Leichtathleten Kurka und Schäfer überzeugen bei Deutschen Jugendmeisterschaften / „Paul wie ein Schwamm“

Neue Rekorde in Neubrandenburg

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Zwei starke Rennen über 400 Meter: Mailin Schäfer.

Kirchdorf/Asendorf - Die Reise nach Neubrandenburg hat sich gelohnt für Mailin Schäfer (17) und Paul Kurka (15). Die beiden Nachwuchs-Leichtathleten aus dem Kreis Diepholz kamen bei den Deutschen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften der Jugend ins Finale und stellten dabei auch noch neue persönliche Rekorde auf. Klar, dass auch die Trainer zufrieden und stolz waren. „Mailin hat das alles sehr, sehr gut gemacht. Sie hat gekämpft, gebissen und gefightet“, lobte Björn Sterzel die Kirchdorferin, die inzwischen für die LG Hannover läuft, nach deren Starts über 400 Meter. Und Ute Schröder, die Speerwerfer Kurka vom TSV Asendorf trainiert, resümierte: „Paul war einer von nur zwei Teilnehmern aus dem jüngeren Jahrgang. Ich habe ihm gesagt, er soll versuchen, in den Endkampf zu kommen – das hat er geschafft.“

Der Asendorfer Paul Kurka zog sich achtbar aus der Affäre, belegte Platz acht im Speerwurf.

In seinem zweiten Versuch schleuderte Kurka den Speer auf 51,64 Meter. Das reichte fürs Finale und letztlich für Platz acht in der U18. Und es war eine richtig gute Leistung, denn die Vorbereitung auf das Highlight der Wintersaison war alles andere als optimal gewesen. Kurz vor Weihnachten wurde Kurka am Blinddarm operiert, stieg erst im Januar wieder ins Training ein. Und dann musste er sich auch noch umgewöhnen. Seit Jahresbeginn wirft Kurka, gemäß seiner Altersklasse, mit einem 100 Gramm schwereren Speer (700 statt 600) – und damit schaffte er nun eine Bestweite. Dass Platz sieben gleich mehrere Meter weit weg war, konnte Schröder verschmerzen: „Mehr geht im Moment eben nicht. Wir machen jetzt gezielt Krafttraining, um seinen Körper zu stärken.“ Insgesamt sei die Winterwurf-Meisterschaft, die bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt über die Bühne ging, für Kurka ein tolles Erlebnis gewesen. „Es waren seine ersten Deutschen Meisterschaften. Er hat da gestanden wie ein Schwamm und alles aufgesogen“, berichtete Schröder mit einem Schmunzeln.

Mailin Schäfer trat hingegen nicht draußen, sondern in der Halle an. Und dort zeigte sie in der U20 zwei starke Rennen über 400 Meter. Mit den 56,27 Sekunden im Vorlauf (die sechstbeste Zeit) verbesserte sie ihre gerade bei den Landesmeisterschaften aufgestellte Hallen-Bestzeit (56,77). Im B-Finale lief sie dann 56,39, damit wurde sie Siebte. „Am Ende ist ihr im Finale ein bisschen die Kraft ausgegangen. Kein Wunder, bei zwei Läufen an einem Tag. Aber sie ist insgesamt sehr zufrieden“, sagte Sterzel: „Eigentlich gehört sie ja noch zur U18. Und da ist sie mit ihrer neuen Bestzeit jetzt in Deutschland auf Position zwei.“ Das gebe reichlich Rückenwind für die Deutschen U18-Meisterschaften im Sommer in Jena. Sterzel: „Da ist dann eine Medaille das Ziel, ganz klar.“

mr

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