Landesverband Weser-Ems holt Mannschafts-Standarte / Lob für die Ausrichter

Anna Siemers beherzter Ritt sichert den Sieg in Ströhen

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Mit viel Liebe zum Detail gestaltet hatte der RFV Ströhen die Geländehindernisse. Die Schwedin Maria Näsström-Petersen hat dafür kurz vor dem Ziel verständlicherweise keinen Blick übrig.

Ströhen - Von Sonja Rohlfing. Erwin Verbarg, Nils Ismer und Matthias Fiedler vom Reit- und Fahrverein Ströhen strahlten mit der Sonne um die Wette. Viel Lob erhielt der Verein nämlich erneut für die Geländestrecke des international ausgeschriebenen Vielseitigkeitsturniers mit Niedersächsischem Standartenwettkampf. Sportlich triumphierten Anna Siemer (RFV Hausstette) und der Landesverband Weser-Ems.

Mit einem beherzten Ritt über die Naturhindernisse setzte sich Anna Siemer auf Valerie M als Vorletzte der rund 60 Reiter im Gelände mit nur 45,80 Strafpunkten an die Spitze der CIC*-Vielseitigkeit. Damit durfte die Pferdwirtschaftsmeisterin und Inhaberin des Goldenen Reitabzeichens ihrer Titelsammlung einen weiteren Erfolg hinzufügen.

Nach Dressur, Springen und Gelände auf Platz zwei landete mit 47,60 Zählern Johanna Wetjen vom Ammerländer RC auf Wild West Charly, die mit ihren Teamkollegen Bernd von Essen auf William Bonney, Kira Meyer auf Tullibards Knight of the Night, Frederike Müller auf Separate Property zusätzlich die Mannschaftswertung im Niedersächsischen Standartenwettkampf gewann.

Im Wettkampf um den Niedersächsischen Ponywimpel jubelte das Team Delmenhorst-Meppen-Ems mit Loort Fleddermann (RC Hude) auf Sandro, Marie Schreiber (RV Ganderkesee) auf Diabas und Jaimie Kemper (RFV Rütenbrock) auf Rocky Biagotti über den Sieg. „Die Geländestrecke war fair und mit sehr viel Liebe zum Detail gebaut“, urteilte Mannschaftsführer Wilhelm Brundiers. Jeder sei stolz, hier reiten zu können. „Es ist wie immer eine liebevolle, tolle, familiäre Veranstaltung, die von einem kompetenten Team ausgerichtet wird“, lobte auch Chef-Richterin Hanna Rogge.

„Das Turnier hat für den Verein einen hohen Stellenwert. Es ist mit vielen Emotionen verbunden. Wir hängen mit Herzblut daran“, verdeutlichte Nils Ismer.

Das international besetzte Vielseitigkeitsturnier veranstalten niedersächsischer Reiterverband und Reit- und Fahrverein Ströhen seit über 25 Jahren gemeinsam. Für die 25 Hindernisse für die CIC*-Vielseitigkeit und die Sprünge der Ponyprüfungen hatten sich Erwin Verbarg und Matthias Fiedler mit ihrem Team wieder viel einfallen lassen.

Die Geländehindernisse für die Ponyreiter waren erstmals zentral in der weitläufigen Wald- und Auenlandschaft direkt am Naturtierpark aufgebaut. „So wird dem Publikum an einem Ort genug geboten“, merkte Hausherr Nils Ismer an. „Die Teilnehmerzahl ist gut und die Stimmung auch“, ergänzte er und freute sich, dass auch das Wetter mitspielte. In Anbetracht der guten Bedingungen seien dennoch viele Teilnehmer ausgeschieden. „Man weiß manchmal gar nicht warum“, wunderte er sich. Alles sei aber glimpflich verlaufen. Über die letzten vier Wochen sei für die Vereinsmitglieder viel zu stemmen gewesen. Am Tag selbst waren etwa 80 Helfer des Vereins als Hindernisrichter, Parcourshelfer und Betreuer im Einsatz. Hinzu kam ein hoher Aufwand für Logistik. „Sicherheit für Reiter und Pferde stehen ganz oben auf der Prioritätenliste“, betont Ismer.

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