Team verkauft sich erneut teuer – 1:4

Es langt nicht für Stuhr: Mal wieder ohne Punkte

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Beeindruckendes Kämpferherz: Trotz der aussichtslosen Tabellensituation stecken die Stuhrer um Kapitän Fabian Bischoff nie auf.

Stuhr - Von Daniel Wiechert. Während Jannis Böttcher nach Schlusspfiff mit bedröppelter Miene über den Platz humpelte, wurde sein Teamkollege Tobias Keunecke gerade auf einer Trage liegend in den Rettungswagen gehievt. Die 17. Saisonniederlage des TV Stuhr hatte Spuren hinterlassen, leider auch körperliche. Während sich Böttcher bei einem Pressschlag wohl nur leicht am Fuß verletzte, waren die Sorgen um Keunecke größer. Er hatte sich ohne Gegnereinwirkung das Knie verdreht. „Er hat direkt etwas Schlimmes befürchtet“, berichtete Trainer Christian Meyer: „Echt ätzend.“

Angesichts dieser wohl schweren Verletzung geriet das 1:4 (0:1) des TV Stuhr gegen den Landesliga-Tabellenführer SC Hemmingen-Westerfeld in den Hintergrund. Mit diesem Resultat ist auch der Abstieg der Stuhrer so gut wie besiegelt: Bei noch vier ausstehenden Spielen haben sie zwölf Punkte Rückstand auf den Zwölften TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Zudem weisen sie auch noch das um 30 Treffer schlechtere Torverhältnis auf.

Gegen Hemmingen hatte sich mal wieder gezeigt, dass die Stuhrer phasenweise gut mithalten können, letztlich aber nicht stark genug für die Landesliga sind. „Es zieht sich durch die ganze Saison“, sagte Meyer: „Am Ende fehlt leider zu oft der gewisse Tick.“

Sein Team verteidigte in der Anfangsphase sehr diszipliniert, offenbarte aber auch Mängel. Nach ihren vielen Balleroberungen spielten die Stuhrer die Pässe zu unsauber, oft halbhoch zum Mitspieler. Dazu kamen hier und da technische Schwächen bei der Ballverarbeitung. Die Gäste aus Hemmingen verteidigten extrem hoch, was die Hausherren ausnutzten, um durch lange Bälle die Schnelligkeit von Torben Drawert ins Spiel zu bringen. Und so wäre auch fast das 1:0 in der 17. Minute gefallen: Kapitän Fabian Bischoff schickte Drawert, der Hemmingens Metehan Kayhan davonsprintete und so allein vor Keeper Timo Kroß stand. Das Tor kam näher, Drawerts Gedanken überschlugen sich – und so schob er den Ball kläglich rechts vorbei. Acht Minuten später entschärfte Stuhrs Keeper Daniel Bischoff einen Schuss von Aljoscha-Lartey Hyde.

Als sich alle bereits auf eine Nullnummer zur Halbzeit eingestellt hatten, legte sich Hemmingens Mustafa Akcora den Ball im linken Halbfeld zurecht, sein Rechtsschuss – vielleicht war er auch als Flanke gedacht – schlug im rechten Winkel zum 1:0 (43.) ein.

Sieben Minuten nach der Pause dribbelte sich der starke Joel Wauker zur rechten Grundlinie durch, seine flache Hereingabe schob Aron Gebreslasie zum 2:0 ein. Die Stuhrer ließen jedoch nicht die Köpfe hängen – und wurden für ihr Engagement in der 72. Minute belohnt, als Dimitri Steen nach starker Vorarbeit des eingewechselten Keunecke zum 1:2 traf. „Danach lag noch mal kurz Spannung in der Luft“, sagte Meyer treffend. Allerdings nur bis zur 85. Minute, als Gebreslasie mit dem 3:1 für Hemmingen die Partie entschied. In der Nachspielzeit machte Gebreslasie noch seinen Dreierpack perfekt.

„Über weite Strecken haben wir es heute nicht schlecht gemacht“, bilanzierte TVS-Trainer Meyer: „Wir haben uns gut geschlagen.“ Nur wird dies am Ende nicht reichen, um die Landesliga zu halten.

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