Leidenschaftliche Wietzer im Derby spät geschlagen / Gaede hadert mit Abwehr

Ridvan Gören Hoyas Held

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Zwei starke Zweikämpfer unter sich: Hier grätscht Wietzens Robert Fiterer Ball und Hoyas Jan-Berendt Boyer weg, der aber ebenfalls einige Spuren auf dem TSV-Rasen hinterließ.

Wietzen - Von Cord Krüger. Dieser TSV Wietzen lebt noch! Wer das Gegenteil behauptet, hat gestern nicht den leidenschaftlichen Kampf des Bezirksliga-Letzten gegen die SG Hoya verfolgt.

Am Ende verlor das Team von Trainer Friedhelm Gaede durch einen Last-Minute-Treffer von Ridvan Gören zwar das Derby mit 2:3 (1:1) und den Großteil seines Rasens auf dem ramponierten Hauptplatz, „aber wir arbeiten weiter – bis zum letzten Spieltag“, unterstrich Gaede: „Die Mannschaft ist intakt, die Kameradschaft enorm – und ich hoffe, dass es hier weitergeht.“ Er selbst steigt zum Saisonende aus, hörte aber von den Planungen des TSV für die Kreisliga. Doch diesen Weg gehen nicht alle mit.

Zum Beispiel die Verantwortlichen für Wietzens Führung: „Kristoph Stegmann will in Berlin studieren und sich dort einen Verein suchen“, sagte Gaede über den Mann, der eine Ecke von Daniel Müller (ab Sommer beim SC Marklohe) im Nachsetzen über die Linie drückte (18.). Auch bei den Gebrüdern Fiterer sollen die Zeichen auf Abschied stehen – Kapitän Richard und Antreiber Roman sah man gestern allerdings nicht an, dass sie mit dem Kapitel TSV Wietzen bereits abgeschlossen haben. „Ärgerlich ist nur, dass wir bei den Gegentoren ziemlich mitgeholfen haben“, haderte Gaede in Erinnerung an Mario Hollunders 30-Meter-Schlenzer ins lange Eck (32.), Nils Linderkamps Kopfball-Eigentor zum 2:2 (65.) nach Freistoß von Daniel Nadolski sowie den völlig freistehenden Gören beim 3:2 nach einer Nadolski-Ecke (90.). „Da haben wir so lange Latten in der Abwehr – und können die Einschläge trotzdem nicht verhindern“, haderte Gaede.

Keine Frage: Es war mehr drin für das Schlusslicht – auch, weil Maurice Gaede für das zwischenzeitliche 2:1 gesorgt hatte: Nach einem Foul von Hoyas Christian Pries an Stegmann ließ der Trainersohn mit einem scharfen Freistoß von links SG-Torwart Hauke Schröder alt aussehen – der Keeper klatschte die Kugel zur erneuten TSV-Führung in die eigenen Maschen ab. Spätestens jetzt war es ein Spiel mit offenem Visier, zunehmend offener Grasnarbe auf dem von Pfützen durchweichten Platz – und mehrfach offener Sohle: Sechs der neun Gelben Karten zückte der insgesamt sachlich-deeskalierende Schiedsrichter Lukas Kruse allein in der letzten halben Stunde. Trotz der vielen Unterbrechungen sahen die Fans aber ein munteres, spannendes Rauf und Runter. Weitere Tore verhinderten Robert Fiterer (Retter in höchster Not gegen Hollunder/75.), der starke TSV-Keeper Hendrik Sieburg (mit Reflex beim Kopfball von Dennis Böschen zur Stelle/82.) und das im zweiten Durchgang unbespielbare Zentrum vor dem SG-Strafraum: Zwei Mal war Daniel Müller in der Mitte frei durch, beide Male verlor er den Ball im Schlick. „Dass bis auf Marios Tor alle Treffer nach Standards gefallen sind, sagt eigentlich alles über die Platzverhältnisse aus“, urteilte Hoyas verletzter Spielertrainer Wojtek Pilarski, der bis zum Saisonende wegen seiner noch ausstehenden Schulter-OP nicht mehr auflaufen will. Angesichts der langen Hoyaer Verletztenliste, die sich gestern durch den Muskelfaserriss Dietrich von Behrs noch erweiterte, wertete Pilarski den gestrigen Auswärtssieg als „ganz, ganz wichtig: Die Mannschaften unter uns punkten regelmäßig weiter, und es bleibt eng.“

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