Langhorst schießt am leeren Tor vorbei / 1:0 – Kafemann trifft für FC Sulingen beim SCT

Viel Krampf und eine Slapstick-Einlage

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Svend Kafemann (M.) nimmt die Glückwünsche von Torben Wiegmann (li.) und Martin Roughley entgegen.

Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Twistringen Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Nein, Patrick Langhorst wusste wohl selbst nicht, was ihn da geritten hatte. Mutterseelenallein stand der Stürmer von Fußball-Bezirksligist FC Sulingen am Samstag vor dem gegnerischen Tor.

Wohlgemerkt: dem leeren gegnerischen Tor, nachdem Twistringens Keeper Mark Schultalbers kurz zuvor über den Ball gehauen hatte. Und was machte Langhorst? Er schob das Leder am kurzen Eck vorbei – und verpasste damit in der 79. Minute die Vorentscheidung. Immerhin hatte Langhorst Glück, dass sein Fehlschuss keine Konsequenzen hatte. Der FC Sulingen gewann die Partie der Fußball-Bezirksliga mit 1:0 (1:0).

Dass Langhorst nur Sekunden nach seiner Slapstick-Einlage ausgewechselt wurde, wollte FC-Trainer Dirk Meyer aber nicht der vergebenen Möglichkeit seines Angreifers zuschreiben: „Das sah natürlich ein bisschen blöd aus, ihn gleich runter zu nehmen. Aber der Wechsel war schon vorher geplant gewesen.“ Warum Langhorst am leeren Tor vorbeigeschossen hatte, war Meyer allerdings ein Rätsel. „Ich denke, er hatte in dem Moment schon mit der Situation abgeschlossen und den Ball bereits drin gesehen“, mutmaßte der FC-Coach: „Zum Glück hatte das ja keine Auswirkungen.“

Die Szene in der 79. Minute – sie war einer der wenigen Momente, die man in einem Spiel gern als Highlight bezeichnet. Das erste hatte Svend Kafemann in der 13. Minute gesetzt. Der Sulinger Stürmer durfte den Ball an der Strafraumgrenze ungestört annehmen, sich drehen und dann auch noch zwei Twistringer ausspielen, ehe er die Kugel mit einem Flachschuss ins untere rechte Eck zum Tor des Tages versenkte. „Das war ein typisches Kafemann-Tor“, freute sich Meyer. Sven Müller, der am Samstag SCT-Trainer Stefan Müller (Dienst) vertrat, war dagegen vergrellt: „Ich verstehe nicht, warum keiner angreift und Kafemann sich auch noch in aller Ruhe drehen kann.“

Ein Tor, das den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf stellte, denn die klareren Chancen in Durchgang eins hatte Twistringen. Doch Timo Hiller (5.) und Marco Kappermann (23.) scheiterten am starken FC-Torwart Tobias Plümer, erneut Hiller schob den Ball neben das Tor (30.). „Wir waren einfach nicht zwingend genug“, ärgerte sich Sven Müller.

Das setzte sich auch nach der Pause fort. Der SCT versuchte alles, brachte aber kaum etwas Kreatives zustande. Und die Sulinger? Die kämpften. An eine spielerische Befreiung war an diesem Tag nicht zu denken gewesen. „Wir wussten, dass wir in dieser Partie das Fußballerische nicht neu erfinden konnten“, sagte Meyer, für den die drei harterkämpften Punkte am Ende das Wichtigste waren. „Wir hätten mit der Chance von Patrick Langhorst den Deckel drauflegen müssen, aber auch noch den Ausgleich kriegen können“, so der FC-Coach. Niklas Hiller nämlich hatte in der 84. Minute die einzig zwingende SCT-Chance der Hausherren nach dem Wechsel. Doch er wartete einfach zu lange und wurde abgegrätscht.

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