Bassumer hadert mit seinem linken Fuß – und fühlt sich daher rechts am wohlsten

Jan Lehmkuhls klare Ansage trotz der kleinen Schwäche

Zweikampfstark und konzentriert: Als rechter Außenverteidiger fühlt sich Jan Lehmkuhl (l.) wohl.

Bassum - Von Cord KrügerJetzt lernte André Krause auch mal Jan Lehmkuhl  kennen – allerdings intensiver, als dem Mittelfeld-Flitzer vom TSV Wetschen lieb gewesen sein dürfte. Denn der Defensivmann des TSV Bassum agierte am Samstag im Bezirksliga-Duell als sein zweiter Schatten und schaltete den Landesliga-erfahrenen Unruheherd aus. „Jan hat fast jeden Zweikampf gewonnen“, schnalzte sein Trainer Stephan Stindt mit der Zunge. „Ganz stark – und das erst in seinem zweiten Spiel von Anfang an.“

Denn in den ersten Partien reichte es noch nicht für einen Platz in der ersten Elf, weil der 20-Jährige wegen seines Urlaubs einen Trainingsrückstand aufwies: „Aber jetzt geht es besser – und ich glaube, meine Leistung in Wetschen war ganz ordentlich.“

Das ist ziemlich tief gestapelt, denn schon auf seiner Startposition im defensiven Mittelfeld fiel Lehmkuhl durch viele Balleroberungen und kluge Zuspiele auf. „Gerade beim Passspiel ist Jan gelegentlich unkonzentriert – aber diesmal keineswegs“, lobt Stindt.

Trotz der guten Szenen auch in der Vorwärtsbewegung musste der TSV-Coach ihn nach 50 Minuten von diesem Posten entfernen – weil Rechtsverteidiger Armin Kurbadovic die Ampelkarte sah und Stindt ihn dort in der Viererkette brauchte. „Da spiele ich auch lieber, weil mein linker Fuß nicht der stärkste ist“, gesteht Lehmkuhl.

Das alles weiß Stindt – schließlich kennt er ihn schon seit dessen letztem A-Jugend-Jahr, als er die TSV-Youngster übernahm. „Stephan hat damals bei uns bereits die Viererkette eingeführt, weil wir in der Bezirksliga ja weitgehend konkurrenzlos waren“, erinnert sich der 1,77 Meter große Verteidiger. Dieses System nahm der Trainer nach seiner Beförderung in die erste Herren ebenso mit wie viele A-Junioren des älteren Jahrgangs. „Die mannschaftliche Geschlossenheit ist unsere Stärke. Kein Wunder, denn wir spielen größtenteils schon seit der Jugend zusammen“, sagt der Auszubildende zum Verwaltungsfachangestellten, der als Sechsjähriger beim TSV begann. Und nach dem Erfolg bei Bezirksliga-Titel aspirant Wetschen traut er seinem Team mehr zu: „Ziel ist, uns gegenüber dem sechsten Platz aus der Vorsaison zu verbessern. Das ist möglich, wenn wir frei von Verletzungen bleiben.“

Denn Lehmkuhl weiß selbst am besten um das Risiko der Ausfälle: Er verpasste in der vergangenen Serie zehn Spiele wegen eines Innenbandrisses im Knie. „Aber das ist überwunden.“

So soll's weitergehen, denn ein Lehmkuhl in Bassums Abwehr schadet nie. Bestes Beispiel: Stephan Lehmkuhl, der die Erste 1998 als kompromissloser Manndecker und Kapitän ungeschlagen in die Bezirksklasse führte. „Ja, darauf werde ich häufiger angesprochen. Aber wir sind nicht verwandt“, klärt der jüngere Lehmkuhl auf.

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