Langdistanz-Athleten vom LC Hansa Stuhr überzeugen auf Mallorca / Ein Manko gibt es aber: Der Ehering ist futsch

Top im Doppelpack: Neubauer und Lawendel mit starkem Ironman

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Jan Neubauer (links) und Mario Lawendel bewiesen auf Mallorca, dass eine Hawaii-Quali durchaus drin ist.

Stuhr - Die meisten Vereinskollegen hatten ihre Saison schon beendet, als sich die beiden Tri-Wölfe Jan Neubauer und Mario Lawendel vom LC Hansa Stuhr auf die Reise in den Süden zu ihrem Saisonhöhepunkt begaben. Ziel der wochenlangen intensiven Vorbereitung war die erfolgreiche Teilnahme am Ironman Mallorca gewesen. Und die glückte vollauf. Den beiden Freunden gelangen Topleistungen im Doppelpack: Neubauer finishte als 77. nach 9:30:24 Stunden, Lawendel folgte auf Platz 103 in 9:35:26 Stunden. Mit diesen neuen Bestzeiten sind beide Stuhrer in diesem Jahr die schnellsten Langdistanzler im hiesigen Raum.

Auch wenn sie im Vorfeld nicht mit möglichen Zielzeiten geprahlt hatten, waren sich Neubauer und Lawendel schon bewusst gewesen, dass es beim ersten Ironman auf Mallorca für sie richtig gut laufen könnte. Die „Hausaufgaben“ waren gemacht. Besonders für Jan Neubauer war dabei entscheidend, dass er die harten Einheiten verletzungsfrei überstand.

Bereits am Dienstag reisten die Stuhrer nach Alcudia im Norden der Insel an und hatten damit genügend Zeit zum Akklimatisieren und um sich mit der Radstrecke vertraut zu machen. Immerhin galt es, 1400 Höhenmeter zu bewältigen.

Hartes Schwimmtraining macht sich bezahlt

Als am Samstagmorgen für die 2500 Teilnehmer in der Bucht von Alcudia der Startschuss zum Schwimmstart (ohne Neo) fiel, reihten sich die Stuhrer weit vorne ein.

Zurecht, wie sich herausstellte: Denn die beiden voll berufstätigen Familienväter hatten sich vor der Arbeit durch regelmäßige Einheiten mit ihrem Schwimmtrainern Holger Klyszcz-Nasko und Gerhard Breuner deutlich in ihren Leistungen verbessert. Nach rund 55 Minuten stiegen sie mit nur zehn Sekunden Abstand aus dem Wasser, um anschließend auf dem Rad die Folgen eines Massenstarts bei einer derart großen Starterzahl zu spüren. „Nach 20 km bestätigte sich am Wendepunkt in Arta, dass sich das Radrennen zu einem Draftingrennen entwickeln würde, von den Profis bis hin zu den hohen Altersklassen“, bemerkte Lawendel. Erst in den Bergen lockerte sich das Feld nach rund 120 km zusehends auf. Die schnelle Radzeit von 5:11 Stunden motivierte beide für den folgenden Marathonlauf: „Wir wussten, dass wir trotz der hohen Temperaturen noch einmal richtig einen raushauen könnten.“ Beide gingen unabhängig voneinander auf die Laufstrecke. Neubauer absolvierte die 42,2 km in 3:13:47 Stunden sogar noch rund vier Minuten schneller als Lawendel: „Dass wir bei den Bedingungen solche Zeiten hinlegen könnten, hat uns dann doch selbst etwas überrascht. Hier spielte uns sicher auch unsere Rennerfahrung gut in die Karten.“

Für Neubauer, der tags darauf seinen 35 Geburtstag feierte, sowie den vier Jahre jüngeren Lawendel war der Ironman Mallorca das vierte beziehungsweise dritte Rennen über die Ironmandistanz. Mit dem Plätzen 75 und 100 bei den Männern, Profiathleten eingerechnet, waren die Stuhrer dann auch vollauf zufrieden.

50 Slots für Hawaii wurden auf Mallorca quer durch alle Altersklassen vergeben. „Wir sind nur rund zwölf beziehungsweise 13 Minuten an den Slots vorbeigerauscht“ stellte Lawendel fest, und das bedeutet natürlich: „Eine Hawaii-Quali ist für uns beide realisierbar.“

Das rundum positive Wettkampferlebnis ist damit für Mario Lawendel nur durch einen einzigen Umstand getrübt: 200 Meter nach dem Schwimmstart verlor der Stuhrer im Getümmel seinen Ehering. Damit dürfte für ihn als nächstes der Weg zum Juwelier anstehen.

el

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