ich denke, dass ich vielleicht schon wieder bei 100 Prozent bin.“

„Er ist kein Mann der lauten Töne“

Durchaus möglich! Denn vier Tore und eine Vorlage wie beim jüngsten 5:1-Heimsieg über den ambitionierten SV Heiligenfelde schüttelt selbst einer wie er nicht so aus dem Fußgelenk. Trotz dieser Gala war der Azubi hinterher aber nicht ganz zufrieden: „Ich hätte auch gern fünfmal getroffen. Vier Tore in einem Spiel hatte ich ja schon.“ Zuletzt 2019 – ebenfalls in der Twistringer Ersten, damals aber noch als A-Jugend-Leihgabe. Jetzt reichte ihm eine Woche Teamtraining für die ersten vier SCT-Treffer überhaupt in dieser Serie. Doch das führt Bors in seiner bescheidenen Art nicht allein auf sich zurück: „Man sieht jetzt, wozu wir imstande sind, wenn wir alle an Bord haben.“ Als Beispiele führt er Maurice Künning nach dessen auskurierter Oberschenkelblessur sowie die aus dem Urlaub zurückgekehrten Kai Wessels, Rene Brinkmann und Mathis Weimann an.

Na ja, eins der vier Tore habe ich ja mit dem Kopf gemacht. . . 

Lennart Bors zum Wunsch seines Trainers Uwe Küpker, dass es von ihm ruhig ein paar mehr Kopfballtore sein dürften

Eine Aussage, die zeigt, dass der Angreifer sich selbst nicht gern im Mittelpunkt sieht. „Lennart ist kein Mann der lauten Töne“, sagt Küpker über den „stillen Typen“, der auch dem Mannschaftsrat angehört. In dieser Eigenschaft „versuche ich, mich einzubringen und mal Dinge anzusprechen, wenn es nicht so läuft. Ansonsten hat aber die Mannschaft das Wort.“

Eine Mannschaft, die auf Bors nun wieder für drei Wochen verzichten muss – jedenfalls auf dem Trainingsplatz. Denn der angehende Mechatroniker für Kältetechnik hat sich am Montag erneut zu einem Lehrgang nach Springe verabschiedet, wo Nachwuchskräfte seiner Fachrichtung regelmäßig das nötige Rüstzeug bekommen. Seinem Einsatz im nächsten Spiel am Samstag gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst steht dennoch nichts im Weg. Denn nach dem Unterricht legt Bors keinesfalls die Füße hoch. Erstens arbeitet er weiterhin mit speziellen Übungen an „meinen alten Adduktorenproblemen“, zweitens hatte er sich schon zu Beginn dieser Blockunterrichte einen Verein zum Mittrainieren gesucht. „Wenn nicht gerade Corona dazwischen kam“, übte er mit den Landesliga-Fußballern des FC Eldagsen. „Da bin ich toll aufgenommen worden“, freut sich der Stürmer. Nebenbei lernte er wieder Neues dazu – genau das Richtige also für ihn, „denn Lennart ist sehr wissbegierig und trainingsfleißig“, schildert Küpker.

Zudem hatte der 21-Jährige den Eindruck, dass er sich in der Landesliga auch nicht verstecken müsste. Ein Abschied von „seinem“ Verein, für den er seit der F-Jugend spielt, kam für ihn bisher hingegen nicht infrage – trotz einiger interessanter Angebote. „Natürlich kam man dann schon mal ans Nachdenken, aber so lange ich hier arbeite und meine Ausbildung nicht beendet ist, macht es keinen Sinn, irgendwo anders anzugreifen.“

Denn die berufliche Zukunft steht für Bors im Vordergrund. Deshalb überlegte er nach seinem schweren Handbruch 2019 sogar, sein liebstes Hobby aufzugeben. „Man fragt sich schon, wie es im Beruf weitergeht, wenn so etwas noch mal passiert“, gibt der Offensivmann zu. Doch zum Glück für den SCT blieb Lennart Bors am Ball.

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