SPIELER DES WOCHENENDES Okels Rico Volkmann hört einfach nicht auf zu treffen

Der Leader des Spektakelteams

Spieler des Spiels im „Spiel des Jahres“: Rico Volkmann erzielte beim 3:3 im Derby gegen den SV Heiligenfelde alle drei Treffer für seinen TSV Okel. Foto: j. diekmann

Okel - Von Felix Schlickmann. Marlon Reyher hatte da so eine Vorahnung. „Als wir nach unserem Spiel am Sonntag noch Werder geschaut haben, hat er zu mir gesagt: ,Das riecht nach dem Spieler des Wochenendes‘“, berichtet Rico Volkmann mit einem Grinsen. Der Spielertrainer, der beim TSV Okel mit Lutz Schröder verantwortlich ist, hatte seiner Mannschaft im Bezirksliga-Derby gegen den SV Heiligenfelde fast im Alleingang das 3:3 gesichert – und sich damit die von Teamkollege Reyher angesprochene Auszeichnung mehr als verdient. „Das freut mich natürlich“, meint der Fußballer: „Ich finde zwar, dass ich schon bessere Spiele gemacht habe – in denen habe ich aber in der Regel nicht so oft getroffen. Und ich weiß natürlich, dass ein Stürmer an Toren gemessen wird.“

Da Volkmann dem Tabellenzweiten gleich dreifach eingeschenkt hatte, fiel das Zeugnis nach dem Abpfiff natürlich positiv aus. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, ich bin sehr zufrieden, wie es gelaufen ist“, stellt der 27-Jährige die Mannschaftsleistung in diesem „Spiel des Jahres“ in den Vordergrund. „Heiligenfelde hat ja schon so etwas wie die Vormachtstellung in Syke, wir haben aber auch eine sehr positive Entwicklung hinter uns. Darum haben wir uns alle am meisten auf die Duelle mit dem SVH gefreut, und da das nun mal zu Hause war, wurde es für uns zum ,Spiel der Spiele‘“, erklärt Volkmann: „Man hat schon in der Trainingswoche gemerkt, dass alle heiß waren, und das Match hatte alles, was zu einem Derby dazugehört: Viele Zweikämpfe, einen spannenden Spielverlauf, einen vollen Sportplatz und eine tolle Stimmung.“

Außerdem gab es noch einen netten Nebeneffekt. Die Treffer acht, neun und zehn in dieser Saison hievten Okels Nummer zehn schon jetzt auf die Hälfte ihres Saisonziels. „Ich habe mir vorgenommen, 20 Tore zu schießen“, erzählt Volkmann, der für den Aufsteiger in der vergangenen Kreisliga-Saison 36 Treffer erzielt hatte: „Ich dachte nämlich, meine Quote würde etwas sinken, weil wir ja deutlich defensiver, abwartender spielen.“

Das ist allerdings meistens an den Ergebnissen nicht abzulesen. Ein Spektakel jagt beim TSV das nächste, vier Auswärtspleiten mit insgesamt 28 Gegentoren folgten Coups gegen Topteams wie das 4:2 gegen den TV Stuhr, das 5:1 beim TuS Sulingen II oder das jüngste 3:3 gegen den SVH. Für die Klatschen zu Saisonbeginn hat Volkmann eine Erklärung: „Wir waren zu naiv, wollten von Beginn an den Fußball aus der Kreisliga spielen und haben Lehrgeld bezahlt.“ Warum trotz der defensiveren Ausrichtung immer noch so viele Tore fallen, „kann ich gar nicht so richtig erklären“, meint der Spielertrainer, versucht es dann aber doch: „Unsere größte Schwäche ist nach wie vor, dass wir selbst bei Führungen so einen Harakiri-Fußball spielen. Wir haben eine junge Mannschaft, uns fehlt ein bisschen die Erfahrung, die Cleverness. Darum schaffen wir es nicht, zum Beispiel ein 2:0 gegen Wetschen oder ein 5:2 gegen Lemförde (am Ende 2:2 und 5:6, d. Red.) über die Zeit zu bringen.“

Trotz der liegengelassenen Punkte ist Volkmann davon überzeugt, „dass wir die Klasse halten können. Nach den elf Spieltagen, in denen wir natürlich auch schon ein bisschen Erfahrung gesammelt haben, umso mehr.“ Das würde auch die Chancen auf einen Verbleib des Goalgetters beim TSV erhöhen. Zwar versichert er: „Ich bin im Kopf voll in Okel, und sollte ich mal wechseln, mache ich das nur, wenn wirklich alles zusammenpasst.“ Doch er gibt auch zu, dass ein Wechsel „in den Gedanken schon mal eine Rolle“ spielt.

In den nächsten Tagen ist Volkmann bereits abseits von „seinem“ TSV aktiv. Mit Arbeitskollegen nimmt der Justizvollzugsbeamte zum vierten Mal an der Futsal-Weltmeisterschaft für Polizei, Justiz und Feuerwehr im niederländischen Groenlo teil. „Es sind 128 Teams am Start, wir spielen zum Beispiel gegen Mannschaften aus Russland oder Rumänien. Das ist immer eine tolle Woche.“

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